Jugendfürsorge. 5
Alter zu allermeist nur dem Bedürfnis der Verwendung der überschüssigen
Kräfte entspringen, sollten nicht allzu tragisch genommen werden, auch
der Klotzigkeit und Kraftmeierei der Bewegungs- und Ausdrucksformen
ist seitens der Lehrer mit humorvoller Ruhe Rechnung zu tragen.
Versteht aber der Lehrer, seine Jungen in der rechten Weise zu
fesseln und ihren Übermut in die richtigen Wege zu leiten, so hat er zu
seinem Danke auch eine begeisterte Gefolgschaft; denn das ist der hohe
Wert dieser Entwicklungsperiode, daß die in ihr erhaltenen Eindrücke
zu den bleibendsten zählen, die der Mensch empfängt.
Und gerade deshalb müssen die Unternehmer ernstlich dafür Sorge
tragen, daß sie diese Zeit nicht verfehlen, um sich den Nachwuchs der
Arbeiterschaft für ihre Werke zu sichern. Lassen sie ihn sich hier sus den
Händen gleiten, so verlieren sie ihn unwiderruflich für immer — und
dann sollte auch keiner mehr Klagen erheben über die zunehmende
Entfremdung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Wer die Jugend hat, dem gehört die Zukunft.