Full text: Impf-Friedhof.

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etwas von der eitrigen Masse geraten sein mußte. Wie es Kinder 
an der Gewohnheit haben, greifen sie in tändelnder Weise überall 
hin, und so mußte es auch hier geschehen sein, daß die Kleine mit 
ihren Händchen bei der Aufnahme von ihrem Nachtlager dem Vater 
unwillkürlich in's Auge geraten war. Ohne Zweifel wurden jetzt am 
äußeren Auge in der göttinger Augenklinik die Blattern festgestellt, 
die sich dann durch Infektion nach einigen Wochen direkt auf der 
Hornhaut des inneren Auges weiter bildeten, wodurch eine Zeit lang 
die Sehkraft in Frage gestellt wurde. Glücklicherweise ist durch 
längere klinische Behandlung die größte Gefahr beseitigt, trotzdem ist 
es fraglich, ob das vergiftete Auge die frühere Sehkraft wieder er- 
langen wird. In Anbetracht der vielen folgenschweren Erkrankungs- 
fälle durch die Impfung wäre es wünschenswert, wenn der Ausspruch 
des leipziger Universitäts-Professors Dr. med. Germann bald in Er- 
füllung ginge: „Die Abschaffung des Impfzwanges ist die dringendste 
Angelegenheit für unser deutsches Volk.“ 
399. Düsseldorf. Frau Fritz B. schrieb am 22. 11. 1910: 
„Mein Bruder hatte als kleines Kind nach der Impfung den Körper 
mit Blasen und Eiterbeulen bedeckt und jahrelang daran gelitten — 
noch als Erwachsener im Frühjahr und Herbst, wenn auch nicht mehr 
in dem Maße wie zuerst.“ 
400. Düsseldorf. Frau Hermann Sch. schrieb am 21. 11. 1910: 
„Wir haben einen Jungen von 11 Jahren, der im nächsten Jahr geimpft 
werden müßte. Als er zum ersten Male mit etwa 2 Jahren ver- 
giftet wurde, bekam er 3 Wochen nachher am ganzen Körper eitrige 
Pusteln, die aufgingen und dann abheilten. Dieses wiederholte sich 
in jedem Jahr meist zweimal. Oft waren der Pusteln an den Füßen 
so viele, daß der Junge tagelang liegen mußte. Hauptsächlich be- 
kommt er sie jetzt bei einer Luftveränderung. Seine Ferienzeit im 
Herbst dieses Jahres haben ihm die Pusteln auch teilweise verdorben. 
Es wäre doch schrecklich, wenn er durch eine neue Impfung 
bezw. Vergiftung für die Verbohrtheit und Unvernunft maßgebender 
Kreise abermals büßen müßte. Impfen lassen wir ihn nicht.“ 
401. Eßlingen a. U. Frau Marie A. schrieb: „Ich habe 
6 Kinder, 5 davon, nämlich 5 Knaben, sind gut durchgekommen; das 
sechste, ein Mädchen, war gesund und munter bis es geimpft wurde. 
Da hat es am Hals eine große Eiterbeule bekommen und Fieber, 
sodaß ich überhaupt nicht mehr glaubte, daß ich es davon bringen