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So recht entschlossen war damals der dritte Stand dem Geiste
seines Korps treu geblieben!
Dieser Geist aber, den damals weder der Daͤmon des
Ehrgeizes, noch der Raubgier trieb, mag wohl auch eben so
bei der Abfassung der Ausschußmandate gewacht haben, wie
er gegen die Anmaßungen der höheren Stände sich zu schützen
suchte. Es muhte vorgeschrieben werden, welche Rechte der
neue siändische Ausschuß im Verhältniß zu den siändischen
Kammer-Adminisiratoren haben sollte, und wie weit er in
Verwilligungen gegen die Landesregierung gehen durfte, ohne
erst den Konsens der übrigen Städte und Aemter oder cines
allgemeinen Landes-Konvents zu erwarten.
Dieser letztere wichtigere Theil des Ausschußmandaké, der
nothwendig auch einen Theil des ersteren begriff, ergab sich
aber von selbst, sobald man nur den Zweck bedachte, um dessen
willen diese Ausschuͤsse errichtet worden waren. *)
Bloß fuͤr Nothfälle sollte durch sie gesorgt werden.
Zwar gab die Noth, wenn wahrhafte Noth drang, schon der
Regierung selbst ein Recht, das nicht erst durch die Beistim-„Noch
die vier von der Landschaft, so zur Regierung
des Kammerguts verordnet werden, zue unterhalten.“
) Es versteht sich von selbst, daß es freilich sicherer und besser
waͤre, wenn wir die Urkunde des damaligen Ausschußmandats
gedruckt haͤtten. Aber man müßte alle Geschichtforschung aufgeben,
wenn man erst Alles im Druck sehen wollte, was man
gedruckt zu haben wuͤnscht. Wer auch bei dem reichhaltigsten
Archive sitzt, kann doch selten eben der historischen Argumentation
entbehren, die man bei jeder fragmentarischen Geschichte
anwenden muß. CDie hier erwähnte Urkunde ist nun zedruckt
in Paulus Sophronizon, Bd. 1, H. 4, S. 90 ff.)