Alexander von Kluck,
Generalinspekteur der achten Armeeinspektion.
In die vorderste Reihe der Heerführer, auf die heute das
deutsche Volk mit Stolz und Zuversicht blickt, gehört Generaloberst
Alexander von Kluck, der in seiner nahezu 50 jährigen
militärischen Laufbahn unserer Armee so gewaltige Dienste geleistet
hat, daß er sich das besondere Vertrauen des Kaisers erwarb
und von diesem mit Auszeichnungen aller Art geehrt
wurde. Auch den Adel hat sich Alexander von Kluck selbst erworben.
Er wurde als Sohn des Regierungsbaumeisters Karl Kluck
am 20. Mai 1846 zu Münster in Westfalen geboren, verlor aber
schon im Alter von 18 Jahren, am 11. April 1864, seinen Vater,
der mit einer geborenen Tiedemann verheiratet gewesen war.
Nachdem Alexander Kluck das Gymnasium in seiner Geburtsstadt
absolviert hatte, trat er am 13. Oktober 1865 in das Heer
und zwar beim 55. Infanterie-Regiment auf Beförderung ein.
Schon wenige Monate später hatte er Gelegenheit, als Fähnrich
den Krieg zwischen Preußen und den deutschen Mittelstaaten, den
sogenannten Mainfeldzug, mitzumachen. Unmittelbar nachdem
den süddeutschen Regierungen am 2. August von Preußen in
Nikolsburg ein Waffenstillstand bewilligt worden war, wurde
Kluck am 16. August zum Leutnant befördert. Als solcher nahm
er auch an dem Feldzug gegen Frankreich teil und zeichnete sich
hierbei in solchem Maße aus, daß er das Eiserne Kreuz zweiter
Klasse erhielt, nachdem er in der heißen Schlacht von Colombey-=