Volltext : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1869. (60)

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Anlagekapitals  dem  Baufonds  zur  Last,  wogegen  diesem  die  inmittelst  etwa  erzielten
  Betriebsüberschüsse  gehören.

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Die  im  §.  17.  des  fünften  Statutnachtrages  vom  13.  April  1864.  enthaltene
  Bestimmung,  wonach  die  Verzinsung  des  Baukapitals  der  einen  Theil
der  im  F.  1.  des  bezüglichen  fünften  Statutnachtrages  ad  1.  bezeichneten  Bahn
von  Halle  nach  Vienenburg  bildenden  Strecke  Aschersleben.  Wegeleben  und  Halberstadt.Vienenburg
  bis  zur  Betriebseröffnung  der  ganzen  Halle-Vienenburger  Bahn
dem  Baufonds  zur  Last  fällt,  wird  dahin  mobifzirt,  daß  die  Verzinsung  des
Baukapitals  der  Bahnstrecke  Aschersleben-Wegeleben  mit  dem  1.  Januar  1869.
und  der  Bahnstrecke  Halberstadt.  Vienenburg  mit  dem  1.  Januar  1870.  aus  den
Betriebseinnahmen  erfolgt.

.  8.

Die  in  9#.  6.  und  7.  des  siebenten  Nachtrages  zum  Statut  rc.  vom
12.  Juni  1867.  bezüglich  der  Emittirung  2c.  der  für  den  Bau  und  Betrieb  der
Eisenbahnen  von  Berlin  nach  Lehrte  und  von  Stendal-Uelzen  auszugebenden
Stammaktien  und  Stamm=  Blrioritätsaktien  enthaltenen  Bestimmungen  werden
dahin  geändert,  daß

a)  den  Inhabern  der  kursirenden  34,000  Stück  Aktien  zunächst  auf  eine  alte
Aktie  eine  neue  Aktie  zum  Parikurse  angeboten  und  demnächst  den  Besitzern
der  sodann  vorhandenen  68,000  Stück  Stammaktien  ferner  34,000  Stück
Stammektien  dergestalt  offerirt  werden,  daß  der  Besitzer  von  je  zwei  Aktien
berechtigt  ist,  eine  neue  zum  Parikurse  zu  nehmen.

Die  Einzahlung  auf  die  erste  Serie  dieser  neuen  Aktien  leittr.  A.
soll  im  Laufe  956  Jahres  1869.,  die  auf  die  zweite  im  Laufe  des  Jahres
1870.  geschehen.

Dee  Aufforderung  zu  dieser  Betheiligung  geschieht  vom  Direktorio
durch  öffentliche  Bekanntmachungen,  welche  in  Veroef  jeder  der  beiden
Aktien-  Emissionen  in  den  Jahren  1869,  resp.  1870.  wenigstens  drei  Mal
durch  diejenigen  Blätter  erfolgen  muß,  durch  welche  statutenmäßig  die
Bekanntmachungen  an  die  Aktionaire  erfolgen,  das  letzte  Mal  mindestens
sechs  nöscchen  vor  Ablauf  des  Jahres,  in  welchem  die  Einzahlung  geschehen
  muß.  «

Die  Aktionaire,  welche  dieser  Aufforderung  binnen  der  gesetzten
Frist  nicht  nachkommen,  verlieren  ihr  Anrecht  auf  die  neuen  Stammaktien.

Die  dadurch  frei  werdenden  neuen  Aktien  werden  für  Rechnung
der  Gesellschaft  bestmöglichst  verkauft.

Die  neuen  Stammaktien  werden  bis  zum  Schluß  desjenigen  Jahres,
in  welchem  die  ganze  Bahn  von  Berlin  nach  Lehrte  für  den  Personenund
  Güterverkehr  eröffnet  ist,  mit  5  Prozent  aus  dem  Baufonds  verzinst,
und  nehmen  von  dem  1.  Januar  des  Jahres  ab,  in  welchem  die  Emission
erfolgt  ist,  unter  Anrechnung  dieser  Bauzinsen  mit  den  alten  Stammaktien,
mit  welchen  sie  auch  im  Uebrigen  alsdann  gleiche  Rechte  haben,  an  der
Dividende  Theil.

—  Der