Bei dem Untergang der Königin Luise sind nicht alle Mann umgekommen, ein Teil geriet in Gefangenschaft.
Aber bei dem untergegangenen Kreuzer Amphion, welchen die Besatzung der Luise veranlaßte, sind
131 Personen ums Leben gekommen.
Gestern kam in Aachen der erste gefangene Franzose durch. Amtlich wirt bestätigt, daß deutsche Unterseeboote
in den letzten Tagen an der Ostküste Englands und Schottlands bis zu den Shetlandsinseln gefahren seien.
Das Erträgnis der Kriegshilfe ist heute 748513,12 Mark und das des Roten Kreuzes 867582,87 Mk.
Nachdem England bisher immer vorsichtig der deutschen Flotte aus dem Wege gegangen ist, griff es n
den Hafen von Daressalam an.
Eine sehr zweifelhafte Heldentat!
Hans politisiert:
Wie kannibalisch die Belgier mit uns Deutschen umgehen, das beweist wieder, daß 5 Belgier wegen Schießens
aus dem Hinterhalte erschossen wurden. Ein schwer verwundeter deutscher Soldat kam in Aachen an und erzählte,
daß man ihn verwundet in ein belgisches Haus gebracht hätte, und dort sei er von den Einwohnern aus
dem ersten Stockwerk auf die Straße geworfen worden.
Über die Greueltaten an unseren Deutschen, sei es an Soldaten, sei es an ausgewiesenen Männern, Frauen
und Mädchen nebst Kindern von Seiten der Belgier, Franzosen, Engländer und Russen, könnte man ein großes
dickes Buch schreiben.
Betrachtet man dagegen, wie anständig, nobel und sicher man in Deutschland die Russen, Serben, Franzosen
und Engländer behandelt, da möchte man sich oft fragen, ob die Gutmütigkeit des deutschen Michels nicht
zu weit geht. Mit welcher Zuvorkommenheit hat der Deutsche die Zarenmutter nach Kopenhagen befördert. Einen
besonderen Fürsten - Extra-Zug hat man ihr gestellt. — Und dennoch schimpft die Dame, welche eine Deutschenhasserin
ersten Ranges ist, unglaublich auf Deutschland, das sie bei ihrer Durchreise während des Krieges mißhandelt
habe?! — Man darf sich dabei nicht wundern, wenn der Pöbel gegen uns ausfällig wird.
Die Reichsregierung ist entschlossen, für die belgischen Greuel an den Deutschen auch vollen finanziellen
Schadensersatz zu verlangen.
Semlin. Eine Abteilung ungarischer Grenzgendarmen kaperte drei serbische Dampfer und zwar den
Personendampfer Sumadia mit 55 Serben an Deck, den Personendampfer Beligrad mit 150 Personen
und den Schleppdampfer Kraina mit 21 Personen und 11 Schleppern. Die Gefangenen wurden interniert.
Die Schiffe komen auf ungarisches Gebiet.
Rußland verlangte von Bulgarien, daß es mit Serbien gemeinsame Sache machen soll, was jedoch
abgelehnt wurde.
Halle. Zahlreiche hier weilende Japaner, darunter viele Medizin studierende, erhielten von ihrer Regierung
den Befehl, sofort über Amerika nach Japan zurückzukehren.
Das deutsche Botschaftsmitglied Alfred Kattner in Petersburg ist vom Mob beftjalischer Weise ermordet
worden. Das Palais wurde geplündert und angezündet.
Der Bistumsverweser Liklowski von Posen—Gnesen erläßt an seine Bistumsangehörige einen Hirtenbrief,
worin er dieselben in hochpatriotischer Begeisterung an ihre deutschen Vaterlandspflichten erinnert.
Der englische Botschafter in Wien hat gegen Ösierreich-Ungarn erklärt, daß sich England von Mittwoch,
den 12. August mitternachts an als mit Österreich-Ungarn im Kriegszustand befindlich betrachte. Die Admiralität
habe Befehl erteilt, die Feindseligkeiten gegen Österreich-Ungarn zu beginnen.
700 russische Deserteure wurden in Linz, Salzburg und Innsbruck eingebracht.
König Georg von England und Zar Nikolaus von Rußland korrespondieren miteinander und sagte
Georg: Dieser Krieg wäre ein Mißverständnis!
Gefecht bei Biala. Drei Regimenter russischer Kavallerie griffen ein Bataillon mit Maschinengewehrabteilung
an, wurden gänglich geschlagen und verloren 12 Kanonen. Raussische Kosakenhorden verbrennen
in den Dörfern Vieh und morden Menschen nieder. An der russischen Grenze werden sehr viele Spione
erwischt und erschossen.