Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

 

—  —  —

Mummer  ð

Der  sirieg  zur  See.
Neue  U.  Booterfolge.

WVTB.  Berlin,  6.  1.  (Amtilich.)  Neue  U-Bootserfolge
  im  Sperrgebiet  um  England:
8  000  Bruttoregistertonnen.  Von

den  Schiffen  wurde  der  grofte  Teil  an  der  Wenküste
  Frankreichs,  der  Rest  im  Sperrgebret  um
England  versenkt.

Ausland.

Revolutionäre  Bewegung  im
spanischen  Militär.
„  Genf,  8.  1.  Par'ser  Nachrichten  von  der
spanischen  Grenze  berichten  von  einer  Aufstandobewegung
  im  spanischen  Unteroffizierskorpe,
  die  z#  ernsien  Unruhen
  geführt  hat.  Ein  Teil  der  Madrider
Presse  glaubt  Einflüsse  der  Entente  hinter  dem
Putsch  emdecken  zu  können.  De  revolutionäre
Organisation  umsatzte  15  000  Soldaten  und
Unteroffiziere  aller  Regimenter.  1500  Unteroffiziere,
  die  den  Treueid  verweigerten,  wurden
qus  dem  He#r:  ausgestoyen.

.

 

nakneitewersge!  in  Anstraljen.
Melbourne,  7.  1.  Das  Kabinett  KSug
hes  hat  infolge  ber  Fierin,  bei  der  Vollt
abstimmung  über  die  Dienupflichtabgedankt.
Der  Arbeiterführer-  Tudor  uurde  mit  der  Bildung
  des  Munisteriums  braustragt.

Polilische  Rundschau.

 

Ernennung  des  Slaat  Meter  Grs
Wallras  zum  preus.  Minisler.
*  Berlin,  3.  1.  Der  Kaler  ernannte  den

Staatosekre#rä##  des  Innera  Criellerz  Wallr  af
im  Staliemimsster  und  Mit#lied  des  Staatsministersum;.


 

Die  Veratungen  in  Berlin.
§  Berlin.  U.  1.  u  idhsla  inz.  er  Graf  Herilng
wurde,  ure  die  „Voiit  sch:  Zeitung“  erfähr!.

gestern  nachmitleg  vom  Kaiser  in  Aldienz
emgangen.  Eine  geplante  l#u#2e#edung  mit
den  Führern  der  Neschzt#efrallionen  mußte
Graf  Herili  **  ab'agen.  Nach  der  Siung  bes
Gauptanst:.  uises  sand  wiederum  eine
interfralrionell:  Besprechung  siat#.  Sie  war  nur
von  kurzer  Dauer.  Man  war  al  seits  der  Meinung,
  daß  der  Hauptausschuß  sein:  Verhandlun- 



gen  fort#zen  solle,  zimal  ihm  reichlich  Stoff

vorlicge.  An  ·
auch  die  Vertrreler  der  nationalliberalen  Frakiion
teilgenommen.

Derpolnische  Regentschaftorat  beim
Kaiser.

WTB.  BVerlin,  6.  1.  Die  Mitglieder  des
Regentschfterates  des  Könnr  eiches  Polen.  Ministerprälident
  von  Kacharzewsk:  und  die  enderen
Herren  der  polnischen  Delegatton,  sowie  die
Herren  der  Begleilung  wurden  heute  mittag
vom  Kaiser  in  Gegeinwar:  des  Reichskanzlers
und  des  siellnertretenden  Staatsselretrs  des
Ausreãrtigen  Amtes  Freiherrn  von  dem  B  ussche-Hcddenhen
  sen  einpfangen.  Bei  dem  Empfang
richtete  Färst  Labomirski  namens  des  Regentschaftera
  tes  eine  Ansprache  an  den  Keiser,  auf
die  derselb;  erwiderte.

    

Der  Hauptausschuß  des  Reichstags.

*  Berlin,  8.  1.  Die  heutige  Sitzung  des
Hauptausschusses.  -  Neich:  kses  wurde  mit
einer  Ansprach:  des  Vorsi  1  Alg.  Fehrenbach
  crrôffnet,  der  *  au  Mit  Befriedigung
  begrußen  wi#r,  daß  die  Bevöllcrung
von  Finnland  nach  schweren  und  langen
Kämpfen  ihre  Selbändigkeit  errungen  und
diese  die  Anerk  ennung  durch  Ruhland,  Schweden
und  das  Deutsch:  Reich  gefunden  hat.  Wir

 

  

der  Bespreching  haben,  wie  bisher,

 

bringen  dem  Lande  unsere  besten  Gluckwünsche

entge  en  und  hoffen  und  wünschen,  daß  zwr#schen
Finnland  und  dem  Deut'chen  Reiche  gute  und
dauernde  Beziehungen,  insbe'ondere  auch  auf
birtschaftlichem  Geb#ete,  angeknupft  und  gepflegt
  werden.  Nack  diesen  mil  Be  fall  aufgenommenen
  Ausfuhrungen  wurden  die  gestern  abgebrochenen
  Beratungen  fortgesetzt.

Nach  Beendigung  der  Aussprache  über  die

Wirtschaftsbeziehungen  u  Rußund  wandte  sich
der  Hauptausschuß  des  Reichstags  der
Beratung  der  handelspolitischen  Beziehungen
  zu  -  Ungarn  zr.
Auf  eine  Anfrage,  cb  #nd  in  wie  weil  die  Behauptungen
  Dr.  Heims  in  seinem  bekammten  Artikel
  „Eine  schlimme  Voischaß“  begründet  seien,
erklärte  der  Staatssekreiär  .  —  schaflsamtes
  Frlr.  von  Stein  u.  a.:  Die  „Jerhandlung
mit  den  Vertretein  der  eraicher  rungarischen
Regierung  über  die  wirtschaftspolitische  Annähe,
rung  länten  blser  lediglich  einen  vorläufigen
Charakter  gehabt.  E'n:  Entschliebung  oder  Biudung
  der  deutschen  Regierung  sei  noch  in  keiner
Hinsicht  erfolgt.  Beror  eine  Entschliehung  erfolge,
  werde  mit  den  Verkretern  der  beteiligten
Kreise,  also  auch  der  Landwirtschaft  enge  Fühlung
  genommen  werden.  Dies  sei  schon  für  die
nächste  Zeit  in  Aussicht  genommen.  Von  einer
Schädigung  der  Interessen  der  deutschen  Landwirtschaft,
  wie  sie  Dr.  Heim  in  dem  genannten

Artikel  als  volleogene  Tatsache  !s  löme
sanach  nicht  die  Rede  jein.

 

 

Rosenhelm̃er  Anzelgek

————I

Finanzhaushalt.  "

*  München.  8.  Jan.
Peräsident  von  Juchs  eröffnet  die  Sihung
um  4  Uhr,  begrüßt  den  von  seinem  Unfall  genesenen
  rs.  Giehrl  und  gibt  der  Hoffiumg
Ausdruck,  daß  cs  gelingen  möge,  die  Arbeiten

öglicht  rasch  zu  fördern.

DOann  begiunk  das  Haus  die  Beratung  des
(Saushaltes  des  K.  Staatseministeriums  der
Finanzen.  Einschlägig  sind  hier  mehrere  Anträge
  a)  ein  Antrag  Dr.  Hammerschmidt  (Lib.).
der  bezwedt  1.  Ausgleich  der  nachteil.gen  Folgen
  des  Sparerlasses.  für  die  Beamten,  2.  Erhbung
  des  Fahr-,  Zehr=  und  Tagegeldes.  3.
Gewährung  von  Penslonszulagen,  4.  Einrichtung
  von  Beamtenausschüssen  und  5.  rechtzeiiige
Erhöhung  Ver  Teuerungsbeihi  fen  und  deren
Genätrung  an  Beamte  auf  Dienstvertrag;  P

ein  Antrag  Osrwald  (Zir.)  betreffend  Gewäh

rung  von  Kriegslohnzuschlägen  und  Veihilfen  an
alle  in  Staatsbetrieben  Beschiftigten  nach  cin-Teitlicen
  Grundse  ten,  Zusammenfassun)  der
L#stimmungen  und  Anshändigung  derselben  an
jeden  Ve  Sschäftigten:  c  ein  Antrag  Held  (3tr.)
betreffend  entsprechende  Regelung  der  Bezügze
der  in  den  Staatsbetrieben  Beschäftigten  für
die  Zeit  nach  dem  Kr  ege:  den  (Antrag  Bech
(Fr.  Veg.  betressend  S  icherllellung  eines  möglichit
  ckkescmele  gen  Von.  zuges  der  Kriegssteuergesetze
  bei  den  einzelnen  Rentämtern.

„  ½
Amtläge  v  ssend  bessere  Ertlehnung  der  Gelegeul
  zitsarbeiter  in  Staaisbe:  rieben  und  betreffend
  Genu  äl  rung  von  sortlaufenden  Kriegsleuxrungebil#ilsen
  an  Pensionisten  und  deren
nach  den  für  die  alliven  Beamten  geltenden  allgemeinen

  Grundsäten.  Ueber  die  Verbandlungen
  des  Aussdu.  5  berichtet  Abg.  Zetller.
Alg.  Raꝛ  d.  (Ztr.,  zolll  dem  gesamten  Personal

  der  Fi  ahectraltung  alle  Anerkennung
pend  gebt  dann  im  einzelnen  auf  Organisationsfragen
  der  Verk  altung  ein,  nobei  er  u.  a.
Wünsche  auf  Aenderung  und  Vereinsachung  des

Siheigen  Rechnungs=  und  Nertsionswesens,
dann  auf  Bef  seitigung  der  Regierungsfinanzkammern
  und  auf  Aenderunn  des  jehigen  mißin
  en  Geschäftsganges  der  Remämter  vertrirt.

Eine  Zurückeet  zung  des  männlichen  Personals
l  den  Rentämtern  algenüber  dem  weiol.  daif
nicht  vorlommen.  Groß:  Klagen  bestehen  über
den  Vollzug  der  Kriegssteur  rgesetze,  hauptsãächlich
in  landwirtschafilichen  Kreisen,  ebenso  über  die
N#euerlick:  Bewer!ung  des  landwirtschaftlichen
Bodennutzens.  Redner  trilt  schließlich  noch  warm
für  die  Interessen  des  Personals  der  Messungsämter
  ein.

Abg.  Löwened  (2.b.  bemängelt  die  bestehenden
  Nüchflände  in  der  Steuerveranlagung  für
1917.  Die  Rentämter  sind  am  Ende  ihrer  Leistung
  säh  gleit  eng  lingt  und  es  linht  im  Staa's:
intereise  e  baldigit  zu  entlasten.  Die  Forderung
  des-  Porredners  auf  Vereinfachung  des
Revisionswisens  lam  nur  unterstützt  werden.
Redner  Lründct  weiter  nachdrücklich  die  im
Antrag  Dr.  Hammerschmidt  enthaltenen  Forderungen
  seiner  Partei  zugunsten  der  Beamten.

Darauf  ben  nach  8  Uhr  Verlagung  ein.  Weitert.
  ratung  Mitmoch  vormittag  9  Uhr.
an

Finanzausschuß.

In  der  heutigen  Sihzung  des  Finanzausschufses
  beantragte  die  Fiialdemolratscch=  Partei,
den  verheirateten  Beamten  eine
Teucrungszulag:  von  150  Mk.  bei  einem  Einlommen
  bis  zu  3000  Murl  und  von  100  Marlk
bis  zu  einem  Einkommen  von  5505  Mark,  den
Ledigen,  Verwitueien  und  Geschiedenen  100
Mark,  den  Staatsarbeitern  und  Pensionißten
entfrrechende  einmalige  Zulagen  neben  den  vor
Weibnachten  Aurrsschlte.  Beträgen  31  gewäh
ren.  Der  Verbaud  des  Deutschen  Verkehrorersonal:
  lal  geb##ön,  die  Tiuerungszulagen  auf
200  Mk.  bzw.  150  M.  für  die  Ledigen,  wee  in
Preuian,  fesizuseczen.  Finanzminister  von  Breunig
  verh  alt  sich  gegen  dle  Gewährung  weiterer
einmaliger  Zulogen  ablehnend,  stellte  aber  den
Ausbau  der  fortlaufenden  Zulagen  in  nah:
Aussocht.  Der  Finanzausschuh  verwirft  daraufhin
  den  Antrag  Nokbhaupter.  Ueder  denselben
  w#rd  das  Plenum  in  den  nächsten  Tagen
sckon  entscheiden.

Münchener  Neuigkeilen.

*  München,  8.  Jannar.
Unfall.  Am  Starnberger  Bahnbof  geriet
ein  Bahnschlosser  beim  Rangieren  unter  cinen
Wagen,  wodur,#  ihm  ein  Oberschenkel  abgefahren
  wurde.  -
Die  Zunft  der  Kartenschlägerinnen
  kann  immer  noch  nicht  ausgeroilt-t  werden.
Im  Jahre  1917  wurden  durch  die  Polizei  im
ganzen  12  Kartenschlägerinnen  ausfindig  gemacht
  und  abgeurteilt.

Bonerische  Nachüchlen.

Ertrunken.  Der  sechsjährige  Sein  eines

Lengehilfen  in.  Schwaben  fulr  ber
Sueen  in  den  Postweiher  und  uin  un.
ter  dem  Eise.  Rettungsversuche  waren  erfolglos.

 

 

—

 

Verhaslete  Mörder.  Wie  berecits  gezoeldet.
  wurde  der  Gütler  Wurm  erschlagen  und

beraubt  aufgesunden.  Der  Verdacht  richtete  sich;
gegen  den  ledigen  Tapc#ierer  Hösl  und  den  Artisten
  Steiner,  beide  von  Regensburg,  die  sich
am  Tage  der  Tat  in  der  Nähe  des  Tatortes
berumtricben.  Der  Polizei  gelang  es  bald  nach
der  Tat  die  biiden  festzunehmen.  Nach  anfänglickert
  Leugnen  gestanden  sie  die  Tat  ein.  Die
Fnei  Frauenspersonen,  die  sich  in  Begleitung
der  b##iden  Männer  befanden,  und  bei  der  Auosahrung
  der  Tat  Wacke  standen,  wurden  gleichfalls
  rerhaftet.

Der  Kamof  gegen  den  Schleichhandel.
  Die  Polizei  in  Passau  beschlagnahmte  40
Gänse,  Trei  Jentner  Mindsteisch  Kalbsköpse,
Lungen,  Libern  usfm.  die  aus  dem  Wald  nach

i

 

Passau  gebrackt  wurden  und  für  eine  Münchner

Gaststätte  bestimmt  waren.

Auf  sckreckliche  Art  ums  Leben  gekommen
  ist  die  38  Jahre  alte  Taglöhnerin
Marie  Gleich  in  Groblissendorf  bei  Günzburg.
Die  Frau,  Mutter  von  7  Kindern  wollte  am
d.  Januar  in  einer  sogenamten  Brunnenstube,

einem  60  Zentimcter  breten  und  gegen  1  Meter

tiesen  Schicht  Wasser  holen.  Nachdem  sie  den
elsernen  Decel  abnehoben  hatte,  und  am

lnieend  Wasser  schörfte,  rutschte  sie  jm  Schnee
mit  der  rechten  Hand,  auf  die  sie  sich  gelützt

heit  genommen  und  sie  mußte  in  dem  nur
eit  gegarhen  sind  sozialdemokratieche

einmalige

 

hatie,  aus  und  Kürn  #t:  mit  dem  Oberkörper  in
den  Schacht.  Dori  war  ihr  jede  Bewegungesrei-5


Zemimeter  tiesen  Wasser  den  Tod  finden.  Das
üngse-Voden



Bokog.  76.  Jannar  7618

Uebersee,  8.  1.  Eir  ischweres  Unglü
traf  am  Hleufabrelahe  die  nlt  4q
Schlecht,  Nachts  11  Uhr  brach  im  Kause  durch
Klusbrennen  des  Kamines  Feuer  aus.  Tas-Vieh
  und  ctgas  Mob  lar  lonnte  gerct  et  werdon.
  Dem  Bremser  Si#l,  der  dort  in  (miet,
wohnt,  sind  tion  tatlräfligen  Eingreisens  der
Männer  und  Feauen  von  Schlecht,  SGernmupten
und  Hasperdinz,  das  gesamte  Moblkiar  und  200
Mark  Geld  verbrannt.  Er  fuhr  gerade  mit  dem
Güterzug  von  Rosenheim  nach  Salzbarg,  sprang
Leim  Anblick  des  Feuerz  aus  dein  #  uge  und
sah  blos  ndt  sein  Hab  und  Gut  in  Flammen
ausgehen.  Durch  dieses  Unglück  ill  en:  Wilw.
mit  5  unmündigen  Kindern  obdachld  geworden
und  ein  fleihiger  Arbeiler  ist  um  F4i0.  Sparpfennige
  und  sein  Besitztum  gekommen-Kicfersfelden,

  8.  1.  Rotes  Krenz.  Auch
im  4.  Kriestswechnackten  lonnte  es  ruser  Frauen

weigverein  eimöglechen,  sämtlichen  bedrängten
Kriegerfamilien  und  Witmen,  sowie  den  Gr
sangenen  aus  unserer  Gemeinde  durch  Geld
spenden  cine  Il.  Weihnachtfreude  zu  bereiten.
Forner  wird,  dank  großer  Spenden  seitens  der
hiesigen  Gemeindeverwaltung  und  der  Marm.
Justrie  auch  diesen  Winter  tägl.  an  5
Kriegerkinder  gute  heiße  Suppe  verabreickt.

melche  Einrichtung  gut  organisiert  ist  und  vda

25

Söhnchen  der  Frau  verständigte  die

Dois##ewohner,  daß  die  Mutter  tot  im  Brunnenloch

  )  leege.

er  Daul  des  Gesundeten.  Der  dieser
2  in  Wörishofen  versorb.  ne  Privatier  (Oug
Heinrich  vermacht:  der  Gemeinde  62000  Mark
au##  Danlbarkeit,  daß  er  hier  seine  Gesundheit
mriedergefunden  und  seinen  Lebensabend  hier
verlringen  konnte.

Schmarzmehl  im  Gervicht  von  mehreren
Dentnern  nurde  durch  die  Polizei  in  Bamlerg
  leschlagn  mt.  Es  handolt  sich  um  seinstes
  Weizenmehl,  das  in  einer  Mühle  bei  Höchfädt
  a.  A  hergestel.!  worden  ist  und  für  Berlin
Lesiimmt  war.  Die  bisherigen  Erhebungen  lassen
  auf  eine  synematisch  aufgebaute  Massenbamistcrei
  schließen.

Todessturz.  Der  683  Jahre  alte  Bauer
Lanz  aus  Mittieleschenbach  stürzte  vom  Scheunenboden
  ler#unter  und  erlitt  einen  Schädel-Ueuck,
  dem  er  erlag.

Sc,weres  Eisenbahnunglück  in  der

Rheinnsalz.  Vorgestern  nachts  1112  Uhr  ist

zwischen  Kaiserslautern  u.  Homburg  vor  Station
Buchmühlbach  bei  starkem  Schneegestöber  ein

Urlauberzug  auf  einen  Güterzug  aufgefahren.

Von  den  Insassen  des  Urlauberuges  sind
hach  den  bieherigen  Feststellungen  121  getötet
und  87  teilweise  schwer  verlest.  Hilfs-Wüge
  gingen  sofort  von  Homburg  und  Kaiserslautern
  ab.  Die  Verletzten  wurden  in  Buchmühlbach,

  Miesel  und  im  „Reservelazarett  Homburg

  untergebracht.

Erenzlande.

Salzburg,  3.  1.  Spareiser.  Die  Einllungen
  bei  der  slädt.  Snie  lind  so  gro,
daß  die  Arbeit  laum  bewäl  tigt  werden  kann.
die  Auss-lungen  dagegen  versckwindend  gering.

Bawerisches  Döerland.

Stefanslirchen,  3.1.  Christbaumfeier.
„Am  Hl.  3  Kön:  gstage  hie“l  P  Veteranen.  Und
Kriegerverein  Stefanskirchen  im  Antretler'schen
Gasthaufe  zu  Stefanskichen  seine  allfährliche
Chri#tbaumseier  ab.  Deren  Ertr  zuis  dient  ausschlieich
  den  im  Felde  stebendem-  Kriwern  der
Gemeinde.  Es  ergab  sich  ein  namhafter  Betrag
von  300  Mk.  für  den  edlen  Zweck)  Fewiß  ein  schver
  Beweis  für  die  große  Opserwilligkeit  der

Bewohner  der  Gemeinde  und  des  Mitempfindens
  für  unsere  wehrhaften  Streiter.  Möchte  ein
solches  Beispiel  recht  viele  Nachahmung  sinden!

Ricdering,  8.  1.  Anerkennung.  Für
verdiensvolle  Leistungen  auf  dem  Gebiete  der
Bieneneucht  innerhalb  ihres  Brreines  wurde  dem
BVauern  Josef  Loferer,  dem  Lehrer  Hans  Schneider,
  dem  Gendarmerie-Wachtmeister  Hohberger
in  Riederinz,  sowi:  dem  Bauerssohn  Sebastian
Loserer  in  Schlipfing  durch  den  Oberbanerischen
Kreisbienenzucktverein  der  Dank  der  K.  Reaicerung
  von  Oberbayern  zum  Auesdrucke  gelrackt.
  Zugle'ch  wurden  den  erwähnten  Hetten
scön  auegestatict:  Diplome  nebst  Anerke.
nungsschreiben  übersandt.

Endorf,  3.  1.  Kriegsgefangene.  Am

 

 

z#  schmuggceln.
schein  abgenommen,

 

schäft

Vereinemilgliedern  Veaul  ichtigt  wird.  Möchien
daher  oll'  unsere  bieherigen  Mitglieder  unauch
  serner  treu  bleiben  und  weiler  fürms  wer

len  und  wirlen  zur  Ehre  des  Vereins  und  zum
Wchle  aller  unse  rer  Unternehmungen.  A.  Kr.

Bad  meichenhalle  .Zigaretten

schuugge  Am  Sonntag  früh  wurden  in
einem  bie  rn  Gasth-  .  durch  di:  Gendarmerte
ein  Mann  und  eine  Frau,  die  angeblich  au-Oesterreich
  slammen,  megen  Schmuggels  und
Grenzüleertrilt  festgenommen.  Sie  gaben  30,  in
Mönden  9000  EStück  Zigarelten  eingekauft  zu
haben,  um  sie  bei  Reichenhall  über  dis  Grene
DOem  Mann  wurde  ein  Gepäch
worauf  die  am  hiefigen
Bahnhof  lagernden  Jigarct!en  abgehoben  und
dem  Hauptzollgmt  zugeführt  wurden.

Koldlnachrichlen.

Kocseneim.  9.  Januar.
Auszeicnung  im  Felde.  Heimich  Wiesender,
  Sohn  deo  verst.  appr.  Baders  Auguft
Wiesender,  erhielt  für  hervorragende  Tapser
teit  das  Militärvrerdiensttreuz  3.  Klasse  mit
Schrertern.  Sein  Bruder,  Stephan  Wiesender,
erhielt  ebenfalls  das  Verdienstkrenz.  Vor  einem
Jahre  wurde  dersclbe  bereits  mit  b##m  Eisernin
Kreuz  2.  Klasse  ausgezeichnet.
Dia6-  RKönig-Ludwigskreuz  wurde
verliehen  dem  Zugführer  Georg  Platz  in  Rosenheim.


Titel  und  Rang  eines  lgl.  Bahn:
verwalters  erhielt  anläßlich  des  Geburtsfestes
  des  Königs  ferner  verliehen  Eisenbahnsekretär
  Johann  Steiner  in  Rosenheim.

Tragischer  Todesfall.  Auf  der  Fürstälter
  Eisenbahnüberfahrt  wurde  Frau  Frieda
Schuster  aus  der  Kunstmühlstraße  von  einem  auf
dem  Bahnkörper  arbeitenden  italkenischen  Gefangenen
  angebettelt.  Von  Mitleid  ergriffen,
warf  sie  über  die  Brücke  dem  Bittenden  ein
Stück  Brot  zu.  Diesen  Vorfall  be  s  der  die
Aufsicht  führende  Bahnbedienstete,  der  ihr  energischen
  Vorhalt  machte.  Um  einer  Anzeige  3
entgehen,  lief  die  schwer  herzleidende  Frau
noch  xasch  bis  zur  Auerbrauerei,  wo  sie.,  vom
Herzschlag  Hetzolign.  tot  zusammenbrach.  Die
auf  so  tragische  Weise  aus  dem  Leben  Geschie
dene  deren  Mann  im  Folde  steht,  stand  im  31.
Lebensjahre.  Sie  himerläßt  drei  unmündig:
Kinder.  ·

 

Todesfall.Nachschwzxrkkanihsk
starb  Apothelenbesitzer  Karl  Mühleisen  in  Haag
(Olb.  ym  Alter  von  77  Jahren.  Der  Verstor
ben-,  der  30  Jahre  lau  M  tglied  des  Gemeinde
ausscku-  ses  war,  ist  der  Bater  des  prakt.  Arz.-Dr.
  Georg  Mülleisen  in  Rosenheim.

Eine  Taschendiebin.  Cinem  8.  ährigen
Taglöhnereson  n#urde  in  der  usteinerst
von  einem  gröfren  Mädchen  eine  schwarze  Le
dergeldbörse  mit  einem  1,  2  und  5  Lar#lschein
und  einem  Färberzeichen  der  Firma  Jeliner
aus  der  Tasche  gezogen.

äleabanb.  Für  den  am  Donnerstag

ittag  und  Freitag,  zur  Abgabe  kommenden
Indläie  gelten  noch  voie  unterm  12.  Nopbr.
*&6-  veröffentlichten  Preise  “  1  Pfund  Mart

F.  i  I  che  Seefische.  In  dem  Feinkostgeranz
  Huber  werden  am  Dommerstag  vormittag

  oseische  Schellsische  abgegeben.  Die  Pre#
sind:  für  mlttelgroße  —l  Pfund  Mark  1.25,  gro-Donneriteg

  ovend  trof  n  hier  35  Kriegsgefangene

  (Italiener;  ein,  welch=  bei  der  Bahmmei.
sterei  Endorf  und  Prien  verwendet  werden.

Bas  Albling,  8.  1.  Besitzwechlel.  Ver
sichrrungsinspeklor  Josef  Heftn  Krochte  durch
Kauf  das  Anwesen  Nr.  376  in  der  Gar#t  he,
bisher  im  Eigentum  von  Frl.  Löwm,  Brivatiere,
an  sich.

Vad  Aibling,  8.  1.-Silber.  „Hochzeit
Auf  25  Jahre  stillen  Eheglückes  können  am  eom.
vienden  Freltag  die  stersehelcute

Franz  Taver  und  Karoll  na  Fortner  (geb.  Buchberge)
  zurüctblicken.

hte  per  Pfund  Mark  1.5  1
Weitere  Stalchänkung  des  Personenzugsverkehrs.
  Der  Personenzugsfahrplan
  werd  Mitie  Januar  auf  lämtl.  deutschen
  Eisenbahnen  neuerdings  wesentliche
  Einschränkungen  erfahren;  besonders
b  davon  der  Sonntagverlehr  aetroffen  werbn

  erleichtere  den  Post  Aal.
#erd  mnge  mehr  zunehmende
geschulten  Beamten  erheischt  den
Ensnz  nich-  seen  von  sachlich  nicht