Volltext : Kronprinz Wilhelm. Meine Erinnerungen aus Deutschlands Heldenkampf.

Die  Gruppe  Mudra  in  und  beiderseits  von  den  Argonnen  zählte
fünf  Divislonen.  Von  ihnen  unterstanden  drei  der  Zwischeninstanz  des
Generalkommandos  des  XVIII.  R.  K.,  das  Mitte  September  den  Befehl
in  seinem  bisherigen  Abschnitt  auf  dem  Ostufer  der  Maas  zwischen
Douaumont  und  Vaux  an  das  Generalkommando  des  XII.  sächs.  A.  R.
unter  General  v.  der  Planitz  abgegeben  hatte.  Alle  diese  Divisionen  mit
Auenahme  der  bodenständigen  §.  Ldw.  D.  des  Generals  v.  Hippel  waren
abgekämpft.

Die  Maasgruppe  West  unter  General  v.  Frangois  umfaßte  oler
Divisionen,  darunter  auf  dem  rechten  Flügel  im  Cheppy-Walde  als  langjährige
  Stellungedivision  die  2.  Ldw.  O.  Auch  der  RBRampfwert  der
übrigen  drei  Diolsionen  war  nur  bedingt,  da  sie  meist  ohne  auereichende
Erholungszelt  nach  überstandenen  Großkämpfen  zum  #insatz  kamen.

Der  Maasgruppe  Ost  des  Generals  v.  Kochow  unterstanden  vier
Generalkommandos  —  VII.  R.  K.  Generalkommando  74,  XII.,  XV.  A.  R.
Die  Abschnitte  des  VII.  R.  K.,  des  Generalkommandos  34  und  des
XV.  A.  R.  waren  aue  je  drei  Dioisionen,  der  des  XII.  A.  R.  aus  zwei
Divisionen  gebildet.  In  der  ersten  Zälfte  des  Oktober  schied  General
v.  Deimling  mit  den  belden  Divistonen  (30.  und  39.)  seines  Rorpe  (XV.)
aus  der  5.  Armee  aus.  An  seiner  Stelle  übernahm  das  aus  der  Argeonnenfront
  erneut  herangezogene  Generalkommando  des  XVIII.  R.  R.  unter
General  v.  Steuben  den  linben  Flügelabschnitt  der  Maasgruppe  Ost  in
der  Woswre-Ebene.  Mitte  Obtober  wurden  das  Generalkommando  54  des
Generals  Zühne  und  eine  der  thm  unterstellten  Divisionen  ohne  LErsatz
aus  der  Front  gezogen,  worauf  der  Abschnitt  des  Generals  v.  der  Hlanitz
um  zwei  Diodisionen  verbreitert  wurde.

In  Reserve  hinter  der  5.  Armee  standen  drei  Divisionen,  davon  zwei
auf  dem  COstufer  der  Maas.  Diese  Zahl  hielt  mein  Oberkommando  der
G.  S.  K.  gegenüber  als  Mindestmaß  an  Reserven  für  unbedingt  erforderlich.

Auch  der  Feind  nutzte  die  ihm  gelassene  vollkommene  Frelheit  des
Sandelns  nur  wenig  zu  offensiver  Betätigung  seiner  Infanterie  aue.
Tuch  er  sah  offenbar  wle  wir  seine  Sauptaufgabe  im  Stellungeausbau.
Wo  es  zu  Angriffen  bam,  wie  Ulitte  September  mehrmals  in  der  Gegend
des  zwischenwerks  Thiaumont  oder  am  18.  und  19.  September  am
Westhang  des  „Toten  Mann“,  trugen  sie  durchaus  das  Gepräge  örtlich
beschränkter  Unternehmungen.  Meist  wurden  sie  abgewiesen  oder  führten

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