Manneskraft verhehlen, die durch Ersatz bisher noch nicht ergänzt
waren. Die langen rückwärtigen Verbindungen erforderten zu lhrer Über—
wachung und zur Beobachtung noch ungenommener feindlicher Hlätze ein
großes Menschenaufgebot. Demgegenüber verfügten die Feinde über Eisen—
bahnen, kürzere Wege und alle Silfemtttel des eigenen Landes.
Zu welchen einschneidenden Maßnahmen sich mein Oberkommando
angesichts dieser Verhältnisse bereits gezwungen sah, zeigt der nachfolgende
Befehl an das V. R. 3.: „Der Stand der Verluste in der Front vor
dem Feinde hat es erforderlich gemacht, verfügbare Teile des Rorps auf
westlichem Maas-Ufer auf Tlermont in Marsch zu setzen. Der Rommandeur
10. R. D. hat dazu 5 Bataillone, I Eskadron, 3 Baatterien hergegeben.
Das V. R. R. muß trotzdem seine Aufgabe des Schutzes der rückwärtigen
Derbindungen lösen. Größere Unternehmungen aus Verdun sind für
die nächste Seit unwahrscheinlich, weil die Franzosen alles Verfügbare
nach Südwesten in ihre Stellungen geführt haben werden, wo sie die
letzte Entscheldung erwarten.“
Der 9. und lo. September.
Nachdem so für dae standhafte Aueharren der von der COffensive
Joffree bedrohten Frontteile der Armee Vorsorge getroffen war, verblieb
es für den 9. September bei den an dle Generalkommandoe erlassenen
wWeisungen. Frühmorgens fand ich in Evres beim XKIII. A. N., dessen
verdiensivoller A+ommandierender General v. Fabeck wegen seiner äußerlichen
Rauheit und Strenge von den Württembergern schershaft das „Nreuz
des Südenos" genannt wurde, trotz der schweren Verluste durch feindliches
Artilleriefeuer den brennenden Wunsch der Truppe vor, dein Feinde wieder
zu Keibe zu gehen. Man wollte ihm seine schweren Batterten mit stürmender
Sand entreißen, weil unter ihrem Feuer unsere jetzigen Stellungen auf
die Dauer kaum zu halten waren. Ich lernte diese brillanten, forschen
und zuverlässigen schwäbischen Truppen, die sich an schwierigsten Stellen
immer hervorragend schlugen und jede Aufgabe mit Sicherhelt zu lösen
wußten, in immer höherem Grade schätzen. Vachdem die um 200 nachmittags
zum Armeechef nach Triaucourt berufenen Rorpechefe ihren Vortrag
in gleichem Sinne gehalten hatten, wurde für den 10. September um 330 vormittage
der Befehl zu einem nächtlichen Angriff des XIII. A. R. (einschl.
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