Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

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ganze  Proposition,  die  von  den  dreien,  zur  Negociation  bestimmten
  Reichsräthen  bei  diesem  Plenum,  das  den  11.
Sept.  am  bestimmten  Ort  war,  übergeben  wurde,  blos  in  ein
paar  Zeilen  bestund,  der  König  sammt  dem  Reichsrath
  wünsche,  daß  eineleidliche  allgemeine  Consumtions-Accise
  verwilligt  werden  moͤchte  ?).
Noch  kein  Detail,  was  und  wie  hoch  jeder  Artikel  ungefähr
  belegt  werden  sollte.  Die  Reichsräthe  konnten  wohl
wissen,  daß  gleich  beim  Namen  General-Consumtionsaccise
Adel  und  Bürgerstand  gegen  einander  aufsteigen  würden.
Hatte  man  nicht  Lust,  die  Partheien  unter  einander  sich  zu
nichte  zanken  zu  lassen,  so  hätten  die  Reichsräthe  sogleich
einen  Plan  vorlegen  mössen,  wie  viel,  ihrer  Ueberzeugung
gemäß,  bei  der  neuen  Accise-Ordnung  jeder  Theil  dem  andern
  nachzugeben  habe.  Aber  sie  selbst  gebörten  zur  Parthie
des  Adels,  und  der  Adel  schien  den  Grundsatz  zu  haben,  vorläufig
  nichts  anzubieten,  sondern  nur  so  viel  geben  zu  wollen,
als  die  übrigen  Stände  ihnen  abzudrängen  vermochten.
Daher  nahmen  auch  die  von  Adel,  die  bei  dieser  Plenums-Versammlung
  waren,  den  ganzen  Vorschlag,  wie  es  schien,
ziemlich  ruhig,  blos  auf  Hinterbringen,  aber  der  Bischof  oder
Superintendent  von  Sereland  D.  Hans  Suane  und  der  erste
Bürgermeister  von  Coppenhagen  Nansen  fielen  sogleich  mit  der
Rede  ein:  „Das  natürlichste  wäre  wohl,  daß  der  König  vor
allen  Dingen  sich  in  den  Besitz  seiner  Domainen  setzte,  und
alles  künftighin  dem  Meistbietenden  verpachtet  würde,  aus-*)

  Gebhardi  in  seiner  sonst  so  genauen  und  vortreflichen  dänischen
  Geschichte  sagt  (S.  158):  gleich  in  dl.eser  ersten
Proposition  sev  der  Adel  ausgenommen  worden.
Dies  widerspricht  aber  den  Nachrichten,  die  sich  im  Journal
des  Nyborgischen  Stadt-Deputirten  bei  Riegels  S.  30  finden.