Nummer 114
Aosenhelmer Anzeigẽr
Dienstag, 16. Mai 1916
Bemetksfenerweptverband
——..
Resenheim, 15. Mai.
Die Feuerwehren im Bereich des Bezirksamler
Nobonem sind in einen Verband zusammengeschlossen,
der sich alljährlich zu einer
Vezirksversammlung zusammenfindet. Im vorigen
Jahre tagte er in Brannenburg. heuer
r Niederaschau für die Tagung aueersehen.
Die Versammiung fand am gestrigen Sonntag
fatt. Trotz des Regenmetters war die Zahl
der Teilnehmer überaus groß, ja größer wie bei
rüheren Versammlungen. Sämtliche 65 Welreu
des Bezerles waren vertreten, ein Ergebnis,
lar mit lautem Beifall von der Versammlung
vegrüszt wurde. Und gar viele Wehrmänner
b welche ale Vertreter entlegener Gewmeinden
nach Aschau eilten und selbit vor einem
mehbrstündigen Weg zu Fuß bei schlechtem
Witer nichtt zurückichreckten. Damit fleillen sie
erein Mrllichteiser das cchönfste Jeugnis aus
nd beiundeien gleichzeilig. daß das Interesse
#an der Feuerwehrsache im Krieg, der so viele
Lücken in den Reihen der Wehren gerissen hat,
#*roßer in wie zunor. Der Ernit der Zeit findet
gerude bei den Feuerwehren die höchste Beachiung.
Als
es,
der Bezirksersatzvertreter Herr Bürgeri
ssslcs Tun-Printdieqscrfammlnnqeröffnetemstqroßcspanltsnbinllhauchnzur
post dicht besetzt. In seinen Begrüßungsw’orten
gedackhie er namentlich der Anwesenteit
de: Mitgliedes des Kreisausschusses, Herrn
Seilz aus Traunstein. Dann widmete er warme
Worte herzlichen Gedenkens den Mitgliedern, die
im lchten Jahre aus dieser Welt geschieden
iind, tei.s in der Heimat, teils draußen auf
dem Felde der Ehre in Verteidigung des hei—
uatlicken Herdes. Ganz besonders gedachte er
Hinscheidens des langjährigen Bezirksver-#.
Herrn Apothekers Hagen von Oberörbon-.
für dessen cußerordemlich gegenereiche
und verdiensenolle Wirksamleit im Diensie der
Fenerwehrsache er wärmitre Worte der Anernnd
des dambaren Gedenkens hatte.
im Jahre 1884 war Herr Hagen
Mualied der Wehr von Oberaudors; ein Jahr
spvater wurde er deren Vorfland, seit 1886
zuhrte er da Kommando, 1901 wurde er Be-#ir#usduimitglied
und seil 1910 war er Bezirtsvertretet.
Zu Ehren der Toten erhob sich
die Verkammiung von ihren Plätzen.
Dann widmete Herr Rentmeister Meier von
Aschan den Verwetern der auswärtigen Feuerw##ehren
berzliches Willkomm in Aschau und begrüßte
sie mit einem kräftigen „Gut Heil!“
Herr Bejirksersatzvertreter Haas, Bürgermeister
von Prien. erstatiete dann Bericht über den
Stand der Wehren in den beiden Distrikten Rojenheim
und Prien. Nach seinen Ausführungen
zählt der Beiir Rosenheim 42 Feuerwehren mit
264 Cborgen und 2681 Mitglieder, 61 Saug-
und Druckspritzen, 10 Druckspritzen, 56 Hyrrantenaufsatze,
28 Oberflurhydranten, 118
Unterflurbudranten. 9 Balanzierleitern, 13 me,
chunische Leitern, 63 andere Leitern mit (e-194
Meier gummierte Schläuche, 10550
Hansschiünche uim. Die 23 Feuerweh-Piien
zählen 248 Chargen und
456 Milagiseder. 13 Sang= und Druckssprit-#zen,
5 Drudinritzen, 13 Hydrantenaufsätze,
Oberilurbdranten, 70 Unterflurhydranten, 10
Balanzierleil##en, 10 mechanische Leitern, 27 andere
Leitern mi: Gesteli, 222 Metler gummierie
*7 Meter Haufschläuche usw. Mit
ilntertupungen aus Kreis= und anderen Mitiein
wurden fanf Wehren mit zusammen 350
Marl bedasmn. Ans der Landerunerstühzungs.
lasse wurden 351.75 Marl bewilligt. Die Verjalumlung
wurde darauf hingewiesen, daß auch
im Kriege die Mittel zur Unterstützung aus
Kreisgeldern zur Verfügung stehen. Die Wehren,
rwelche auf Unteritützungen Anspruch erheben,
möchien nicht versäumen, ihre Gesuche möglicht
bald beim K. Beiirksamt einzureichen.
Den Bericht über die Sterbekasse erstattete
der Beimrlksobmann, Herr Kiener-Pfafsenhofen.
Von den 743 Mitgliedern des Bezirkes sind
*45 unter der Fahne, 490 sind zahlende Mitalieder
und 13 Mitglieder sind wegen zurückgelegten
75. Lebensjahres nach 8§ 1 8 der Satzugen
beitragsfrei. Im Jahre 1915 sind 15
Mitglicder der Sterbelasse gesiorben. Die an
die Hinlerbliebenen ausgezahlte Sterbetumme
betrug 5020 Mark, während die verstorbenen
Mitglieder zu Lebzeiten nur 2173 Mark eingezahlt
haben. Von den Mitgliedern der Sterbekasse,
die im Felde fiehen, sind 6 gestorben;
die Hinterbliebenen erhielten neun Zehntel der
Beiträge rückverqütet. Die Sterbekasse des Landesverbandes
zählte insgesam 4147 Ortomitgliedschaften
mit 117832 Milgliedern. Hiervon
sind 1915 inogesamt 2196 mit eiher Sterbesumme
von 745 535 Mark gestorben, während
879 gefallen find, deren Hinterbliebene
28 062.52 Mark vergntet bekamen. Zurzeit stehen
über 31.000 Mitglieder unter den Fahnen
und im Felde und sind deshalb beitragsfrei.
Die infolgedessen der Kasse entgangene
Beitragssumme beläuft sich auf über eine Vierltel
Million Mark. Im Ganzen wurden bisher
für 35 998 verstorbene Mitglieder über
111: Millionen Mark aufgewendet. Für 1365
gefallene Mitglieder wurden 42 546 Mark an
oter
ren im Bezirt
Beiträgen rückvergütet. Das Vermögen der!
Slerbekasse beträgt über 7 Millionen Mark.
Diese hohen Leistungen, welche in Feuerwehr.
Ireisen sicherlich viel Gutes wirken, werden dazu
beitragen, das Institut immer weiter zu verbreiten
und ihm immer mehr Mitglieder zuzuführen.
Die Ausführungen des Herrn Kiener
waren übcraus sachlich gehalten und sanden)
lebhaften Beifall der Versammlung. Er verwies
auch auf einen Antrag, der aus Neuund
Altenbenern eingelaufen ist und die Nückrergütung
der Beiträge für die gefallenen Mit- .
glieder betrifft. Auch der Vertreter der Neubenrer
Wehr gab dem Antrag noch eine sehr gute
Eipiehlung mit auf den Weg. Er will, daß
an die Hinterbliebenen der Gefallenen mindeens
der volle Beitrag rückvergütet wird. Der
jenige Rückvergütungsmodus sei eine unverdiente
Härte, die befeitigt werden müsse. Die
Versammlung schloß sich einstimmig diesem Antrag
an, und Herr Kiener gab die Zusage,
dein Antrag die mitimmung anderer Obmansc
usten zu sichkern, damit er dam einer
auperordemtlichen cbeneratversamulung nach dem
Kiiese rorgelegt merden kann. Der Bezirksersanrerltreter
sprach Herrn Kiener wärmsten Dank!
für Kassenführung und Berichterstattung aus.
Herr Kassier Guggemoos erstattete dan
Berichl rüber die Neuregelung der Umlagen
für den Landesverband. Sie betragen jetn
2 Mark für je 100 Mann. Herr Seitz-Traunstein
wies darauf hin, daß es in der Begründung
lediglich heiße: zur Durchführung neuer
Auigaben. Diese neuen Aufgaben bedeuten aber
neue Auflagen. Man sollte doch sicher wissen,
wofür das Geld Nerwendung sinden soll. Weiler
wies er darauf hin, daß seit dem Krieg die
Gesuche um Unicritützung aus Kreismilteln
usw. sehr mangeihaft einlaufen, obwohl die
Mittel dafür bereit siehen. Er ersuchte, die seinerreil
beĩanntzugebenden Termine nicht zu rer
säumen und die Einzaben kechizeitig zu machen.:
Zum Schluß der Versammlung sprach der
Vertreter von Eggslätt dem Ausschuß den Dank;
des Bezirtsverbandes für seine Mühewaltung
im ler ien Jahre aus mit dem Ersuchen, auch fernerbin
in eifriger Arbeit für die Feuerwehrsache
wirlen zu wollen. An die Versammlung
richtete er die Aufmunterung zu treuer Pflichterfüllung.
Herr Bezirksersatzvertreter Haas schloß dann
die Versammlung mit dem Wunsche nach einem
baldigen siegreichen und ehrenvollen Frieden.
Dann brachte er noch ein „Gut Heil!“
auf den Protektor de? Feuerwehrverbandes, auf
König Ludwig, aus, in das alle kräftig einstimmten.
Im Anichluß an die Versammlung folgte um
Uhr die Besichrigung der Feuerwehr von!
Hohen= und Niederaschau, welche zu einer gemeinsamen
Uebung angetreten war. Neben den
älteren Mitgliedern Rand auch die Jungmannschaft,
wesche seit Kriegsbeginn eifrig mitarbeitet.
Dam gehört auch der Ingendliche Hornist
Franz Tarer Furtner, welcher seinen 2 Dienst vortrefflich
versieht. Wacker griffen alle bei der
Uebung ein, jodaß alies glatt von statten ging
und die Einwohnerschaft aufs neue die Gewißheit
bekam, daß ihre Wehr auch für den Ernstsall
bereit ist. Zum Schluß sprach Herr Seitz
der Mannschaft die Anerkennung für die eben
geleiitete Arbeit aus. Die Wehr habe zur vollen
Zufriedenheit gearbeitet, für ihre Pflichttreue
in dieier schmeren Zeit habe er nur
Worte der Anertennung. Am Nachmittag vereinigten
sich die aus nah und fern herbeigeeilten
Wehrmänner noch zu kameradschaitlichem Beisammensein.
Möge der Bezirksverband Rosenheim-Land
auch in Zukunmft sich kräftig weiter
entwickeln!
CM##schuicht##.
Rosenheim, 15. Mai.
Auszeichunungen im Felde. Der Unteroffizier
und Offiziersaspirant Franz Hamberger
wurde mit dem Eisernen Kreus. der Unlteroffitier
und Offiziersa#ppirant Mar Ham.-berger
mit dem Militärverdienstlreuz 3. Klasse
mit der Krone und mit Schwertern ausgezeichnet.
Beide traten im September 1914 als
Kriegefreiwillige ein und stehen seit Februar
1915 im Felde. Dem Landwehrmann Georg
Blümel, Obermüller in der Kunstmühle S. Oswald
in Rosenheim, wurde das Eiserne Kreuz
rerliehen; Blümel wurde in der Winterschlacht
in der Champagne im Jahre 1915 verwundet.
Der Schäfflermeister Peter Rinser aus Nosenheim,
Wehrmann im 1. Res.-Jäger-Bat., wurde
mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
ilitärische Beförderung. Charak.
lerisier!. als Major wurde der Hauptmann Anlon
Sibin (Rosenheim) der Landwehr. Infanleric
1. Ausgebots.
Oberbayerischer Schuldienst. Befördert:
Die Lüssebhrerd Anna Aichner in
Rimsting, BA. Rosenheim, ab 1. Mai zur Schulrerweserin
daseise die Hilfslehrerin Ina Bilz
in Albaching, B asserburg, ab 1. Juni zut
Schulverweserin daselbst. Neu ernannt: Der
Kandidat des Lahseschnaienten do Bromberger
von Freising, zurzeit E
Hilfslehrer auf der Alruessernstel In
ber im.
re versammlung. Die gestrige
Versammlung des Valler eins 4
Bräu-am-Anger-Saale lann nach Besuch und.
Verlauf als ein voller Erfolg seitens der hiesigen
Ortsgruppe gebucht werden. Der Redner,
Landtagsabgeordncter Scharnagl München, entledigte
sich seiner Ausgabe in bekannt llarer
und meisterhafter Weise. Sein Thema: „Was
bedeutet der Weltlrieg für des deutschen Volkes
Zukunft?“ hat uns nicht etwa das Biaue
rom Himmel hernnterversprochen. Nein, auf
Grund von Tatsachen und gestützt auf die bisherigen
Kriegserfahrungen, die uns ungeachtet
mancher Mängel und „Kinderlrankheiten“ mit
gewissem Stolze erfüllen dürsen, wies uns der
Referent die Wege für die Zukunft. Die verflossenen
21 Kriegsmonate geben uns ieinen
Crund zu Kopfhängerei und Verzagtheit, son.
dern begründele Hoffuung aus einen endgültigen
Ersolg und einen ehrenrollen gesicherten Frieden.
Am deutschen Volke liegt es nun, durch
rerständnisnolleso Zusammenwirken, durch was.
leres Durchbalten und nicht zuletzt durch Selbst.
Lefinnung und innere Einlehr mil Aufblict zit
Coli diese Zumuitsboffnungen zur schönen
Frucht reisen zu lassen. S:zurmiicher Beifall
lohnte den Redner, dem der Geschäfts führer im
Namen der Versammlung und der Ortegruppe
den wärmsten Dam aussprach. Möge diese
ersammlung ein lleiner Baustein jein zum
gurt zden Werle der Vollserriehung und schulun g.
wie sie der Vollsrerein iur das laih. Deutsch
land auf seine Fahne geichrieben, und möge sicht
die Mit gli #iederzahl der Orlsgruppe Nosenheim
sort und fort erhöhen
Die Ausschankzeiten für Vier. Amt.
lich wird niitgeteilt: e baner. slellr. General.
klommandos haben nn: inehr. in Anbetracht der
herrschenden Bierlnappheit, um für die Ernte.
arbeiten genügend Bier zur Verfügung zu ha.
ben, Ausschanlzeiten enaci etzt, wie dies bereits
in der Beianntmachung über die Abgabe
ron Bier vom 31. März 1916 in Aussicht ge
sielt worden war. Ad 13. Mai 1916 darf in
Gast., Schanl- und Sreisewirtschaften, Vere fus
und Erfrisckungerum en, Fremdenpensionen und
Fiaschenbiergeschäften Bier nur mehr abgegeben
werden an Werklagen in der Zeit ron 11 Uhr
ror# rittags bis 2 Uhr nachmittags und in der
Jeit ab 61. Uhr nachmittags. an Sonn= und
Fesetagen in der Zeit ron 11 Ulmr vormittags
bis 2 Uhr nachmittags und in der Zeit ab
* Uhr nachmittags. Auperhalb dieser A#.-schan#zeiten
darf Bier nur abgegeben werdem
au Arbeiter während der Arbeitspausen (Brotzeiten),
an landwirtschaftliche Arbeiter einschl.
der Unternehmer zu den Erntearbeiten und an#
Reisende in den Bahnhofwirtschaften. Die
Stadtmagistrate der unmittelbaren Städte und
die Bezirksämter können diese Ausschankzeiten.
noch weiter einschränken und insbesondere Ausschanischlußzeiten
sestsetzen, um den übermäßigen
Bierkonsum besonders an den S#n und Feit
tagen lintanzulalten. Auf der anderen Seite
kann den Wirlten an Auoslugsorten non den
Distriltspolizeiberörden für Werktage die Abgabe
von Bier in der Jeit von 1— 9 Uhr nachmittags
an Stelle der Zeit ad 61: Uhr nachmitiags
gestattet werden.
Der Nabattsparrerein Rosenbeim
hielt am 11). Mai im Case Wendl seine diesjäh
rige ordentliche Migiteder Versammiung ab.
Aus dem umfangreiczen Jahre: und Rechen-—
ichaftsberiält i#l zu entnehmen, das- trotz der
is4 weren zeil sich der Raba####relein gul
entmicell hat und dai ## ium das Wort
Duröhalten“ auck in die Tal umgesest wird.
Die Mitglieder#za beträgt 6%7. Die Einnahmen
in der Markenkasse betrugen -'- Ml. gegen
15 80! Mk. im Vorfal re. Die Auegalen de
liefen sich für #0# eingelötte Sz:arbucker auf
23, Ml., gegen 1508 Starb#cher mit Mf.
i im Jatre 1214. JZur Sicherung der Ein
lösung der noch in Umiauf befindlicken Sparbücher
sind bei der (GGewerbeban! Rosenheim
97n Mk., bierron 75011 Mtk. für Kriegsanleibhe.
linterlegt. Die Vereinslaise hatte im Berichts
jahre 821.0688 Ml. Einnahmen und 555.23 Mk.
Auegaden, jo daß ein Aktirret rvon 265.85
Mark verblieb. Hierm lommt der Attivreit vom
Vorjahre mit ———ed sich das
Vereinerermögen auf 651.35 MI. Aus dem
Rechenschaftobericht im leicht eriichklich, daß eine
Befürchtung und ein noch ron mancker Seile
gehegter Wunsch, der Nabattsrarrerein mochte
zu den totgeborenen Kindern gehören. nicht augebracht
isl, daß er rielmehr fur alle seine Verpfüchtungen
rolle Sicherheit gewährt. Die auszuscheidenden
Vorstandemilglieder wurden wieder
einstimmig gewählt. Die Vereinsleitung
setzt sich somit wie bisher zusammen.
Anerkennung für eine wacere Tat.
Die 17 jährige Aufseherstochter Kreszenz Inzinger
in Hochrunstsilze, eine Rosenheimer Bürgerstochter,
hat am 1. August 1915 den Ton.
werksarbeiter Rupert Ruber in Kolbermoor,
der mit seinem Fahrrad in einen rom Negen
angeschwollenen Wassergraben im Moorgrunde
beim Salinengebäude Hochrunsifilze gestucz:
war, mit Emtschlossenheit rom Tode des Ertrinkens
geretict. Für diese mutrolle Tat wurde
der Kreszenz Inzinger die Anerkemung der
Kgl. Regierung von Oberbanern ausgeserochen.
Näharbeiten für das Heer. Dem .
Bezirlsamte Rosenheim wurden auf Ansuchen
3000 Hemdenschnitteile zugewiesen, welche be.
dürftigen, nähsertigen Frauen und Angehörigen
von
riegsleilne ern zugewiesen werden. Die
Abgabe erfolgt sue Herrn 4
aufmann Klep-
per in Rosenheim, Klepperh
Josephplatz Nr. 22, und z
bis 4 Uhr am Donnerstag an Frauen aus
dem Landbezirke, am Freitag an Frauen aus
dem Stadtbezirke Rosenheim. Zu anderer Zeit
erfolgt weder Abgabe noch A#mahme.
Eine Geldbörse wurde gefunden; abzuholen
im magistratischen Geschäftszimmer
r.
K#chüche Jachrichter.
Die Bauernwallfahrt nach Altöt.,
ting fand am gestrigen Sonntag stalt. Rund
10.000 Bauern waren aus dem ganzen rechts
rbeinischen Bayern dem Ruse der Führer des
#ristl. Bauernrereins zu dieser Wallfahrt ge.
solgt. Nur Oberbayern war noch nicht ver.
treien, das wegen des großen Andranges seine
Walliahrt auf Montag und Dienstag verlegte.
Zehn rollgefüllte Erxtrazuge liefen am Sonntag
in Altötling ein. Es war einer der gröbten
Tage, welche Allölling je gesehen. Abends
murde in drei Kirchen Predigt und Segenzan.
dacht abgebalten, nac dem den ganzen Tag
über die Beichtuhle umlagert waren. Tausende
janden bei den Abendandachten in den Kirchen
leinen Plag, sie süllen den geräumigen Markt
plau# in Erwartung der unter freiem Himmel
flatlfindenden Abendr ersammlung. Nach einem
Marienlich sprach zueri Dr. hlittenbauer.
dann Bezirlsobmann hermaier und Benefi.
Fin: Casteiger Moosach. mährend Dr. Heim den
Schluf machte. Seine Rede solen mit einem
Hoch auf König und Kaiser. Wuchtig hallte
dann die Königshymne über den weiten Plat
.[( —
Ein Kriegsschwindler.
münchen. 14. Mai. Der 27 jährige Kellner
Nobert Maynr ron München befand sich bei
Kriegoausbruch in England. Es gelang ihm
noch am 4. August, nack Calais und dann nach
Deulichland zu kommen. In München benüßie
er den Umstand, daß er „Flüchtiing“ war, dazu.
verschiedene Wohlfahrtseinrichtungen zu be.
tirugen. Wicderholt fand er sichs in den Geid#fssräumen
des Vereins für diarDeutschtum
im Auelande ein und erschwindelte sich Geldbelräge
ron 11 Mi. und einen Freifahrtsvor.
weis nas, -e heraus. Bei dem Wohl.
sahrlsausschur des 3. Bezirkes erschlich er sich
43 Ml. Bargeld, Anzäge und Mäsche im Wert
n 1 MI. Auc die Armennpflege betrog er
um 41 Mk., auserdem wurde ihm die h
nungemiele bezahlt. Von der Fürsorgestelle für
Deulsche aus dein Ausland erläelt er ebenfalle
Veldunterstützungen. Mit Schreiben ron Bet.
leibriefen hat er auch Gesckäfte gemacht. Das
verausgeichwiur elle Geld hat er meist verspielt.
die Kleider rerlaufte er. In einem hiesigen Geschäft,
wo# er schlieflich eine Steso gefunden
atte. unterschlug er 155 Mk. und giug slüchtig.
Als er fräter verhaftet wurde, bezeichnete er
seinen eigenen Bruder als den Genuchten. Manyr,
der schon öfters vordestrast i#t, wurde zu 1 Jahr
Cefüngnis und zu 5 Jahren Etrenrechtsveriun
rerurleilt.
us 1. Stock, Maxt
jeweils von 2
“s.
Kunchen. 12. Mai. Der Münchener
alld’iehmartt am Freilag, den 12. Mei
iatie ein Gocianacbe von 2699 Schlach:
tieren. u.id war: Cchien. 77 Bullen. 32
Küf. 25 wuwere 1222 Kälber, 1/0)“
veine, 244 Sckafec und 534 Lämmer, r*
e. Wegen der geringen Zuiuhr war au!
1 Crobriei marl der freie Marktverkehr auf
choben. * Külbermarl haile um rund 2½%
Stück besiete Zuführ als rorigen Freitag. Besehr
lebhafter Nachfrage galten lebende Tien
294 100 Mk. der Zeniner. Der Schweinemark
hatte der Jalll nach das doppelte Angebot al
am Freitag der rorigen Woche. Von dem Vorlrat
hatien nur 17 Stücke dem freien. Mari#
rerlehr unteritanden. Es mußten die nach Ge
wichtellassen gesetzlich jeiigelegten Höch sipreit
von 35.8 148.5 der Zeniner Lebend
gewicht angelegt werden. Der Schafmarkt halu
bessere Zufuhr als an den letzten Markitagen
Bei mütelmäßigem Geschäftsgang lonnte n
unreränderlen Preisen ebenjsalls vollständigo aus
verkauft merden. Es galten geschlachtete Tien
125 bis 170 Mk. der Zentner.
Das Rosenheimer Volkstheater
bot unter Leitung des Herrn Josef Krämer
am Sonntag wieder einen genußeer n Abend
Mit jeinem Volksstüce,Girgl u berl“ ert
zielte es einen brillanten *W* Alle Rolles
waren bestens rerteilt, und durchwegs murd
slott gespielt. Herr Josef Krämer war leine
Rolle als Girgl roll und ganz gewachsent; degutmütige
Sohn des Grashofbauern konmitg i
der Darstellung nicht besser gedacht werden
sein ganzes Wesen und Gebaren war einzig
artig. uch de der Grashosbauer selbst wurde
durch Herrn Math. Ko#- als stolzer, ehrgei#
ger Croßbauer ausgezeichnet gespielt. Undn *
langer Zeit erfreute wieder einmal Her
ulsg Trompeterwastl das Theaterpu um "Z
seinem urwüchsigen Humor und seinem nie val
((1
1
*—