Full text : Kronprinz Wilhelm. Meine Erinnerungen aus Deutschlands Heldenkampf.

Erfolge  in  der  planmäßigen  Bekämpfung  anderer  Talbefestigungen.
General  v.  Mudra  beschloß  dann,  seinen  Angriff  in  zwei  Etappen  fortzuführen,
  nachdem  die  Truppe  sich  vorher  durch  kleinere  Teilunternehmen
örtliche  Vorteile  für  eine  günstige  Ausgangestellung  errungen  haben  würde.
Der  erste  Sprung  sollte  am  2.  April  der  Wegnahme  des  Caillette-Waldes
und  des  Forts  VDaux  gelten,  im  zweliten  Sprung  am  6.  April  dann
das  Thiaumont-Werk,  das  Dorf  Fleury  und  der  Söhenrücken  des  Bergwaldes
  mit  dem  Fort  la  Lauffée  erobert  werden.  Für  die  erfolgreiche
Durchführung  dieser  weitgesteckten  Aufgaben  erschienen  der  Gruppe  dann
aber  Ende  März  die  Truppen  des  V.  R.  B.  nicht  mehr  befähigt,  In
Würdigung  ihrer  hervorstechenden  Keistungen  sollte  ihrer  Bitte  entsprochen
werden,  die  schwer  erkämpften  Alnien  auch  weiter  halten  zu  dürfen,  bis
der  neue  Angriff  von  einer  ausgerubten  Dioision  durchgeführt  sel.  Da
das  Generalkommando  des  XVIII.  A.  R.  am  30.  März  meldete,  daß  seine
Truppen  bis  zum  5.  April  wieder  angriffsfähig  sein  würden,  wurde  dae
Korps  der  Gruppe  Mudra  zur  eueinteilung  in  ihre  Abschnitte  zur  Verfügung
  gestellt.

Die  inzwischen  ausgeführten  Teilunternehmungen  nahmen  keinen  durchweg
  erfolgreichen  Derlauf.  Am  30.  Ulärz  scheiterte  ein  VDersuch,  das  Dorfeld
südlich  des  Forts  Douaumont  durch  wegnahme  einiger  Gräben  zu  erweitern,
  an  deren  starken  von  unserer  Arttllerie  nicht  zerstörten  Sindernissen.
  Dagegen  brachte  nächsten  Tages  die  I21.  J.  D.  aus  dem  Steinbruch
  nordwestlich  des  Dorfes  Vaux  mehrere  hundert  Gefangene  ein.

[Meinungsaustausch  mit  der  O.  5.  L.  über  die  Fortführung
des  Angriffs  Znde  März  —  Anfang  April.

Während  wir  uns  also  für  neue,  klar  umrissene  Angriffsaufgaben
rüsteten,  traf  uns  am  30.  März  die  Anfrage  des  Generals  v.  Falkenhayn,
wie  die  Fortentwicklung  des  Angriffs,  im  besonderen  auf  dem  rechten
Maas-Ufer,  geplant  sei  und  ob  nach  Meinung  der  in  Betracht  kommenden
Stellen  überhaupt  die  Aussicht  bestehe,  daß  dort  in  absehbarer  eit  Fortschritte
  zu  erhoffen  seien,  bzw.  was  von  der  O.  S.  K.  noch  veranlaßt
werden  könnte,  um  sie  zu  fördern.

In  ausführlicher  Darlegung  begründeten  wir  unseren  Standpunkt
dahin,  daß  wir  nach  dem  bisherigen  Derlauf  der  Kämpfe,  insbesondere

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