Volltext : Spittler’s sämmtliche Werke. Zwölfter Band. (12)

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Aber  dem  historischen  Skeptiker  bleiben  dabei  doch  immer
noch  folgende  nicht  unbeträchtliche  Zweifel.  Petri's  Autoritaͤt
beweist  hier  nicht,  denn  was  Petri  von  Urkunden  wirtembergischer
  Kloͤster  hat,  das  hat  er  alles  aus  Besold.  Liest
also  Petri  irgendwo  anders,  als  Besold,  so  ist  er  vielmehr
nach  Besold  zu  verbessern,  als  Besold  nach  ihm.  Wenn
nun  aber  auch  dieser  Name  Comes  Fridericus  de  Weithemberg
  zu  verbessern  ist,  so  gibt  es  zum  Unglück  für  die  wirtembergische
  Geschichte  noch  mehrere  gräfliche  Häuser,  die  sich
mit  einer  eben  so  leichten  Veränderung  diesen  Friedrich  zueignen
  könnten.  Warum  könnte  es  nicht  in  Werdenberg
verbessert  werden,  oder  in  Fürstenberg  (nach  der  Orthographie
  dieser  Zeiten  Wirstenberg),  oder  irgend  einen  anderen
  der  Namen,  die  mit  dem  Namen  Wirtemberg  die
nöthige  Aehulichkeit  haben.  Vielleicht  sollte  es  Comes  Fridericus
  de  Hohemberg  heißen.  Dieser  Graf  Friedrich  von
Hohemberg  steht  in  einer  Urkunde  *)  Herzog  Friedrichs  von
Schwaben  vom  Jahre  1185,  worin  eine  Sereitigkeit  zwischen
dem  Kloster  Salmannsweiler  und  Grasen  Konrad  von  Heiligenberg
  emtschieden  wird.

Nun  scheint  es  die  beste  Art,  verderbte  Kopien  der  Diploms-Unterschriften
  zu  verbessern,  wenn  man  die  Unterschriften
anderer  gleichzeitigen  Urkunden  mit  denselben  vergleicht.  Bei
einer  solchen  Vergleichung  aber  ist  unter  allen  Grafen  Friedrich,
die  vorkommen,  obiger  Fridecricus  Comes  de  lohemberc  noch
immer  der  passendste;  und  auch  die  Veränderung  zwischen
Hohemberc  und  Weithemberc  ist  nicht  gelungen.“)

*)  S.  Lunig  Spic.  Eccl.  P.  III.  p.  509.

##)  Daß  die  Namen  Hohenberg  und  Wirtemberg  öfters  mit  einander
  verwechselt  werden,  bemerkt  schon  Nauchpar  in  seiner
örtingischen  Geschlechtsbeschreibung  (Wallersiein  1775.  9.)  S.  2: