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Se. Königl. Majestät haben zu Unterstuͤzung Allerhoͤchstdero Unterthanen
in den Hofkammerlichen Orten, welche durch die so 9 8 Hoͤhe der
Preise am meisten leidben, uud namentlich welche entweder gar keine, oder doch
nicht so viele Fruͤchte —g’ haben, um davon leben zu können, die betrcht-
liche Summe von 2000 Schfft. Dinkel in dem Gnaden-Preiß von 8 fl. per schffl. und
mit Borgfrist bis Martini allergnädigst auszusetzen geruht.
An diesem Quanto Dinkel haben die Unterthanen, in dem Kameral-Amés-Be-
zirk Lauffen am Rekkar 400 Schffl. angewiesen bekommen, welche ihren allerehrenbie-
tigsten Dank, sowobl dafür , als für die kurz zuvor gegen dem mildesten Wieder-
Ersat empfangene Sommer-Saat. Früchten vor den Thron ihres allergütigsten Lau-
des-Vaters legen. Lauffen den 12. May 33:7. Kdnigl. Kameral-Ame.
Sb#ods n Von der unkerzeichneten Stelle können nun die Preis= ettel Über die in der
b#esigen Königl. Gewebr-Fabrik auf den Verkauf gefertigte Gegenstände, nach Verlangen abgegeden
werden. Den 14. Mai 16.:7. Verwaltung der Königl. Gewehr,Fabdreik.
Winnenden. Nach Allerdschster Verordnung vom 7. vorigen Monats, wird die bisberige
Wohnung des Kameral. Beamten, das vormalige Oberamtei-Gebaͤude nebst Zugehoͤr, an den Nse
bietenten, unter Vorbehalt der Genehwigung, verkauft werden. Oieses bei dem hiesigen obern
Tbor an der frequenten Straße nach Schorndorf stehende, zu einer Wirthschaft und einem andern
Gewerbe, auch besonders für einen Privatus tangliche Haus ist 04 Schuh lang, 48 Schuh breik, zweis
sKtokigt, und hat einen mit einer Mauer umschlossenen Hof, worinnen sich ein Waschhaus, mit einem
Bakofen darin besindet. Unter dem Haus befinden sich 2 abgesonderte Keller, wovon der eine 250,
der andere 120 Aimer fassen mag, und lezterer vorzüglich gur und auch als. Bierkeller zu gebraucken
ist. Im untkern Stock sind zwei, durch einen Osen heizbar Zimmer, 1 weiteres Jimmer, : Kam-
mer, 2 Holz-Magazine und ein gerdumlger Oebrn. Im obern oder zweiten Stok ist auf der einen
Seite die Wohnstube, s von dieser in einander gehende Zimmer, und eine Ekstube gegen Mirtag
auf der andern Seite 2 Gast-Zimmer, : Kuch, „ Speis= und : Magd-Kammer, und gegen Mit-
tag oder gegen dem Garten ein großer Saal. Der heizbaren Zimmer fsind im ganzen 0 und der
Osen 6 auf der Bübne sind „ Stube, 4 Kammern und geräumige Böden. Die zum Haus gedöri-
gen Pferd und Rindvieh= Stallungen stehen unter einem Dach in dem geschlessenen Hof, inner-
dalb dessen auch ein Brunnen ist. Der binter dem Gebäude liegende Garten balt r# Viertel
Nutden 48 Schuh im Meß, und ist sewobl zum Versnügen, als ouch zum Nutzen angelegt. Zu
diesem Verkauf ist Freitag ver :3. Junil dieses Jahrs anderaumt, wozu die Liebhaber gedachten
„Tags, Vormistags 0 Uhr, in dos Gebude selbsten, wo solcher vorgenommen werden wird, einge-
laden werden, inzwischen aber jene zum Berkauf bestimm#t Gegensänte täglich beaugenscheinigen,
anch die näheren Verkauss-Bedingungen bel der unterzeichneten Stelle einsehen können. Den te.
Mai 1647. Koͤnigl. Kameralamt.
Gotteszell. Am Samstag den 37. d. M. Vormittags 9 Uhr wird bey der unterzeichneton
Bemtung die Lieserung des, in dem Rechnungs-Sauf 2c. 16,8 erforderlichen Butters zum Schmalz=
Anssieden und zum Verbrauch im öffentlichen Abstreich veraccordirt werden. Es werden daber die
Liebhaber biemit eingeladen, an gedachtem Tage zur beflimmten Stunde mit obrigkeitlichen Verms-
gens, Zeugnissen versehen, dahier dev der Verhandlung sich einzusinden, wo sie sedann das Weitere ver-
#ehmen werden. Den J. May 1677. K. Zuchtbans Pfleg-Amt.
Nergentheim. Die auf den as. Many angekündigte Verpacktung der herrschastlichen Mat#-