Full text : Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation. Band 36. Sechste Abtheilung: Die kleinen deutschen Höfe. Zweiter Theil. (36_6_2)

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zwei  berliner  Babylomerinnen  die  hohen  und  höchsten
Kreise  Mecklenburgs  entzückt  hatte,  ihnen  nahe,  ja  zum
Theil  ganz  nahe  gekommen  war.  Als  dieser  Polacke
spät  genug  entlarvt  worden  war,  verschwand  er  —
ganz  stille  —  zu  Bützow  im  Landarbeitshaus  10.

Friedrich  Franz,  der  erste  Großherzog  von
Mecklenburg-Schwerin,  der  Aufheber  der  Leibeigenschaft,
  aber  nicht  der  Hofedienste,  hat  noch  sein
funfzigjähriges  Regierungsjubiläum  erlebt,  das  er  1835
seierte:  zwei  Jahre  darauf  starb  er,  wie  schon  erwähnt,
an  der  schrecklichen,  durch  äußerste  Erhitzung  des  wilden
  Bluts  erzeugten  Krankheit  des  Herodes  und
Sylla,  ein  einundachtzigjähriger  Herr,  nach  einem
vielbewegten  Leben,  dessen  Anfang  gerade  in  die  Zeit
siel,  wo  der  große  Friedrich  den  mecklenburgischen
Mehlsack  ausklopfte,  das  erste  Jahr  des  siebenjährigen
Krieges.

Von  vier  Söhnen  und  zwei  Töchtern  waren  der

1)  Die  Geschichte  steht  der  Länge  und  Breite  nach  in
den  ersten  Jahrgängen  der  neuen  Folge  des  „Wächters“,
redigirt  ven  Ackermann  zu  Bützew.  „Es  sollen  mehrere
mecklenburgische  Fräuleins  ven  diesem  Palowski  eine  Ausgabe
  in  kleinem  Fermat  besorgt  haben.  Ich  bin  diesem  Starosten
  einmal  begegnet:  er  sah  allerrings  aus  wie  ein  Seiltänzer,
  der  Bauchgrimmen  hat.  Eine  seiner  Babylonierinnen
lam  einmal  in  eine  stattliche  Gesellschaft,  wo  ich  die  Ehre
hatte  auch  zu  sein,  ich  verspürte  an  ihr  einen  entschiedenen
Geruch  nach  schlechtem  Rum,  hätie  aber,  als  ich  dies  einem
Herrn  äußerte,  beinahe  ein  Ducll  bekommen.  Es  ist  dies
buchstäblich  erlebt.“  Handschriftliche  Mittheilung  aus  Mecklenburg.