des Angrliffs trotz zahlloser Hemmnisse, Schwierigkeiten und starker Zumutungen
an die Kraft und Leistungsfähigbeit der Truppen planmäßig
gelangen. Am 8. Februar war auch der Aufmarsch des Geschützmatertals,
dabel rund 160 Batterten schwerer und schwerster RKaliber, sowie der Antransport
von rund 2½ Millionen Artillerie-Geschossen mit 1300 Muni-=tionezügen
im wesentlichen beendet. Dank wochenlanger Maulwurfsarbeit
in kalten, regnerischen Winternächten war die gewaltige Anhäufung
stärkster Angriffsmittel dem Feinde vollständig verborgen geblieben.
Nun kam es noch auf wenige Tage bis zu dem am 12. Februar
geplanten großen Schlage an. Da entschloß ich mich, auch melne Derson
in den Dienst der Ablenkung und Irreführung des Feindes durch eine
möglichst offenkundige Reise nach meinem äußersten linken Flügel zur
Armee-Abteilung Ggede zu stellen. Ich durfte hoffen, daß der feindliche
Nachrichtendienst meln Interesse für die Beschießung von Belfort aus den
Betonständen bei Silleeheim vermerben würde. Meine Anwesenheit konnte
wohl nicht verborgen bleiben, wenn ich die 7. und 8. Ldw. D. über die
Spionenzentrale Mülhausen besuchte. Der Feind mußte es auch erfahren,
daß ich beim linken Flügelmann des deutschen Westheeres den benachbarten
eidgenössischen Grenzposten des dort vergitterten Schwetzerlandes
begrüßte. Auf Ablenkung der Aufmerksamkeit des Gegners nach anderen
Fronten, auf völlige Überraschung bei Verdun kam es an! Wenn wir
schon keinen Ablenkungsangriff im Cberelsaß führen konnten, sollte
wenigstens meine Anwesenheit dort und das Schießen neu auftretender
schwerer Kaliber den Eindruck eines bevorstehenden Angriffs hervorrufen.
Das steigerte unsere Aussichten bei Derdun und die tatsächliche und
moralische Wirkung unserer Marinegeschütze, die um Bois de Warpremont
und nördlich Koison gebettet standen. Sie hatten für den Angriff Stadt
und Zitadelle Derdun sowie die Bestreichung des Zöhenrückens vom
Raben-Wald zum „Toten UMann“ auf dem Westufer der Maas zum ziel.
Am II. JFebruar erließ ich folgenden vom 12. datierten Befehl:
Nach langer Zeit zäher Abwehr ruft uns der Befehl Seiner Majestät
des Raisers und Rönigs zum Angriff!
Seien wir von dem Bewußtsein durchdrungen, daß das Vaterland
Großes von uns erwartet! Es gilt unseren Feinden zu zeigen, daß der
eiserne Wille zum Stege in Deutschlands Söhnen lebendig geblleben ist,
und daß das deutsche Seer, wo es zum Angriff schreitet, jeden Wider-172