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dem konige, das seiner ergsten feind einer gestorben, gluk gewinscht
vnd das es andern, so gut kaisserisch sein, auch so erghen moge,
optirt.! Vnd weyl der konig auch schiken wirdett, als wirst Du
Dich vorigen Deines gelibtten brudern resolutionibus gemes zu erkleren
wissen; dan es schewen die konische den churfurstentagk wie der
teuffll das kreutz. Nhu haltt ich aber vor ein grosse notturfit
I. ksl. M.! vnd des reichs zu sein, das diese sach dahin verschoben
werde.“ Glückwunsch zur angehenden Regierung. Datum Prag den
8. julii a. 1611.
Drs., 1. 8683, Schreiben an Kurfürsten Joh. Georg, f. 12; Or. eigh.
970. Kaiserliche Instruktion für Adam von Trautmannsdorf,
Hannewald und Günterode zur Schickung
nach Dresden.
Auf die Nachricht vom Ableben des Kurfürsten Christian II.
haben wir zunächst Günterode nach Dresden geschickt, haben aber, da
inzwischeu die Trauernachricht bestätigt wurde, gleich darauf diese Gesandtschaft
zur Kondolenz und zur Gratulation beim neuen Kurfürsten
abgefertigt. — Da derselbe gewiss völlig in die Fusstapfen seines Bruders
treten wird, so bitten wir ibn, dass er, da der fostgesetzte Termin des
Kurfürstentags herannaht und die weiter entsessenen Kurfürsten
wol schon auf der Reise oder gar zu Mühlhausen sind, sich alle Mühe
gebe, damit der Tag, an dem uns und dem Reiche so viel gelegen ist,
nicht verschoben oder gar zerschlagen werde und dass er, Kurfürst,
sich dahin begebe; dadurch würde er der ganzen Welt zu erkennen
geben, dass er trotz der eingetretenen Veränderung und des bekümmerten
Zustandes für die Erhaltung unserer kaiserlichen Hoheit und der gemeinen
Wolfahrt sorgen wolle. Damit der Kurfürst sein Amt aber desto
füglicher vertreten kann, übersenden wir ihm einen Lehensindult auf
sechs Monate. Geben auf unserm schloss zu Prag den 9. julii a. 1611.
Nach Ablegung der ersten Werbung sollen die Gesandten vom
Kurfürsten noch geheime Audienz begehren und dabei anbringen: Der
Kurfürst wird gehört haben, dass wir mit unserm Bruder in Verhandlung
stehen; wir wollen ihm daher über den Stand derselben
berichten und ihn um sein Gutachten ersuchen. — Da wir beim letzten
böhmischen Landtag sowol mit dem Ausschreiben als mit der Proposition
und anderem beschwert uud übereilt worden sind und man sich auf unsere
reservierten Punkte schlecht und fast schimpflich erklärt hat, so haben
wir Bedenken getragen, uns ohne Rat und Zutun der Kurfürsten in
feraere Verhandlungen einzulassen, wie dies aus unsern verschiedenen
1 Bodenius berichtet am 9. Juli seinem Herrn: die Kaiserlichen seien
nagen des Todesfalles sehr betrübt, bei den Königlichen spüre man davon
te (Mo,, Entstehung, Fasz. III., no. 26, f. 119; Or. eigh.).
Juli 8.
Juli 9.