Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

ten  Schwierigkeiten  bleibt  die  Kohlenversorgung
liens  innerhalb  der  Grenzen  des  für  seinen

r  „mgngli4h  Notwendigen  gesichert.
das  Vertrauen,  daß  die  Vereinbarten

  rrn  eine  Verringerung  der  Preise  auch
Hnlichtlioh  der  Transportkosten  ermöglichen  wer-Wenn

  in  diesen  „Abmachungen“  das  Ergebnio
  der  Italien-Reise  Runcimans  zu  erblicken
ist,  dann  ist  der  Erfolg  für  JItalien  sehr  gering.
Schon  die  doppelte  Lesart  läßt  darüber  keinen
Zweisel  aufkommen.  Auf  der  anderen  Seite
steht  eben  auch  noch  der  Preis,  den  Jolien  für
diesen  „Erfolg"  zu  zahlen  hat.  Muh  es  die
Kriegserklärung  an  Deutschland  aussprechen  od.
stellt  es  seine  Staatseinnahmen  unter  englische
Aufsicht  oder  muß  es  in  beiden  Fragen  seinen
englischen  Gebietern  zu  Willen  sein?  Eines  ist
sicher:  Italien  hat  sich  in  eine  derartige  polit.
und  wirisch  astliche  Knechtschaft  England  gegenüber
  begeben,  daß  es  Forderungen  nicht  erbeben
kann.  Es  hat  lediglich  die  Anordnungen  auszuführen,
  die  ihm  aus  London  und  Paris  erteilt
werden.  So  ist  ihm  unzweifelhaft  der  Bruch  des
Handelsvertrages  mit  Deutschland  recht  sauer
geworden,  denn  daß  dem  Lande  daraus  nur
Schaden  und  nicht  der  geringste  Nutzen  erwachsen
  muß,  dürfte  jedes  einzelne  Mitglied  der  Regierung
  wissen.  Aber  England  hatte  es  befohlen
und  damit  kam  Italiens  Interesse  nicht  mehr  in
Frage.

Runciman  hat  sich,  wie  die  italienische  Presse

nach  seinen  Besprechungen  mit  dem
Danvesaminstter  nac:  Mailand  begeben,  um
dort  von  Vertretern  der  Handelskammer  die
Wünsche  in  bezug  auf  die  Kohlenversorgung
persönlich  entgegen  zu  nehmen.  Unterwürfig,
wie  es  einem  bezahlten  Trabanten  gebührt,
wurden  für  den  britischen  Minister  Ovationen
vorbereitet,  von  deren  planmäßiger  Inzzenierung
  die  Presse  zu  melden  wußte.  Runciman  ist.
also  von  dem  Jubel  der  bezahlten  sog.  Bevölkerung
  empfangen  worden  und  konnte  mit  dem
Bewußtsein  nach  Hause  fahren,  daß  es  möglich
ist,  Italien  in  JZulunft  noch  viel  schlechter  zu
behandeln  ale  bisher.

Lugano,  17.  August.  Auf  italienischer  Seite
macht  sich  ein  Unbelagen  über  die  ausnebliebenen
  festen  Verpflichtungen  der  englischen  Regierung
  bemerlbar,  die  nur  eine  vermittelnde
Einwirlung  auf  den  Kohlenhandel  und  die
Schiffseigner  in  Aussicht  gestellt  hat.  Nach  dem
„Corriere  della  Sera“  seien  noch  viele  Schwierigleiten
  für  die  italienischen  Finanzen,  Ein
fuhr,  Ausfuhr,  Industrie  und  Kriegemittel  z
überwinden.

Die  Schlachl  an  der  Somme.
Uer  französische  Bericht.

Paris,  17.  August.  Abends.  An  der  Somme-Front
  schritten  wir  nach  kräftiger  Artillerievorbereitung
  nachmittage  zur  Offensive,  die  uns
nördlich  aurepas  bedeutenden  Gewinn  eintrug.
  Unsere  Truppen  nahmen  in  Verbindung
mit  dem  britischen  Heer  die  ganze  Linie  der
deutschen  Gräben  auf  einer  Front“  von  ungefähr
  1500  Meter  und  erreichten  efnige  Punkte
der  Straße  Gnil  lemon!  —  Südlich  des
Dorfes  wurden  auf  iler  Front  von  zwei  Kilometer
  nud  einer  Lulse  von  3—.500  Metern
alle  Stellungen  des  Feindes  östlich  der  Straße

 

S  —  G—  —

 

   

–  –

 

dem  Feinde  erhebliche  Verluste  kostete,  durch
unsere  Infanterie  gleichfalls  besetzt.  Diese  beiden
  glänzend  geleitelten  und  schnell  durchgeführten
  Kampfhandlungen  gestatteten  uns,  eine
Anzahl  Gefangener  zu  machen,  deren  Zahl  noch
nicht  feststehi.  Südlich  der  Somme  gingen  um
dieselbe  Zeit  unsere  Truppen  zum  Angriff  vor
und  bemächtigten  sich  in  einem  einzigen  Schwunge
  eines  Systems  befestigter  deutscher  Gräben
auf  einer  Länge  von  ungefähr  1500  Meter  südlich
  von  Velloy-en-Santerre.  An  60  Gefangene
blieben  in  unserer  Hand.

 

A#gemeines  vom  Krieg.

„Jnfame  Treibereien“.

Berlin,  17.  August.  Die  „Nordd.  Allg.
Ztg.“  schreibt:  Seit  kurzem  wird,  wie  es  scheint,
in  weiten  Kreisen,  eine  für  schonende  Kriegführung
  gegen  England  eintretende  Denkschrift
verbreitet  mit  der  Behauptung,  daß  der  Stellvertreter
  des  Reichskanzlers,  Staatssekretär  Dr.
Seliferich,  der  Verfasser  sei.  Der  Staatssekretär
  Dr.  Helfferich  steht  dieser  Denlschrift  gänzlich
  ferne;  dasselbe  gilt  von  den  übrigen  leitenden
  Persönlichteiten.  Es  handelt  sich  hier
offenbar  abermalse  um  eine  jener  infamen  Treibereien,
  durch  die  eine  lleine,  aber  skrupellose
Clique  immer  wieder  den  gänzlich  haltlosen
Verdacht  gegen  die  Reicheleitung  zu  verbreiten
sucht,  als  ob  sie  sich  schwächlicher  Verständigungssucht
  scheue,  gegen  England  die  Kriegsmittel
  anzuwenden,  durch  die  England  in  kurzer
Zeit  zum  Frieden  gezwungen  werden  könnte.  Da
der  Urheber  dieser  neuen  Treiberei  bisher  nicht
ermittelt  werden  konnte,  wird  der  Sachverhalt
hiermit  öffentlich  festgestellt.

Chinesische  Kuli  für  Frankreich
und  Rußland.

Stockholm,  17.  August.  Moskauer  Blätter
melden  aus  Tientsin,  daß  mit  der  Absendung  chinesischer
  Arbeiter  für  Frankreich  und  Rußland
bereits  begonnen  wurde.  Nach  Rußmfand  sollen
in  diesem  Zahre  allein  500  000  Arbeiter  aus
China  gebracht  werden.  Die  russischen  Militärbehörden
  haben  die  Zulassung  der  chinefischen
Arbeiter  sogar  im  Gouvernement  Pinst  be- 



Maurepas-Clery  nach  sehr  heftigem  Kampf,  der

 

Der  Krieg  als  Friedensstffter.

Roman  von  S.  Hillger.
1  (Nachdruck  verboten.)

Er  datte  llo  doch  niaost  auf  sie  gewartet!
Wie  schade!  Man  sah  es  ihr  an,  wie  niedergeschlagen
  sie  war.

hätte  ihre  Arbeit  ja  an  eine  halbe
Sinnde  srüter  alliefern  löm  W  La  braucht
sie  so  abweisend  zu  sein!  malte  ddich  nit
mehr  den  Haudlun  gegebilir  von  jriit  zr  vor
sich.  Bitiner  halte  sich  z  #richlum  und  Vorneimheit
  empergarheit  #  dem  #würden  die
frauen  schoen  nachlausf  u.  der  haite  es  nicht
notig,  sich  schlecht  behan  veln  zu  lassen.

Ach,  rwie  dumm  war  sie  doch  gewesen.
Weinen  häite  sie  lönnen  vor  Aerger.  Bielleicht
  hätte  er  sogar  Hans  nügen  können.
Jedenfalls.  hätte  schon  seine  Persnlichteit  Abwechs#n
  in  ihr  Alilagsdasein  gebr

r  haif's,  sie  hatte  sich  **  Gunst
des  sic  nicht  zunuße  gemacht.

Ein  mit  Kisen  hochbeladener  Wagen  lenkte

mit  lautem  Zuruf  in  die  Einfahrt  ein.  Dora
wich  zur  Sciie.
Warum  and  sie  überhaupt  noch  hier?

Sie  konnte  vom  Fabrilpersonal  gesehen  weren.
  Was  sollte  man  von  ihr

Seufzend  #rat  sie  den  Rückweg  a

Kaum  aber  war  sie  ein  paar  Schrine  gegangen,
  als  qucr  über  die  Strase  Bizener  eilig
Laf  sie  zukam.  Er  trug  einen  Busch  kösillicher,
von  der  Seidenhülle  nur  halbverdeckter  Rosen,
die  er  ihr  mit  leuchtenden  Augen  überreichte.
Sein  Gesicht  war  vom  schnellen  Gehen  gerötet.
  Er  sab  gut  aus

 

willigt.  (3.)
—.

|*—ml  n  Krür  Tasaner  püar  Bumen
  gehelt,  Fran  Dora,  fürchtee  ichon,  Sio
nicht  menr  anzutre'?en.  Daß  ich  Sie  nicht
verjehit.  nehme  ich  als  ein  aunsüges  Jeichen.  «

„Ich  auch“.  sagte  ora  auutichtig  und
lachte  ihn  freunglich  an.  „Ach,  vie  herrlichen
Biumen!  Cigentiich  niel  zu  chede  für  mich!
Wie  1#11  0  Ji  ien  nur  danke

„Bloß  nich!!““  wehrte  erin  lachend.  daun
chob  er  sien  Arm  in  den  ihrigen.  „Mit  dem
Recht  eines  alten  Bekannten,  eines  Jugendgespielen.
  Und  von  diesem  verbrieften  Recht
ausgicbigen  Gebrauch  zu  machen,  müssen  Sie
mir  schon  erlauben.  Wenn  hier  einer  zu  danlen
  bat,  bin  ich  es.  Wie  mancher  würde  gern
an  meiner  Stelle  sein.  Sehen  Sie  nur,  wie
die  Neidhammel  herübersehen!  7“

Wie  er  so  eifrig  auf  sie  einsprach,  mußte
Dora  herzlich  lachen.  Das  war  alles  so  neu
und  reizvoll.  Sie  fühlte  sich  Veschmeicheh  und
in  gehobener  Stimmung.  Hans  war  so  still
ohl  scherzte  er  mit  den  Kindern,
war  liedreich  und  freundlich  mit  ibr.  Aber
im  Grau  des  Alltags,  meinte  Dora,  sei  ihnen
alle  Poesie  verlorengegangen

„Nun  werden  wir  zunächst  einen  kleinen
Bummel  machen.“  sagte  Bittner,  „und  ich
vilte  um  die  Erlaubnis,  den  Kindern  eine
Freude  machen  zu  dürsen.“

„Ihren  Kindern!“  Doras  Augen  Klrahl=#ten.
  Wie  hätte  sie  es  gewagt,  etwas  gegen
seine  Absicht  einzuwenden.

Er  hatte  bereits,  noch  ehe  sie  antworten
konnte,  dle  Tür  zu  einem  Buckerwarengeschäft
weit  geöffnet.  Dora  trat  ein.  Er  solg

und  nuun  begab  sich  eiwas  Wlolge  bares.

elben  Sußigkeiten  in  den  verschieden- 



sten  F#mern.  welche  Dora  so  oft  von  drausten

der  siams  zut  See.

Die  Wirkungen  des  letzten
Zeppelin-Angriffes.

Berlin,  17.  August.  Ueber  die  beim  Luftangriff
  vom  8.  und  9.  August  auf  die  englische
Ostküste  erzielten  Erfolge  ist  trotz  möglichster
Geheimhaltung  durch  die  englischen  Behörden
bisher  folgendes  bekannt  geworden:  In  Hull
am  Kumber  sind  in  den  Dockstationen  der  North
Eastern-Eisenbahngesellschaft,  sowie  in  Holzlagern
  in  der  Nähe  davon  große  Brände  verursacht
  worden.  Kohlenübernahmeschütten  u.  Kai-Anlagen
  wurden  schwer  beschädigt.  Eine  Munitionssabrik
  wurde  in  Brand  gesetzt,  ein  vollec
Getreidespeicher  von  200  Meler  Länge  brannte
gänzlich  ab.  Die  Monumentalbrücke  ist  völlig
zerstört.  Das  große  Zollhaus  und  verschiedene
Häuser  in  seiner  Nähe  sind  bis  auf  den  Grund
abgebrannt.  Große  Schäden  wurden  in  den
Alerandra-Docks  angerichtet.  Ein  ganzes  Dock
soll  unbrauchbar  gemacht  worden  sein.  Ferner
ist  sestgestellt,  daß  zwei  bei  Hawthorn,  Leßlie
u.  Co.  —  Hebburn  -aufStapel  liegende  Torpedoboote
  vernichtet  worden  sind.  Bel  Gates
Hoad  ist  ebenfalls  eine  Munitionsfabrik  in  die
Lust  geflogen.  Außerdem  wurden  sonst  noch
sehr  schwere  Materialschaden  angerichtet.  Ein
Ladung  nehmender  russischer  Dampfer  wurde
vernichtet.  In  Middlesborough,  West-Hartlepool
  und  Whitby,  sind  große  Brände,  besonders
  von  Fabriken  und  Einstürze  von  Lagerhäusern
  am  Peer  festgestellt  worden.  Allgemein
herrscht  in  England  große  Trauer  und  Bestürzung
  über  diese  neuen  und  grohen  Erfolge  unserer
  Luftschiffe.  Die  Erregung  unter  der  Bevölkerung
  ist  groß.  Der  Regierung  werden  schwere
Vorwürfe  gemacht.  Mit  Schrecken  sieht  man
neuen  Luftangriffen  entgegen.  Die  Vorschriften
über  Abblenden,  sowie  sonstige  Abwehr-Matßnahmen
  werden  dauernd  nach  Möglichkeit  verschärft.

mit  sehnsüchligen  Blicken  betrachtet,  wie  Leckerbissen.
  die  einer  anderen  Welt  angehörten,  ließ
Blttner  in  große  Tüten  zusammenpacken.  Dazu
mehrere  Nlo  Eh=  und  Buddingftbookoade.  Er
bezahlte  mehr  dafür,  als  Dora  für  ihre  Stickardeit
  an  in  bekommen  haite.  und  befahl,

·  -V-)i-i--itiiiiidiid;i.ki.iindiccip
geacl  ii  Wiie  zu  lenden.

ls  lie  auf  der  Strane  weiterginge  n,  alühten
  Dorn:e  Wangen  niit  den  Hurriu  rose  n.  die
sie  in  der  Hand  hielt,  um  die  Wetie.  Sie
sagte:  „J.  lann  dies  reiche  Geichenl  unmöglich
  annehm  n,  Herr  ittner.  Man  tauit
wanl  iar  zwei  Mart  Süßzigtceiten,  aber  eine
loiche  Verschwendung!“

Er  eulle  wieder  seinen  Aim  durch  den
ihrigen  und  zog  sie  mit  jich  iort.  Sein  tritijcher
  Blick  glin  an  ihrer  schlanken,  schücht  gelleidtten
  Geftalt  hinunter.  „Ich  haue  eigentlich

  nicht  vermutet.  daß  die  K  lemmädterin
Ihnen  so  fart  anhaftet!  Sie  munten  doch
missen,  Gnädigite,  daß  man  bei  S.  nich!  für

eine  Mart  Kanjelt  lansen  kann.  Ich  weniunens
Ulilite  mir  jolche  Cnigletfungen  in  Schülergewahnheiten
  nicht  erlauben,  ohne  meinen  Kredit
  einpfindlich  Zu  söhäbigen.

Dora  wage  nichts  ennzuwenden.  Sie  hatte
ohnehin  das  Peinüche  Gejuhl,  uch  Blößen
zu  geben.  Daß  Bittner  von  den  Verkäuferinnen
bes  Zuckerwarentadens  mit  besonderer  Hoflichkeit

begrußt  wurde,  war  ihr  nicht  entgangen.  Er
lebte  eben  in  den  Verhällusssen,  die  ihrer
Phantasie  zuweilen  wie  ein  sernes  Wunderland

  norichwebten  und  in  die  ile  sich  ni.ht
hin  indenten  zonnn,  itdeil  der  Hotizont  ihres
eigenen  D  Daseins  zu  beschranet  war.

„Doren  Sie,  liebe  verehrte  Freundin,“

    

 

        

mir  ebensogm  gehörle?  Es  wäre  kleinlich  um
rechthaberisch,  J  l  mir  auch  den  Schauen
eines  Glückes  nen,  der  mich  halbwegtg
mit  meinem  *½  iten  Däsein  auesöhnen  könnt).

Dora  wehrte  sich  innerlich  gegen  seine  be

 

KHricksn  Slimmims  leink  Böstselsiührnna.  -Gam

  
   
    
  
    
  
   
 
  
  
    
  
  
  
   
  
 
  
   
   
 
 
 
   
 

—  —
erfolgreiche  Luftangriffe  lum
gegen  Rußland.  S
WTB.  Berlin,  17.  August.  (Ammichg
15.  und  16.  August  griffen  unsere  Seessugzen
erneut  die  Flusstation  Papenhem  auk  Oe#l#eieh,
and  am  Strande  der  In#sel.  Dumoe  stehensen,t
leindliche  Flugreuge  mit  gut  dechinden  Sprem  *W
und  Brandbomben  an.  Trotz  heftigen  Abweh
feuers  mit  anschließendem  Luftkampf  sind  u  –
sere  Flugzeuge  sämtlich  wohlbehalten  zurü#
gekehrt.  Ein  in  derselben  Nacht  von  vier  seim
lichen  Flugzeugen  auf  Angernsee  ausgeführt
Angriff  verursachte  nur  geringen  Sachschadi
*  e  „J.
Lrid,!.
seind
Kaßland.  vng
Kuropakkins  Ersatz.  —
Petersburg,  17.  August.  Generalads#h  iese
tant  Rußki  wurde  zum  Oberbefehlshaber  da  r
Armeen  der  Nordfront  ernannt.  Fent
Verschwundene  Millionen.  "r
Stockholm,  17.  August.  Den  Unterschl  Er
gungsskandalen,  die  innerhalb  des  russische  für-Evakustions-
  Unterstetungs-  Komitees  cufg  van
deckt  wurden,  folgt  jetzt  eine  sensationellere  Ul
terschlagungsgeschichte  innerhalb  der  Komm—
sion  zur  Versorgung  der  Hinterbliebenen  gefal
leper  Krieger,  worin  Damen  der  Hosnpesellscha#
mit  den  höchsten  Beamtenkreilen  vermischt  sim
Der  sehr  beträchtliche  Fonds  der  wohllätige
Stiftung  ist  spurlos  verschwunden.  Von  da  *
Damen  einiger  rechtestehender  aristokratische  lenl-Kreise
  wird  nun  gegen  die  Vorsitzende  Stü  daß
der  schwere  Vorwurf  erhoben,  daß  sie  min  win
stens  wisse,  wo  die  Gelder  geblieben  lind.  Jn#  nn
letzten  Sitzung  wurde  offen  der  Verdacht  ausg  s
sprochen.  die  Gattin  des  Ministerpräsiden;  N  Aiah
habe  die  fehlenden  Gelder  —  es  handelt  E  rdPlr
mehrere  Millionen  —  zu  eigenen  Zwecken  ve  ½Pxv
wendet.  Frau  Stürmer  trat  darauf  entrüsn
aus  dem  Komitee  aus.  Viele  Damen  der  Bea
tenkreise  lollen  solgen,  lodaß  Gefahr  vorhaud  5
ist,  die  gesamte,  für  alle  Beteiligten  gleig  anrh
einträgliche  Stiftung  werde  völlig  verschwinde  udn
—  .  (vel
n  *-1  lun
"“  nen
cid
Die  italienischen  Offiziersverlu#  E
Basel,  17.  Aug.  Nach  Schwelzer  Blätte  do
meldung.  hat  das  ital.  Heer  nach  einer  bis  z  3
August  reichenden,  nichtamtlichen  Zusammer  9
stellung  4160  Offiziere,  darunter  9  Genera  iri
88  Obersten  und  Oberstleutnants,  144  Majo  gel
767  Hauptleute,  672  Oberleutnants  und  24  —
Leutnants  verloren.  (3.)
a  e2  2
Aumũnlen.
Der  Erntekaufvertrag
mit  Rumänie  ren
Bukarest,  16.  August.  Der  Vertrag  üd  jul
den  Anlauf  von  Braugersie  und  Erbsen  wurd  o
seitens  der  Mittelmächte  heute  unterzeichnet.  L
sag  Ared  um  Wertergehen,  asmm  ihi  joi
laun  mon  sich  nur  dann  erfreuen,  wenn  e  L
einem  erlanbt  iit,  on  lit  einem  veriraul
Wesen  zu  teilen.  Diese  Frende  fsehlte  in  meinc  h
an  pekuniaren  Crfolgen  so  relchen  Leben  bie!  •
ganzlich.  Oft  überkam  wich  ein  wahrer  66on
hunger,  von  meinem  lUeberfluß  einem  liebe:  a
Wenschen  abgeben  zu  dürien.  Ich  hatte  keinen,
Wohlrerstanden:  gewissen  Elementen  gegen  a4
über,  deren  Hände  jederzrit  zum  Cntgene-  6
nehmen  geösinet  sind  und  die  einen  Wann  j-  u
gar  ruinieren  können,  bin  ich  vorsichtig.  Abe  9
Ihnen,  Hans  und  Ihren  Kindern  Grende  ##  9
bereiten,  macht  mich  armen  Reichen  glückli-  n
irberxglicklich  sogur.  Gonnen  Sie  mir  der  e.
den  Sonneustrabl  in  memem  lalten.  uur  an:
den  gst  een  Prunk  zugeschurtenen  Leben!  Al#-  r
noch  einmal:  Wenn  ich  jetzt  ein  paar  Tar
lende  für  Sie  ausgeben  wurde,  so  läme  ##  1
nicht  darauf  an.  Ich  have  es  dazu.  .  1
Blaue  aber  rechnen  für  mich  nicht  mehr,  l.  1
wenn  Hans  ebensoviele  Markstücke  ausgiet
ind  Sie  nun  bernubigt?  ,
„Nicht  ganz.  Herr  Bittner!  Ich  muß  en  ĩ
wissen.  wmie  Hyns  darüber  denlt.  Cr  ist,  we  („
es  sich  um  Geisch  k#ne  handelt,  die  wir  nicht  e:  1.
widern  können  und  schließlich  als  eine  Wohlte
amiinden  münten,  äußerst  peinlich  und  strent  1
denken
-one!  Er  vor  allen  bat  doch  wohl  ar
mir  gutzumachen!  Kam  er  mir  nicht  zuvo  1
und  riß  mit  kecker  Hand  die  Blume  an  sich,  du  ,à