Klostersufhebung. Breslau. Neufchatel. 85
669. Immediat-Schreiben des Fürsten Joseph zu Hohenlohe, Bischofs
von Breslau. Breslau 1803 December 25.
R. 99. 32. E. Eigenhändig.
Bittet um die Erlaubniss nach Berlin kommen zu dürfen!)
»Sire! Mon empressement de mettre aux Pieds de V. M. l’hommage
de tous les sentiments, dont je suis penetre, m’engage de la supplier de
m’accorder la Permission de me rendre & Berlin dans les premiers jours
de lannede qui va commenger, et d’agreer les voeux que je luy porterai,
ils seront l’expression de la reconnaissance et de la soumission la plus profonde
avec les quels je suis de V. M. le plus humble et le plus obeissant
serviteur et sujet le P. E. de Breslau.
Breslau ce 25 Xbre 1803.«
Rand-Verfügung, geschrieben von Beyme:
»4. Januar 1804.
Dank und mit Vergntigen zu bewilligen.«
Cabinets-Ordre an Hoym ». unter dem 20. December 1803, No. 666.
1803
Dec. 25
1804
Jan. 4
1803
ec. 12
670. iImmediat-Bericht der Staats-Minister Frhrn. v. d. Reck und Dec. 28
v. Hardenberg (für das Neufchateler Departement). Berlin 1803 Decomber
28.
R. 64. Neufchatel. Eccles. Concept, geschrieben von Raumer, gez. Reck, Hardenberg.
Die Pension des Bischofs von Lausanne für seine Seelsorge ın Neufchatel.
Berichten auf die Cabinets-Ordre vom 5. December 1803: »Dass die
Souveraing von Neufchatel, welche dieses Land in Besitz gehabt, ehe
solches an das Preussische Haus gekommen, stets die erwähnte Pension
[500 livres an den Bischof von Lausanne) gezahlt haben. Im Jahr 1707
aber, ala Nenfchatel unter Preussens Scepter gerieth, wurde diese Pension
gestrichen, jedoch im Jahre 1787 ad beneplacitum wieder hergestellt, um auf
diese Weise den Bischof von Lausanne in Abhängigkeit von der Preussischen
Regierung zu erhalten, welcher Zweck auch noch jetzt wtnschenswerth zu
seyn scheint.
Uebrigens wird der Antrag des Bischofs?) von dem Staatsrathe zu
Neufchatel und dem General-Lieutenant v. Beville?) in Rücksicht des Umstandes,
dass zwei Neufchatelsche catholische Kirchspiele, Landeron und
Cressier, von diesem Bischof in” geistlichen Angelegenheiten, obwohl unter
landesherrlicher Ober-Aufsicht abhängen, ebenfalls lebhaft unterstützt.
Endlich hat die Sache noch eine erhebliche Seite. Die Schweitzer
1) Cfr. No. 697. 2) Maxime (4uisolan. der neu gewählt war.
3, Gouverneur von Neufchatel.