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kel Boleslaus III., mit seiner schwachen, getheilten Macht der
Preußen sich nicht mehr erwehren konnte, rief er die Deutsch-1226
berrn herbei, schenkte ihnen Culm sammt dem zugehoͤrigen
District und all das Land, das ihre siegreichen Waffen dem
Feinde entreissen wuͤrden. Dies war eine Huͤlfe, die bald der
Herzog von Masovien eben so zu bereuen Ursache hatte, als
die Preußen selbst in kurzem erfuhren, wie unerbittlich der
Deutsche Sieger sey.
Doch gegen Ueberschwemmungen der Art, wie die Mon—
golische war, haͤtte keine Vereinigung und keine Hülfe retten
konnen. Der wilde Schwarm trieb sich unwiderstehlich
fort bis an die Oder hin, und siegte bei Schidlo, und erfocht
bald einen zweiten noch größeren Sieg bei Lignitz und verheerte
ganz Schlesien und Mähren.
Boguphali (B. von Posen) Chronicon Poloniac in Somcrsber.
gii Scriptt. rerum Siles. T. I. p. 60.
5. Endlich aber seit dem Ende des dreizehnten Jahrhunderts
vereinigten sich die Herzogthümer unten an der Wartha
und oben an der Weichsel. Durch die Union der Fürstenthümer
von Posen und Kalisch entstund unten an der
Wartha die erste feste Masse von Großpolen, und diese
kam nun fortdaurend unter eine Regierung mit dem, was
sich seit langem schon, oben an der Weichsel (Kleinpolen),
als ein eigenes großes Fürstenthum gebildet hatte. Beide
Kernmassen, deren jede künftighin noch viel Land an sich
ziehen mochte, waren also endlich da, und hatten sich, unbeschadet
ihrer in dividuellen Verfassung, zu einem
Herrn vereinigt. Seit daß sich auch damals Wladislatv
Lokietek feierlich zu Cracau als König hatte kroͤ-nen
lassen, blieb nun auch die koͤnigliche Wuͤrde ununter—
brochen.
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