und Felertage).
monallich 90 Psenulg. Jür Poslabonnenten:
Der „Rosenhelmer Anzelger“ erlcheinl läglich nachmillags 4 Uhr mit 2
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FCernsprecher: Verlag und Redalklion Nr. 5#:2, Inleralen-Ablellung Nr. 25.
Inenahme der Gonn-Baus
14 Viennig monallich.
Numumer 84
Der Fall Clemenceau.
„Der Fall Clemenceau“ ist ein tragisches und
doch wieder amüsantes Stück. Wir kennen es auch
on der deutschen Bühne. Schwerlich hat sich
*i Dumas der Jüngere, sein Verjasser, aber
jemals träumen lassen, daß Frankreich einen aneren
Fall Clemenceau durchmloften haven weri.
der weniger amüsant. aber unendzich tra-Lisc
fur das Land sein wurde. Denn der neu
é5 ull Clemenceau bedeutet doch nichts weniger
und nichts mehr alo Frankreichs Auslieferung
an die englischen Ziele und den Zusammenbruch.
Es sind viele, die mitgewirkt haben an dem
Sschauspiel, das Frankreich heute bietet. Delcasse,
Millerand und andere, deren Augen verblendet
in das Vogesenloch stierten, bis die Rettung von
ei Nussenheere käme'und vom Her und vonder
ltle der Engelländer, „deren Rücken“ puch
7* . illers Wort in der Jungfrau von Orleans
niemals ein Franzmann in der Schlacht geschaut
üat., Nun scheint es aber, daß der Franmam
doch allmählich dazu kommt, des Engelländers
Rücken zu schanen, nicht vor dem sranzösischen,
sondern vor dem drutschen Schwert, das nach
ßuem Meere deutel!
Bis es aber dazu lommt, Uerd Frankreich roch
c#n5an tausend neuen Wunden bluten müssen, u# weil
lich auf englische Hilfe verliesf, statt die Friei
..-hand anzunehmen, die ihm jüngst wieder geboten
war. Und daß es dies nichl tat du einer
rit. wo es noch glimpflich wegkam, dankt es
umeist seinem letzten Mohilaner der Engländerfreundschaft,
Clemenceau, dem lehzten, der in rühmiinder
Treue über den Tod hinaus am letzten
PFillen seines Koniglichen Freundes Sduards
II. festhält. Sie sind alle abgetreten von der
Kuhne in jener Komödie der Irrungen: Eduard
er Konig. Hartwig der Narr. Sir Edward der
#auc. und Theoplil D olca'se. detr ar usmerdieer.
Neben seinem vielgeliehten- Laihringer
areunde Herrn Naimond Poincare sieht noch,
Lu die letzie Säule in Uhlands Schloß am Meer
erinnernd, le vieur tigre, Clemencean, dem
,Frankreich in einer dunllen Stunde die JZügel
cer Regierung überlassen hat.
Wollen wir ihm das Horoslop stellen, ihn
mit saulen Eiern bewersen, damit er von der
Bühne abtrete. was aber belanntlich Schaufnieler
seiner Gattung nur im standhaften Weilerspielen
der Heldenrolle verharren läht'?
O nein! Was sollen auch fanle Eier einem
Mann, dem der Panama-Geruch selbst nicht übel
bekommen ist. Er hat es ohnedies saner genug,
ken „Fall Clemenceau“" zu Ende zu spielen.
T D####s#é Stimmung brütet in der Kammer: englische
Ofsiziere werden in den Straßen von Paris
bereite angepöbelt; mit Farbigen und Amerilanern
muß „der alte Tiger“ bereils die Erregung,
die in der Hauptstadt gegen ihn herrscht,
aumterdrücken. Die Abneigung gegen ihn und gegen
England, das seinen letzten Verbündeten
ebenso im Stiche läßt, wie seine ersten, die Bel-Nier,
die Serben, die Rumänen, wächst lawinenartig
im französischen Heerc, und die Gespenster,
die Clemenceaus Zelt umlagern, brauchen leine
Verbrüderung mit Menschen von Fleisch und
Blut. Sie wollen und werden allein und ohne
Störung ihr Werk verrichten.
Der Kabelgruß Clemenceaus an Lloyd
George, daß er auf die britische Stütze vertrauend,
des „Uebermorgen“ gewih sei, hat sie
aber lachen gemacht. Denn sie wissen bereits.
daß der Mann selbst,. wenn auch vielleicht
noch nicht sein „Morgen“, so doch unter dem
Fluche seines Landes sein „Uebermorgen“ findet,
ber auf die falsche Karte gesetzt hat, die einem
betrogenen Volk das Spiel verliert.
Oyaurtschlag auszuholen. D99
lleberraschung in ihm ja bei den verfloisenen
natürliche und künstliche
Gaasenstein & Logler, II.-O
Die einspalllge Pelltellle lm Anzelgent 1. kollet 15 Plg., die Peli 46ru%
Die Annahme von #zei ven. Trln#en
, Kaleuhein. inur nchen.
Schius der I##nzeigen- Ann EIII
imm Leklameleil 40 Ps.
dlen-Erpedltlon
EIIII
:;d Beilagen erkolgt d.
Nictuberg.
Aumlliches Publikallons-Organ
De#nerstag, 11. April 1918
Ein Vorstoss am La Bassee-Kanal:
Deutsche Truppen sind dort in englische und portugiesische Stellungen
eingebrungen. — 6000
Engländer und Portugiesen gefangen, 100
Geschltze erbeutet. — Hefeiger Artilleriekampf zu beiden Seiten der
Somme. —
— FJortschritte am Lee= o. — v. Boehm-Ermolliösterr.-ungarischer
Oberbefehlshaber. — Charkow genommen.
wischen den schlachten.
Auf der nach Süden gerichteten From unserer
Ausfailstellung zu beiden Seiten der Somme
haben unsere Angriffe in den letzten TLagen Raum
agewomen. Umere Truppen haben dabei die
versumpfte Oise überichritten und sind in schneidigem
Angriff über die Alette und den Oise-Aisne-
Kanal vorgeitoen. Couch le Chateau
und die östlich davon gelegenen Orte sind nach
schueren Kämpfen in unsere Hinde gesallen.
Sind das auch sehr beachtenswerte Erkolge, so
muß doch bedacht werden, daß es sich hiebei
lediglich um örtliche Angriffe handell, die
und Basis und verbesserte Ausfallstellungen
für die sommenden Großkämpofe schaffen
sollen, die hinter unseren Linien mit aller
Gründlichkeit vorbereitet werden. Dies verdient
gebübrend hervorgehoben zu werden, weil cs
selbst in Deutschland Leute gibt, die der Ansicht
leben, daß die gegenwärtigen Kämpfe die schwöchlidren
Ausläuser der verebbenden Ofsensive sind.
Man lann also den jetzigen Zustand als den
„zwischen den Schlachten“ bezeichnen.
Hindenburg versolgt die Taku#k, die gegnerischen
Kräfte an möglichst vielen Punkten der
Westfront zu sesseln und Engländer und Franzosen
zur Nersuliklerung ihrer Kampfkraft zu
verleilen. um schliesllich an ungeahener Sielle zum
Manent der
Kämpfen an der Somme glänzend gelungen.
Neuerdings hat er am La Bassee- Kanal
einen Einbruch in die englischen und portugiesiscken
Stellungen vollzogen. Ob es sich dabei
schon um den Hiuuptangrisf handelt, der in den
näch sen Tagen erfolgen muß, oder ob er lediglich
eine der oben erwähnten Nebenoperationen
zur Bindung der feindiichen Kräfie darkellt,
ist aus der knappen Mitteillung des Abendberichles
nicht ersichtlich.
rl
Süd lich der Oise.
* Berlin., 9. 4. Der deutsche Teilangriff
südlich der Oise, der über den Fluß und seine
sumpfige Niederung gegen außterordentlich starle
Verteidigungssrellen angesetzt
war, hat innerhalb dreier Tage den Franzosen
wichtiges Gelände in rund 20 Kilmmeter
Ausbreitung und 12 Kilometer Tiefe entrissen.
Bei dem unter geringen eigenen Verlusten durchgeführten
Angriff erlitten die Franzosen außer
einer Einbuße von mehr ale 2000 Gefangenen
äusterst schwere blutige Verluste.
Die Beschießung v on ompiegne und
5 Genf. 9. J. IJufolge * zunehmenden Artilleriebesct
ießung auf Compiegne wurden die
mililärischen Depots, Kasernen und Anstalten
aus der Stadt entfernt. Es fallen täglich r durchschnittlich
120 Granalen auf Compiegne. Soisons
wird in aller Eile geräumt. Nach einer
Meldung des „Petit Journal“ liegt die Stadt
Soissons seit 46 Stunden unter fortdauernder
deutscher Beschießung.
Das Versagen der englischen Tanke.
Berlin, 9. 4. Nach den ersten Tagen der
grosten Westoffensive sindet die englische Fuhrung
leine Freiwilligen mehr für die Bedienung
ihrer Tanks. Die grofen Verluste der
*
RNosenheimer Tagblatt
Kraftwagenbesatzungen sind daran schuld. Gesangene
englische Tantbedienungen sagen aus,
ihre Wagen seien reine Todesfallen. Sie wurden
falsch eingesetzt und seien zu unbeweglich
und nicht vergleichbar mit den neuen deulschen
Panzerwagen. Es melden sich nur solche Leute
unter der Bedingung. dah ihnen nach einer einzigen
Tanlfahrt vier Wochen Urlaub gewährt
wUird. Die Weigerung der englischen Tanlfahrer
zu weiteren Tankfahrten in verständlich, wenn
man bedenlt, daß allein in den erien Tagen
über 100 Tanks von den Deutschen erbeutet und
daß im Verlaufe der weiteren Kämpfe ungezählte
weilere feindlicke Sturmmagen 5#sammengeschossen
oder zur schleunigten Umlehr ge####ngen
wurden.
Der eriste amerilanische Flieger
abgeschossen
o#l. Berlin, v. 1.
wmurde der erste amerllan#i#sche Flieger abgeschofsen
und lebend eingebracht.
ine neuc Entent-- Konseren:
„Hürich, 9. 1. Mainder Vlüller arei.
ben, daß
neue Beratungen der Alli#erten ersorderlich
gemacht haben. Die alliferten Minister werden
demnäch't zu einer aumserordentlichen Konserenz
zusammentreten.
Wie der, Secolo“ aus Paris meldet, erörtern
die alliierten Herreeleitungen die Frage, ob der
Bes i tz Amiens der sortdauernden Opfer wert
sei. Die fransische Oeffentlichleit forderi die
Verteidigung von Amiens bis zum Aeußersen
und wird von Amerika in dieser Forderung unn
ut Die Lage im Osteu.
Lebensmittellieferungen
kraine.
* Wien, 9. 1. Die „Reich spo#t“ 7*½*“ aus
Kiem: Die Ausfuhr von Lebenemitteln nach
Oelkterreich-Ungarn und Deutschland ist brelte
eingeleitel. JIu Odessa wurden bieher über lausend
Waggon Getreide nach Oe terreich-Ungarn
befördert. Es wurden Militärfeldbahnen mit
Wagen und zweitausend Werst umsassende Eisenbahnschienen
zur Verfügung gesrell, um den Abtransport
moglichst zu erleichtern.
Englische dande#sshesson
r1 die Lust gesprengt.
§* Stodholm, . April. Wier aus- Lelsing:
ors gemeldet wird, weigerte sich die Besavung
der dortigen englischen Schisse, die Handele
flagge zu hissen und sprengte die Fahrzeuge
mit den Lasien in die ult
De Cage in ————
Die Zarin-Mutter bittet um
ösfentliche Unterstützung.
* Rotterdam., 9. 4. Einer Meldung des
„Het Volk“ aus Petersburg zufolge hat die
Die der
die Ereignisse in Frankreich wichtige?
; Regierung vom
n Jn#
frühere Zarin-Mutter Maria Fedogowna, die
zurzeit auf einemn Landgut in der Krim weilt,
den Rat der Molkskommissare ersucht, ihr weilere
Elislenzinittel zu verschaffen. Dieser ersuchte
sie um den Beweis ihres Rechtes aus Umierflützurg
aus öffemlichen Mitteln.
——.
Rumänlen.
endqult: Fri sede ns schlutz
mit Rumunien
s Verlnn, 9. 4. Die „V. J. am Mittag“
ineldel: Staatssekretär von Kuhlmann wird voraussichtlich
heute um formellen Abschlutz des
Friedens init Rumänien nach Bulares abr
Die Kriegsiage.
Ein neuer österr. Oberbesehlsbarer.
Wiec. 9. 3. Nach Bläinermeidungen #ernalm
Frldmarschal. Freiherr Bochw-Erme i den
Oberbefeh! über die ollerr.ungar schen T#
Polllijche RKundschan.
Der Streitumdie Frul druschprämife
beigelegt.
Muünchen, 9. . haben die auĩ Vorschlag
des Reichsschagam:e und der banerischen
Reich Stanzter zur Erna: lung
eines GOulachtens au E rderten Bi
glieder unter dem .
des Reichsjurtizann: es a dahm ##
dan der Auspruch Baverzai#
Der ge
Ven.
Genzern
*
seiner Frühdruschkoften durch des Rein ur dem
. .. qurrlscl afte jahr 1917
An der Westfront "
sachlich gerech:
sei. Hieraus werden die finanz
gen gezogen werden.
Wrone
bkellen NFomerndem
Ioße
Heup#aar##ier.
J. M3t“
vn (Fvraf HDortd
Haurtquartier bedeii
nßn chrero
Kanzlerreise nach
Verltin. “## i. Der
’ufolh u#d ich der Re ich
ling heute abend ins Gr
geben. Sein Aufenthalt
Tage dauern.
hos und Personalnachrichten.
* München, 3. Arril.
Der apostoliiche Nuntius arut
ris¼ken Hose Monfign. Dr. Patelli i: Sonning
Abend aus Jlalien nach Munchen zuruckgelehrt.
Der Zweck seiner Reise war. seine ertrandte Mutier
in Rom zu besuchen, deren Befinden immer
noch Beserge nis erregt.
Mänchener Aeuigkeulen.
München. 1. 7*
Mit Petrolcum buberge'sen u. ich
se lbi angc;zu ender hat sich in Nnud. en in
ihrer Wohnun an der Schleishe#rerftante eine
Kutichere frau. D ". venen ealnnde wurde n schweren
Brandwunden in das Kranienhaue verdracht.
Spiritus ins Feuer gegossen. In
ünrer elterlichen Wohnung an der Oellingerstraße
wollten zwmei Madchen um Allei von 12 Und
6 ZJalren des Taglohners Sechu Faeer irt
Oenu amnachen, um dar Esien zu warmen. Als
das Feuer nicht richtig brannte. gossen sie Sxi--rilus
nach. Es erfolgte eine heftige Erploston.
Beide Kinder erk#ten dabei schwere Vrandwunden
am ganzen Körper.
Bowerische Nachrichten.
Ertrunlken. Die im 75. Lebensjahre siebende
Austräglerswitwme Franzisla Zellhuber
von Simbach wurde im Moosweiher ertrunken
-
Briug' Dein
Geld in die
chmiede der Zukunft
1 Zeichne die
· Achte!