am 14 eine Schlappe. Sie wurden durch feindliches Artilleriefeuer von Donon her überfallen und mußten
Geschütze und Maschinengewehre in dem engen Paß zurücklassen. Diese hat der Feind erbeutet.
Schweden rüstet tüchtig. Es zieht weitere Jahrgänge seiner Truppen ein.
18. August.
Kaiser Franz Josef feiert heute seinen 84. Geburtstag.
Heute erschien die dritte Verlustliste. Dieselbe zeugt von großen Verlusten auf unserer Seite.
Hamburger Familien sind schon schwer betroffen worden.
Deutsche Heerführer
Kronprinz Wilhelm von Preußen
Hans politisiert.
Wir leben seit 10 Tagen in einer gespannten drückenden Stimmung. Noch nichts Positives. Nur kleine
Scharmützel auf deutscher und österreichischer Seite. Trotzdem schon große Verluste an Menschen und Material.
Noch kein Vorwärtrsdringen. Was wird wohl in den nächsten Tagen kommen! 18 Landesfürsten siehen mit
ihren Truppen treu zur Seite im Kampfe gegen den Feind. 64 Prinzen und hoher Adel stehen vor der Front
und kämpfen ihren Soldaten mutig voran. Schon mancher hat heute sein teures Leben dahingegeben.
Eine bange Furcht um unsere lieben braven Truppen beschleicht jeden im Lande Zurückgebliebenen. Ach
daß wir doch alle mithelfen und kämpfen dürften! Verwundete werden schon da und dort eingebracht und erst
stehen wir im Anfangsstadium des Krieges.
In vielen Familien herrscht heute schon bittere Not trotz der großen Summen, die gezeichnet sind für die
Hinterbliebenen. Am elendesten sind diejenigen Familien daran, deren Männer in ihrem Meldeort sind und
noch nicht eingezogen, dort abwarten müssen, bis sie darankommen. Die Frauen haben noch keine Versorgungsscheine
und werden auf den Bezirksbüros mit ihren Bitten zurückgewiesen. Sie erhalten das gesetzliche Hilfsgeld
(15 und 10 Mark) für jedes Kind noch nicht.
Ich habe schon einige an die Kriegshilfe verwiesen. Dort erhielten sie etwas.
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