Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1819. (14)

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V.  Von  der  Dienstzeit  und  der  Entlassung.

Art.  38.

Die  Dienstzeit  der  Eingereihten  ist  bei  allen  Waffengattungen  auf  6  Jahre  festgießt,
  wenn  nicht,  nach  den  weiter  unten  folgenden  Bestimmungen  (Art.  47,  43,  572),
erlängerung  der  Dienstzeit  zur  Strafe  erkannt  wird.

Während  eines  Krieges  kann  jedoch  der  Entlassung  nicht  eher  Statt  gegeben  werden,
  als  bis  der  Kriegsstand  durch  neugusgehobene  und  im  Waffendienst  hinlänglich
unterrichtete  Mannschaft  wieder  vollzählig  gemacht  ist.

Vor  abgelaufener  Dienstzeit  finder  Entlassung  nur  wegen  erwiesener  Gebrechlichkeit
  und  ausnahmsweise  alsdann  Statt,  wenn  einem  bereits  Eingereihren’  aus  dringenden
  Gründen  gestattet  wird,  einen  andern  Mann  für  sich  einzustellen  (Art.  34).

Uebrigens  sollen  zu  Friedenszeiten  die  Eingereihten  nur  solange  bei  den  Fahnemt
behalten  werden,  als  zu  ihrer  militärischen  Ausbildung  nöthig  ist,  und  das  Bedärfnifßt
des  Dienstes  fordert.

VI.  Von  Abwesenden,  Ungehorsamen  und  Selbstverstümmlerm.

Art.  39.
Von  denen,  welche  bei  Ziehung  des  Looses  nicht  erscheinen.
Für  diejenigen,  welche  bei  der  Ziehung  des  Looses  nicht  erscheinen,  soll  das  Looch
durch  ihre  Eltern  oder  Vormönder,  und  in  deren  Ermanglung  oder  Abwesenheit,  durch'
den  Vorstand  der  Gemeinde  oder  eine  andere  obrigkeitliche  Person  gezogen  werden.

Art.  40.
Von  denen,  welche  bei  der  Aushebung  nicht  erscheinem:

Derjenige,  welcher  bei  der  Mushebung  nicht  erscheint,  soll  außer  dem  Fall  notorischer
  Untüchtigkeit  (Art.  15)  einstweilen  für  diensttüchtig  angenommen,  und,
wenn  keine  sonstige  Befreiungsgründe  für  ihn  nachgewiesen  werden,  nach  Maßgabe
feiner  Nummer  zum  Kontingent  oder  zu  dessen  Ergänzung  vorläufig  bezeichnetr
werden.

Art.  41.
1.)  Wenn  sie  ein  gesetzliches  Hinderniß  nachwelsen.
Wenn  ein  zum  HKontingent  oder  zu  dessen  Erzinzung  vorläusig  Bezelchnereru


durch  ein  gesetzliches  Hinderniß  abgehalten  worden,  bei  der  Aushebung  zu  erscheinen,
so  hat  er  solche  sobald  als  möglich  und  jedenfalls  noch  während  der  Kreig-Rekru'