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mit dem helm und wehrgehing schlicszt er sich an
cine würdige weng' Schiller Wallenst. Lager 7; in
der Fügung in sich schlieszen, zugleich mit dem Begriffe
des Enthaltenseins (vgl. unter einschlieszen): einen
cinzigen unbeilbarcn fchler, der alle andre in sich
schlieset Wieland Danischm. 43; die summe einer
neuen weltbewegung . in sich schlieszen Nanke
Werke 1, 302; in anderen Verbindungen endendes Glied
einer Kette, räumliche oder zeitliche Fortsetzung bezeichnend:
wohl dem, der seiner väter gern gedenkt,
der . still sich freuend ans ende dieser schönen
reihe sich geschlossen sicht! Goethe Iphig. 1, 3; bis
den furientrupp zuletzt schlieszt — dic verzweiflung!
Schiller Ränb. 2, 1; die ubrigen unteroffziere sind
als schlicszende zwei schritt binter dem ersten glied
verteilt Ex. Regl. 36; refl.: an das haus schlieszt sich
ein garten; an das essen schlosz sich ein tünzchen;
dafür intranf.: ein mäszig feld, daran cin garten
schlieszlit Hagedorn Horaz 181. 4) mannigsach entwickelt
sich der Begriff des Endigens schlechthin; zunächst
von dem Verschließen eines Hauses her, schule,
theater schlieszen; der kaufmann schlicszt sein geschült
um sicben uhr; weiterhin von dem Einstellen
eines Betriebes: die post, der schalter ist geschlosscn,
sonntags schlicszt man die geschäfte; die jagd seblieszen;
— aufhören lassen: sitzung, debatte, vorstellung, werk,
buch, brief, schriftstuck, u. s. w.; er schlosz scinc rede
mit den worten: es lebe der kaiser!; so eben schlicsze
ich eine
früheren konflikt zu schlieszen Bismarck Red. 3, 67;
auch ohne Obj. bei einer Rede, Darlegung: ich schlicsze;
zeitlich: tage der weinlesc, indem sie den sommer
schlieszen und zugleich den winter eröffnen Goethe
Du W. 4; sein leben am stricke schlicszen, vitam une
eluudere Stein bach; er schlosz . ein loben, reich
an tbaten Leuthold Ged. 210; refl.: wo die mark
der tugend sich schlicszt Schiller Fieslo 2, 19; das
jahr schlieszt sich Adelung; intranf.: die rechnung
Sschlicszt mit cinem feblbetrag; als Rechtswort, von
dem Beendigen des Schristwechsels in cinem Prozesse:
dic sy)kofanten hatten in sachen geschlossen Wicland
Abd. 4, 1. 5) schlieszen auch = zur Vollendung, zu
Stande bringen, vgl. dazu abschlieszen 2; frieden, incn
vergleich schhicszen Frisch; gewisse gemeinschaftliche
pakta, dic man geseblossen hat Schiller Ränb. 1, 1;
die allianzen, so diese Doria schlossen Fiesko 4, 6; er
rechnete, spekulicrtc. schlosz verträge Keller Werke
1, 26; einen handel (CF Meyer Nov. 2, 276), bund,
eine wette, freundschaft mit einem (Rosegger Waldheim.
1, 251) schlieszen, u. a. 6) aus Geiskcathhigteie und
das Zusammensügen einer Kette von Wahrnehmungen
zu einem Urteile bezogen, als Wort der Rechtsspr. im
17. Ih. ausgebildet, als gleichbedeutend mit abnemmen,
vermerken, spuren, verstehn, erachten, erkennen, vermuten
von Sattler Orthograpbey 7) ausgejührt; in
der philosophischen Spr., von Chr Wolff schlussen
geschrieben: wenn wir einen satz aus zwei andern heraus
bringen, nennen wir cs schlussen, und die art zu
sehlussen einen schlusz Ged. v. Gott § 310; häufig in
allgemeiner Rede: dasz alle menschen sterben mussen,
belrembdet unser keinen mehr, weil wir es . . ausz
aller tag erfahrung schlieszen Königsb. Dichterkr. 10;
so muszten Sie daraus schlieszen, dasz er mir gleichgultig
würe Bismarck 4, 214; woher schlieszen Sie
das? Goethe W. Meister 5, 6; von cinem auf etwas
anderes schlieszen; da schlicszest du wieder von dir
auf andere Wieland Danischm. 15; mit sächlichem
Subi.: das schlicszt fur mich Lessing Nath. 1,2;
resl.: aus diesem schlieszt sich leicht . Günther
763; — in älterer Spr. auch — bescblieszen, sich vornebmen:
bei sich schlieszen, decern#ere Steinbach.
7) Part. geschlossen als Adj. in einer Reihe sester Verschließen.
. gesebiehte Goethe Wanderj. 1,3; den
Schließanker — schlimm. 392
bindungen, die auf seblieszen 2 und 3 zurücdgehen:
geschlossene jagd, wenn das Nevicr, wo gejagt wird,
mit Zeng umstellt ist, oder wo nur der Eigentümer
jagen darf, geschlosscnes land, auf allen Seiten gegen
den Feind verwahrt, oder solches, in welchem alle Einwohner
zugleich Vasallen und Unterthanen des Landes
herrn sind, geschlossenc zeit, in welcher eine gewisse
Handlung verboten ist, geschlossenes handwerk, worin
nur eine gewisse Anzahl Meister sein dürsen, geschlossenc
wicse, auf welcher nicht gchütet werden dars, geschlossene
gesellschaftt, zu der nicht Jedermann Zutritt hat Adelung;
verschiedene gesellschaften als geschlosscne
körper Keller Werke 6, 176; das geschloszne reiterheer
Ramler 2, 107; geschlosscaer eigenbesitz Freytag
Bild. 1, 56, in geschlossenen dörfern 67, in geschlosscner
schaar ausgezogen 354; ein einheitliches
und geschlossenes werk Erinn. 358; bünme dic geschlossen
stehen Gocthe ital. Reise 1; unsinnlicher:
die idee cines zu engerer cinleit geschlossencn reichcs
Nanke Werke 1, 95; eine geordnete, in sich geschlossenc
verfassung 165; das bild einer geschlossenen persönlichkeit
Freytag Bild. 1, 22. 8) schlicszen, landschastlich
für schleiszen (s. d.) — In Zusammensetzungen:
Schließauler, m. Gabelanker. — Schließbaum,
m. Baum mit dem ein Hasen oder sonst ein Ort
verschlossen wird. — Schließblech, n. Blech das ein
Schloß bedeckt, besonders worin die Offnung für den
Schlüssel ausgeschnitten ist. — Schließhaken, m. am
losse Halen, worein die Falle schnappt.
Schlietzzer, m. der da schließt, besonders das Hans
zum Schutz; Angestellter in Hänsern und Gesängnissen
(Schiller 1, 249); Fem. schlieszerin. — schließlich,
den Beschluß machend, endigend, bei Stein bach
schluszlich, ind#sks, collectivus, bei Frisch als Adj.
und Adv. schlicslich, finalis, ultimus, postkremo,
nobls#sime; in neuerer Spr. gewöhnlich als Adrv.:
schlieszlich will ieh nicht bergen Schiller Räub.
I. Vorrede; wenn wir schlicszlich zum angriff kommen
Bismarck Ned. 15, 174; seltener als Adj.: einen
schlieszlichen bescheid erhalten. — Schließung, (.
Handlung des Schließens, nach den verschiedenen Bed.
des Verbums, mhd. sliczunge.
Schliff, m Handlung und Ergebnis des Schleisenszmhd.
slik in der Bed. des Gleitens, der Abgeschliffenbeit und
des Uberbleibsels beim Schleisen; auch glatte gesährliche
Stelle: wir faren ufk unfalles schlin Brant Narrensch.
108, 118; schars geschlissene Spitze, Schneide Schmeller
(von 1591); später nur in landschaftlicher und technischer
Spr. geblieben, von Campe so ausgeführt, als
Schleisen und Ansatz dazu: einen schliff thun, sowie
entsprechender Zustand: das messer, die schnallc, das
glas hat einen schönen schlifl; bildlich: (den unpolierlen
Steinen verglichene Menschen) denen, um auch schön
zu scin, vielleicht nur schlift und fassung fehlen
Seume Ged. 42; so in jetziger Spr. bäufig: sie
trug noch den ungebrochenen aberglanben vergangener
zciten an sich ohno verfeinerung und sehlifll Keller
Werke 1, 62; den letzten schliff der bildung Sybel
Vorträge u. Anss. 78. Bairisch schlill auch der an
der geschlissenen Schneide beim Schleisen entstandene
Faden, und die speckig, fest und glatt ansgesallene Stelle
in Mehlspeisen und Gebäcken Schmeller (vgl. dazu
schließg).
Schlimm, nicht gut, übel, schlecht; nur boch= und
niederd. Wort, das seinc beutige Bed. aus einer äußerlichen
gezogen hat: ahd. slimb, mhd. slimp, mnd. slim,
lrumm, schräg; abliquus, rarus schlim, slimp, slimpe,
schlimp, slem Dief.; unbekannter Herkunft; die alte
Bed. hat sich auch im älteren Nhd. gebalten: schlämm,
compernis, obliquus, schlemm, schicegkend, rorvs,
ktrumm und schlemm einbin schiegken, raricari
Maaler:; schlem, comperass, der die schenkel einwerts