Volltext : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1815. (10)

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ssc  nicht  elner  noch  kleineren  Maas  bedlenen,  und  somit  das  Publikum  höher  belegen,  als
sie  selbst  belegt  find.

Wir  haben  zu  dem  Ende  s.  d.  15.  Februar  181  5.  eine  neue  Ordnung  für  die  Elchung
  und  Pflechtung  der  Ausschank=  und  Trinkgeschirre  verfassen  und  bekannt  machen
lassen,  auf  welche  hier  mit  dem  Anfügen  zuräckgewiesen  wird,  daß  sowohl  die  Umgelder
selbst  als  die  Umgelds-Visitatoren  auf  dle  genaue  Beebachtung  jener  Ordnung  ein  aufmerksames
  Auge  zu  richten,  und  wenn  fie  bei  einem  Wirthe  unrlichtige  Ausschanks=  und
Trinkgeschirre  finden  sollten,  solche  sogleich  zur  Hand  zu  nehmen,  und  wohl  gepact  und
versiegelt  an  das  Ober-Amt  zur  weitern  Untersuchung  einzusenden  haben.  «

H.25.
Axverkauf  und  anderer  ausserordentlicher  Abgang.
Da  nur  derjenige  Theil  des  Weins  umgeldsfrel  gelassen  werden  kann,  wovon  uskundlich
  nachgewiesen  wird,  daß  er  nicht  durch  den  Ausschank  verwerthet  worden  sep;  so  kann

4.)  als  Axverkauf  im  Großen  nur  dasjenige  angenommen  und  frei  gelassen  werden,  was
in  Gegenwart  des  Unterumgelders  und  Unterkäufers  abgefaßt  werden  ist.  Jener  hat
hiebei  die  Ob=  und  Resignation  zu  besorgen,  das  verkaufte  Quantum  zu  unterfuchen,
  und  mit  dem  Namen  und  Wohnorte  des  Kdufers  und  dem  Tage  des  Verkaufs,
  auch  der  Nummer  des  Fasses,  aus  welchem  der  Wein  genommen  worden,
in  sein  Kellerregister  einzutragen.

2.)  als  Hefe,  Trübweln,  Schne  tc.  kommt  nur  dasienige  in  Betracht  und  Abzug,
wovon  sich  der  Umgelder  durch  eigene  ##nscht  und  Nacheich  überzeugt  hat,  daß  es
zum  Abbrennen  wirklich  verwendet,  oder  en  gros  verkauft,  oder  als  völlig  unbrauchbar
  ausgeschüttet  werde.

In  Beziehung  anf  die  Hefe  von  neuem  Weine,  ist  noch  besonders  zu  bemerken,
baß,  da  die  Trübelch,  welche  in  einem  Zusatze  von  7  Maas  auf  den  Wärttembergschen
  Eimer  Welnmost  bestehet,  dem  Wirthe  zu  seiner,  nach  der  Helleich  berechneten
  Einlage  in  Aufrechnung  kommt,  als  Maximum  des  Hefe-Erzeugnisses  ebenfalls
  nur  7  Maas  auf  den,  Eimer,  dergestalt  in  Anrechnung  gebracht  werden  dürfen,
  daß,  wefin  sich  in  der  Wirklichkeit  weniger  Hefe  ergiebt,  es  bei  dieser  gerindern
  Quantität,  im  entgegengesetzten  Falle  aber,  beim  Matimum  seln  Verbleiben  hat;

3.)  bei  entstandenem  Ungläcke,  wenn  entweder  der  Wein  aus  elnem  schadhaften  Gefüße
  ausgelaufen,  oder  derselbe  umgestanden,  ist  auf  der  Stelle  der  Umgelder  mit
einer  weitern  Urkunds-Person  zu  rufen,  und  von  denselben  die  Ursache  des  Ungläcks,