Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1826. (17)

—  70  —

Paris  einen  neuen,  sehr  bedeutenden  Fall  vor  von  30  Kindern,  denen
die  Syphilis  eingeimpft  worden  war.  Der  Bericht  wurde  ohne  Widerspruch
  einstimmig  angenommen.

190.  Prof.  Köbner  beschreibt  im  Archiv  für  Dermatologie  und
Syphilis,  1871,  S.  139,  2  Impfsyphilisfälle,  davon  1  einen  Militärarzt
  betraf  und  folglich  zur  Kenntnis  der  Militärbehörde  gekommen
ist.  (Trotzdem  aber  unter  „Hautkrankheiten“  gebucht  sein  kann!)

Dr.  med.  Wegeler  bringt  in  der  medizinischen  Zeitung  Nr.  19,
1850,  S.  69,  19  Syphilisfälle
  durch  Impfung  in
Koblenz  zur  Sprache.

Professor  Langenbeck
meldet  aus  dem  Jahre
1872  in  den  Verhandlungen
  der  berliner  medizinischen

  Gesellschaft  zwei

Fälle  von  Impfsyphilis
in  Rostleben.

191.  Geh.  Ober-Med.=Reat
  Dr.  Eulenberg  berichtet
auf  der  Naturforscher-Versammlung
  1872  zu
Leipzig,  laut  Protokoll
Seite  194:

7  Er  habe  amtlich  von

1  Fall  von  Impfsyphilis

ms  in  der  Rheinprovinz

Kenntnis  erhalten.  Ein  3  Monate  altes,  scheinbar  ganz  gesundes

Kind  wird  von  einem  Arzte  zur  Abimpfung  genommen.  Von  140

mit  der  Lymphe  dieses  Kindes  Revakzinierten  wurden  50  syphilitisch
unter  den  verschiedensten  Formen.

 

 

 

 

192.  Beifolgendes  Bild  eines  an  Impfsyphilis  leidenden  Mannes
ist  dem  Werke:  Vaccination  a  crime,  with  Comments  on  other
Sanitary  Superstitions,  by  Felix  Oswald,  A.  M.  M.  D.,  New  Tork,
Physical  Culture  Publishing  Company  1901  entnommen.

193.  Prof.  Dr.  med.  Kirchner,  Kgl.  preußischer  Geh.  Obermedizinalrat,
  vortragender  Rat  im  Ministerium  des  Innern  ufsw.,