Full text : Europäischer Geschichtskalender. Neue Folge. Achtzehnter Jahrgang. 1902. (43)

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Kommandos  der  Pioniere  errichtet.  Bayern  stellte  zum  1.  Oktober
1912  für  den  Festungsdienst  ein  4.  Bataillon  von  3  Kompagnien  in
Ingolstadt  auf,  wozu  das  1.  Bataillon  eine  Kompagnie  abgab,  die
zunächst  nicht  ersetzt  wurde,  so  daß  nur  das  2.  Bataillon  aus  4,  das
1.,  3.  und  4.  aus  je  3  Kompagnien  bestanden.  Das  in  München
stehende  3.  und  das  in  Ingolstadt  stehende  1.  Bataillon  tauschten  die
Nummern,  so  daß  zum  I.  und  III.  Armeekorps  das  Pionierbataillon
gleicher  Nummer  gehörte.

Infolge  Errichtung  des  XX.  und  XXI.  Armeekorps  wurden  auf
A.  K.  O.  vom  4.  Juli  1912  am  1.  Oktober  in  Graudenz  und  Straßburg
die  Bataillone  Nr.  26  und  27  errichtet.  Endlich  kamen  auf  A.  K.  O.
vom  4.  Juli  1913  zum  1.  Oktober  in  Cüstrin,  Posen  und  Ehrenbreitstein
  die  Bataillone  Nr.  28—30  hinzu,  wovon  das  erste  als  Feldbataillon
  für  das  Gardereservekorps,  die  beiden  andern  für  den
Festungsdienst  bestimmt  waren  ½).  Bayern  verstärkte  das  4.  Pionierbataillon
  auf  4  Kompagnien.  Beim  V.  und  VIII.  Armeekorps
wurden  Kommandos  der  Pioniere  errichtet,  deren  nunmehr  8  bestanden,
  das  beim  XVII.  Armeekorps  befindliche  trat  1912  zum
XX.  Armeekorps  über.  Diese  Kommandos  sollten  zum  1.  Oktober
1914  in  Stäbe  der  aus  den  Bataillonen  Nr.  18—20,  23—25,  29,  30
zu  bildenden,  für  den  Festungskrieg  bestimmten  8  Pionierregimenter
(je  2  Bataillone  zu  3  Kompagnien)  umgewandelt  werden,  auch  das
bayerische  4.  Bataillon  war  zum  Pionierregiment  bestimmt.  Da
man  in  erhöhtem  Maße  mit  Kämpfen  bei  Nacht  zu  rechnen  hatte,
sollten  diese  Regimenter  Scheinwerferabteilungen  erhalten.  Die
26  Feldpionierbataillone  wurden  1912  und  1913  (je  13)  mit  Scheinwerferzügen
  ausgestattet.

Die  Landesverteidigungskommission  wurde  durch  A.K.O.  vom
6.  Mai  1897  aufgehoben.  Nachdem  eine  von  den  10  Festungsinspektionen
  (die  2.)  schon  1890  eingegangen  war,  bestanden  seit  2.  Oktober
  1893  nur  3  Ingenieurinspektionen  mit  7  Festungsinspektionen,
ferner  3  der  Generalinspektion  unterstellte  Pionierinspektionen.
Memel,  Colberg,  Stralsund,  Sonderburg,  Torgau,  Rastatt,  Saarlouis
  wurden  als  Festungen  aufgegeben.  Bei  Posen  wurde  1902  die
Stadtumwallung  links  der  Warthe  aufgelassen.  Seit  1912  war  auch

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#S  Es  wurden  gebildet:  Nr.  18  aus  2./1,  3./2,  3./5,  3./6
Nr.  19  „  3./I4,  3.]  3,  3./11,  3./15
Nr.  20  „  3./16,  3./10,  3./7,  3./4
Nr.  21  „  2./8,  2./17,  3./  9,  3./3
Nr.  23  „  I./5,  2./18,  3./17,  4./2
Nr.  24  „  I./10,  2./7,  3./4,  4./I1
Nr.  25  „  I./19,  2./16,  3./20,  4./21
Nr.  26  „  I./  6,  I.]/4,  2./1,  2./09
Nr.  27  „„  I./8,  I./  7,  I./15,  2./11
Nr.  28  „  I./10,  2.1  5,  3./2,  3.73
Nr.  290  „„  75n2.  2.23,  3./17,  3.|18
Nr.  30  „  I./19,  2./20,  3./21,  3.|24