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gerade durch das Experiment schon zeitig als so wenig ausreichend,
daß man den zweiten Schritt ihr folgen lassen mußte. Es blieb
garnichts anderes übrig, wenn man nicht Hungersnot eintreten
lassen wollte, als der Regelung der Preisfrage die Regelung der
Mengenfrage folgen zu lassen. Die in Deutschland vorhandenen
Lebensmittel wurden beschlagnahmt und einer systematisch gleichmäßigen
Verteilung unterworfen. Später ging man auch daran,
die Broduktion zu beeinflussen und so von dieser Seite her die
Mengenfrage anzufassen. Da mag dahingestellt bleiben, ob das
mögliche und notwendige Maß von Beeinflussung schon erreicht
ist; die Reihenfolge: erst Breisbildung, dann Mengenregelung, ist
sedenfalls bezeichnend. — —
Die Regelung des Nohstoffverkehrs. Bei den industriellen
Rohstoffen trat umgekehrt das Mengenproblem zuerst in
die Erscheinung. Hier handelte es sich zunächst darum, das eigentliche
Kriegsmaterial, ohne sede Rücksicht auf die Preise, für sede
Dauer des Krieges und für jede Bedarfsgröße zu sichern. Da
gabs so manchen Rohstoff, den wir bei uns überhaupt nicht
produzieren. Alles war Konterbande und in der Einfuhrmöglichkeit
vom Tage der englischen Kriegserklärung an aufs
dußerste gefährdet. Wieviel Vorräte sich bei der Industrie auf
Lager befanden, konnte man nicht wissen. Handelsvorräte waren
nur bei einigen Artikeln in größerm Umfange vorauszusetzen. Auf
der andern Seite mußte mit einer gewaltigen Steigerung des
militärischen Bedarfs gerechnet werden. Kurz, die Mengenfrage
wurde sogleich brennend.
Dazu kam ein zweites: Das Vorhandensein von Nohstoffen
allein konnte nicht genügen, den militärischen Bedarf sicherzustellen.
Es kam darauf an, diese Borräte gerade dorthin zu bringen, wo
die technische Berarbeftungsmöglichkeit gegeben war. Hierfür war
an sich die Kapitalkraft der Unternehmungen, die doch — wie wir
gesehen haben — dem Nohstoff gegenüber das Maß der Kaufkraft
bestimmt, keineswegs ausschlaggebend. Das Vorhandensein von
Maschinen und Arbeitern, nicht von flüssigem Kapital war dafür
das entscheidende Moment. Nicht wer kaufen konnte, sondern wer
verarbeiten konnte, mußte die Nohstoffe bekommen. Die Verteilung
der Mengen wurde also von Anfang an neben ihrer
Beschaffung bedeutsam, und beides wurde denn auch zuerst in
Angriff genommen.
f-Bald zeigte sich aber, daß auch hier eine Preisfrage zu
lösen war; denn der Zusammenhang der militärisch notwendigen