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der Schule freigegeben würden, keine Einstimmigkeit vorhanden sei;
doch war er der Ansicht, daß es am besten sei, hier den localen
Verhältnissen Rechnung zu tragen.
In gleichem Sinne sprach sich auch Hr. Reichensperger
aus; er empfahl, daß man die localen Gewohnheiten der Bevölkerung
berücksichtigen möge; man könne dies um so eher thun und
brauche es um 6 weniger allzugenau mit den katholischen Feiertagen
zu nehmen, als deren Zahl bei weitem nicht mehr so groß
sei wie früher. An manchen Orten würde die Nichtbeachtung eines
Festtages seitens der Schule, wie z. B. des Fastnachts-Montags in
Cöln, ohnehin fruchtlos sein. Die Regelung dieser Frage könne
ohne Bedenken den einzelnen Directoren unter Zustimmung der
Provinzial-Verwaltung überlassen bleiben. «
Von anderer Seite (Jäger) wurde dagegen bemerkt, daß das
Uebermaß der katholischen Feiertage störend auf den Unterricht
wirke, und eine Regelung dieser Angelegenheit gewünscht werde.
Auch in Betreff der jüdischen Feiertage wurde eine gesetzliche
Bestimmung derjenigen für erforderlich geachtet, an welchen
die jüdischen Schüler von dem Schulbesuch zu dispensiren seien
(Gandtner, Meffert). —
Eine Verminderung oder Erhöhung der jetzigen Gesammtdauer
der Schulferien hatte der Referent nicht fuͤr ein Bedürfniß erklaͤrt,
und auch von anderer Seite wurde ein Wunsch nach Aenderung in
dieser Beziehung nicht geäußert.
Der Vorschtag des Referenten, eine größere Gleichmäßigkeit
und bessere Ordnung in den Ferien dadurch herbeizuführen, daß
hinfort der Anfang des Schuljahres mit dem des bürgerlichen
Jahres zusammenfällt, wurde von vielen Mitgliedern der Conferenz
ansdrücklich und lebhaft gebilligt (Dillen burger, Fritsche,
Gandtner, Gallenkamp, Jäger, Meffert, Kern, Kruse,
Schäfen) und zugleich erwähnt, daß sich bereits mehrere Directoren-Conferenzen
für die vorgeschlagene Einrichtung ausgesprochen
hätten. Gegen den Vorschlag sprach Niemand. Derselbe wurde
von einer Seite vielmehr als so sehr im Interesse der Schule
liegend bezeichnet, daß man rieth, ihn ohne weitere Räcksicht au
andere damit in Zusammenhang stehende Verhältnisse, welche si
der vollendeten Aenderung von selbst accommodiren würden, auszuführen
(Kruse, Gallenkamy).
Hinsichtlich der Universitäten wurde dabei bemerkt, daß sogar
die zu Leipzig, welche sich früher mit Rücksicht auf die Meßzeit
einer derartigen Veränderung wenig güntig gezeigt hätte, derselben jetzt
beizustimmen geneigt sein solle, und daß man um so eher die gleiche
Sustimmung von den preußischen Universitäten erwarten dürfe
Frits che). — Außer den Universitäten würden auch die technischen
hranstalten und die militairischen Bildungsschulen von der vorge-