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te ohne ein eignes Wohnbaus besitzen,
und anderwaͤrts ihren Wohnsitz haben.
g. 14. Wenn Jemand an einem Orte
ein besteuertes Haus und Gruͤnde besitzt,
anderswo aber seinen Wohnsitz hat, so ist
ein solcher verpflichtet, durch einen gehoͤrig
Bevollmaͤchtigten sich als Gemeindeglied vertreten
und die in dieser Eigenschaft ihm zus
stehenden Rechte ausüben zu lassen. — In
Ermangelung eines besondern Bevollmachrigten
wird der Zeitpächter eines Gutes, welcher
in der Gemeinde wohnt, als stillschweigend
bevellmächtiget erachtet, an den Gemeinde
Rechten im Namen des Eigenthüs
mers heil zu nelimen.
G. 15. Zw'schen den vollen und nutzbaren
Ergenthümern, welchen Letteren auch die
Erbrä#ter gleich zu achten sind, tritt kein
Unterschied ein.
S. 10. Außer diesen hier ale Gemeinde=Mitglieder
bezeichneten Einwohnern ist in
den Städten den Magistraten gestattet, unter
Beystimmung der Gemeinde: Bevollmächtigten,
auch noch andere Bewohner
derselben, aus besonderen Rücksichten auf
das Gemeinde: Wohl, als Bürger, vorbehaltlich
Unserer Bestätigung, aufzunehmen.
2. Capitel.
Von den allgemeinen Rechten und Pflichten
der Gemeinde= Glieder.
I. 17. Jedes wirkliche Gemeinde-Glied
ist berechtiget:
a) an den Berathungen über gemeinschaftliche
Angelegenheiten in den durch
gegenwärtiges Gesetz bestimmten Faͤllen
und Voraussetzungen, Theil zu nehmen;
b) zu Gemeinde Aemtern und Sitellen
gewählt zu werden, wenn dasstlbe die
dazu erforderlichen übrigen gesetzlichen
Eigenschaften besitze.
S. 18. Alle Gemeinde?: Glieder haben
Anspruch auf die Gemeinde" Gründe, nach
den unten Tit. III. Cap. 2. G. 206 vorkom
menden näheren Bestimmungen. —
O. 10. Jedem activen Gemeinde' Gliede
und dessen Stellvertreter liegt dagegen ob:
1) bey den Gemeinde-Versammlungen persönlich
zu erscheinen,
2) die Gemeinde: Stellen, zu weschen es
gewähle wird, so ferne es keine in diesem
Gesetze ausdrücklich genehmigte —
allein gülilge Entschuldigungs-Ursachen
(§. 77.) nachweisen kann, — unweigerlich
anzunehmen und während der
bestimmten Zeit ihrer Dauer treu und
gewissenhaft zu verwalten;
3)f alle gemeinschaftlichen Verbindlichkeitem
und Lasten zur Erreichung eines gemeinsamen
Zweckes, wohin die Gemeinde-Dienste,
Umlagen u. d. gl. gehören, verhältnißmäßig
zu übernehmen. Wenn nicht
besondere Verträge oder particuläre Ortsrechte
ein Anderes bestimmen, wird vermuthet,
daß jedes Gemeinde: Glied von
der Zeit seines Eintriktes gleiche Gemeinde-Rechte
besitze, und auch gleiche Gemeinde
Lasten zu tragen habe.