Volltext : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1823. (18)

321

K  4.

Dem  freien  Ermessen  der  Amtsversammlungen,
  Gemeinde=  und  Stiftungsräthe
  bleibt  es  anheimgegeben,  welchen
der  hiezu  ermächtigten  Bauverständigen
sie  für  jeden  einzelnen  Fall,  oder  für  eine
ganze  Relhe  von  Fällen  zur  Prü#-fung
  ihrer  Risse  und  Ueberschläge  erwählen
  wollen.

Ausgeschlossen  sind  nur  diejeuigen,  welche
  in  demfelben  Oberamtobezirk  ein  zünftiges
  Bau-Gewerbe  treiben.

4.  5.

Die  Mittheilung  der  Risse  und  Ueberschläge
  an  den  zur  Prüfung  ermächtigten
C.  ö.)  und  erwählten  (K.  4.)  Bauverständigen
  geschieht  durch  das  Oberamt
(in  Stiftungssachen  durch  das  gemeinschaftliche
  Oberamt)  unter  Veifägung  der
nöthigen  Erléurerungen  oder  sonstigen  Bemerkungen.


Die  Reoisions  =  Bemerkungen  werden
sowohl  in  den  Riß  oder  Ueberschlag  selbst,
als  in  das  Begleitungs-Schreiben  eingerragen,
  mit  welchem  der  Nevident  die
Aktren  an  das  Oberamt,  (Lgemeinschaftl.
H.  Amt)  zurückgiebt.

K##.

Sellte  der  Revident  den  ihm  zur  Pruͤ-fang

  initgecheilten  Ritß  und  Ueberschlan

für  den  vorliegenden  Zweck  ganz  unbrauchbar
  erachten;  so  hat  er  die  Gründe  dieses
Urtheils  dem  (gemeinschaftlichen)  Oberamt
mit  dem  Antrage  mitzutheilen,  die  Fertigung
  eines  neuen  Risses  und  Neberschlags
zu  veranlassen,

Findet  das  (gemeinschaftliche)  Oberamt
den  Antrag  hinreichend  begründet,  so  hat
dasselbe  in  dessen  Gemäßbeit  die  Mmtspersommlung,
  den  Gemelnde=  oder  Stiftungsrath
  zu  bescheiden,  und  den  hiernach  umgearbeiteten
  Riß  und  Ueberschlag  nochmals
demselben  Revidenten  zur  Präfung  mitzutheilen.


L#v3

Will  eine  Amtsversamwlung,  ein  Gemeinde
  =  oder  Stiftungsrath  in  diesen
oder  irgend  einem  andern  Falle  nicht  blos
die  Prüfung,  sondern  die  Fertigung  des
Risses  und  Ueberschlags  einem  der  von
Staatswegen  ermächtigten  Bauverständlgen
  übertragen;  so  Fleibt  es  ihrem  Ermessen
  anheimgestellt,  ob  sie  denselben  einer
Nach-Prüfung  durch  einen  zweiten  hiezu
ermächtigten  Techniker  unterwerfen  willg.

  8.

Wenn  das  (gemeinschaftliche)  Oberamt
bei  den  Bemerkungen  des  Revibentennichts
  weiter  zu  erinnern  finder;  so  hat
os  den  vevidirten  Riß  und  Ueberschlag  der