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Die Königliche Universität Münster i. W. 449
Es besteht seit 1888 cın Kabinett für mittelalterliche und
neuere Kunst mit einer Dotation von 300 M.
. Die mathematisch-astronomische Gruppe ist mit 2 Ordinarien*),
1 Privatdozenten und 1 Lektor für Astronomie ausgestättet.
Das mathematische Seminar zählt 2 selbständige Abteilungen
und ist jährlich mit 300 M. dotiert.
. Die physikalische Gruppe ist mit 1 Ordinarius**) und 1 Privatdozenten
besetzt. Die vormalige Verbindung von Physik und
Chemie wurde 1877 aufgelöst und für beide Fächer je ein
Ordinarius angestellt. Das 1853 verselbständigte Physikalische
Institut verfügt über einen Etat von 6449 M.
. Gruppe für allgemeine und pharmazeutische Chemie ist mit
t Ordinarius***) und 1 Extraordinarius besetzt. Für die 1877
von der Physik losgelöste Chemie wurde ein chemisches
Institut gegründet, zu dem 1836/87 noch eine pharmazeutische
Abteilung hinzukam. Etat: 11716 M.
Gruppe der beschreibenden Naturwissenschaften. Ursprünglich
vereinigt, wurden sie später getrennt. Sie sind heute
durch 2 Ordinarieny) und 1 Extraordinarius besetzt. Ein
Ordinariat für Mineralogie wurde 1875 errichtet, cin Extraordinariat
1886; beide sind heute von $ Ordinariusff) vertreten.
Ferner wurde 1884,85 ein Ordinariat für Botanik und 1873
ein Extraordinariat für Zoologie begründet. Die Jahresdotation
beträgt für das naturhistorische Museum 17150 M.,
für den botanischen Garten 10399 M. und für das botanische
Institut 4480 .M.
. Geographie. Seit 1885 von einem Extraordinarius und seit
1897 von einem OrdinariusfFFr) vertreten. Ftat des geographischen
Apparates 300 M.
Die Universitätsbibliothek hat eine Jahresdotation von 54 240 M.,
wovon 193064 M, auf sächliche und 34876 M. auf persönliche Ausgaben
entfallen. Mit der Angliederung einer rechts- und staatswissenschaftlichen
Fakultät und der Erhebung der bisherigen Akademie
*) Killing, v. Lilienthal.
**) Jieydweiller. Der frühere Fachvertreter Hittorf ist seit 1889 in «den Ruhestand
gelreten.
*"*), Salkowski.
+» Zopf, Busz.
++) Busz.
+44) Lehnumn,
Bas Unterrichtswesen im Deutschen Reich. 1. 39