Die ZRämpfe der nächsten Wochen bis tief in den Mai hinein drehten
sich auf dem Westufer vorzugsweise um den Besitz der Höhe 304 nördlich
Esnes und des „Toten Mann“. Das abschnittsweise Vorgehen der 4. J. D.
gegen die Höhe 304 begann am 4. Mai und setzte sich bis zum 8. Mai
fort. An diesem Tage nahm die tapfere Division die Höhe endgültig in
Besitz und behauptete sie gegen starke Gegenangriffe des Feindes, der über
1600 Mann an Gefangenen einbüßte und schwerste blutige Verluste erlitt.
Dieser Angriff der Division wurde mit hervorragendem Schnetd durchgeführt.
Ihr Führer war mein alter Taktiklehrer General Freyer, der
bier bewies, daß er nicht nur ein Mann der Theorle, sondern auch der
Draxis war. SZiernach begann in diesem Abschnitt des Westufers eine
Deriode des Ringens um kleine örtliche Dorteile. So brachen noch am
15. und besonders am 18. Mai feindliche Angriffe nach beftigster, mehrstündiger
Artillerienorbereitung an Zöhe 304 zusammen, deren Behauptung
inzwischen von der 4. auf die 38. J. D. des Generale Schultheiß
übergegangen war. Die benachbarte 54. J. D., die an die Stelle der
II. R. D. getreten war, machte sich diese Lage zunutze und nahm dem
Feinde an 200 Mann und einige Ulaschinengewehre beiderselts der Straße
Saucourt — Esnes ab.
Gleichlaufend mit diesem Sauptkampf um die Söhe 304 hatte die
rühmlich bekannte II. baper. J. D. am 8. Mai feindliche Befestigungsanlagen
am Termitenhügel genommen und die II. R. D. vor ihrer Ablösung
durch die 54. J. D. noch Fortschritte imi Camard-Walde erzielt, dessen Südteil
in Feindeshand war. Am 13. Mat übernahm das Generalkommando
des XXIV. R. K. unter General v. Gerok an Stelle des VI. R. K. den Befehl
im rechten Abschnitt der Angriffsgruppe West über die 54. und 38. J. D.
Im linken Abschnitt erstürmten die 43. und 44. R. D. des XXII. R. R.
am 20. Mal die Zöhe des „Toten Mann“ und die benachbarten Grabenspsteme
in prachtwollem Angriffeschwung und brachten dabei über 1300 Gefangene
als Beute heim. Ich hatte dae Glück, diesen Angriff aus nächster
Nãähe vom Gefechtsstande des Generalkommandos aus im Walde von Forges
zu beobachten. Das auf dem ganzen Zöhengelände liegende Trommelfeuer
unserer Artillerie bot einen schaurigschönen Anblick dar; der „Tote Mann“
sah wie ein großer Vulkan aus, Kuft und Erde erzitterten unter Tausenden.
von Geschoßeinschlägen. Die Minute des festgesetzten Sturmes der Infanterie
war erreicht. Dünktlich verlegten unsere Batterien ihr Feuer nach vorwärts,
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