siegesbewußt lautende Meldungen, die den unerschütterlichen Willen der
Gefechtsführung erkennen ließen. Etwa um 10° vormittags begann der
Angriff auf der ganzen Front, und schon um 100 nachmittags war der
erbittert kämpfende Feind überall durch vorzügliches Zusammenwirken
aller Waffen geworfen. Nach der Erstürmung der Därfer Bleid, Mussy
la Dille und Baranzy ordneten sich die Batalllone, um ihren Sieg durch
ausgieblge Verfolgung auszunutzen. Diese wurde dann bis zur Abenddämmerung
unter dauernden Winzelgefechten fortgesetzt. Die hervorragende
Kelstung des XIII. A. R. übertraf noch die hohen vom GCberkommando
gehegten Erwartungen, als dort die erreichte Linie von Grandcourt über
Tellancourt ble gegen Villers la Thevre eingeseichnet werden konnte.
Indessen hatte man im Armee-ZSauptquartier lange Zeit gespannt auf
Nachrichten über die Ereignisse vor Longwy gewartet, dessen Fall unter
dem Windruck der schweren Beschießung erhofft wurde. Als kelnerlei
VDerbindung mit dem Detachement ZKämpffer gelang, wurde mittage mein
persönlicher Adjutant, Masor v. Müller, über Niederkerschen — Aubange —
ZSalanzy entsandt, um unbedingte Klarheit über die Lage einzuholen.
Schon unterwegs in Salanzp erfuhr er, daß die Infanterle-Brigade Teichmann
infolge eines feindlichen sehr starken Angriffs bei Romaln schwere
Derluste erlitten und Befehl erhalten hatte, sich bei Zalanzy zu sammeln.
Beim weiteren Suchen nach dem Standort des Detachementeführers in
Richtung auf den waldrand nördlich Longwy länge einer dorthin führenden
Drabtleitung boten sich ihm alle nervenerregenden Bilder im Rücken elnes
modernen Rampfes. Generalleutnant Zämpffer hielt das Wingrelfen der
52. Infanterie-Brigade für mißlungen und hatte außerdem Meldung von
dem Vordringen einer starken feindlichen Rolonne im Thlers-Tal, die er
schon bel Longwpy la Basseoille vermutete. Er war daher in Sorge um
seine Artillerie und die Durchführung seiner Aufgabe. Major v. Müller
konnte ihm über die fortschreitenden RZämpfe dee XIII. und VI. R. R.
beiderseits Longwy berichten. Die sehnlichst erwartete mntlastung mußte
also kommen, und die kritische Lage des Detachemente bonnte durchgehalten
werden. Was war geschehen? Der Feind hatte tatsächlich den Versuch
dec Entsatzes seiner Feste durch einen von starker Artillerie unterstützten
Infanterievorstoß aus dem Chiers-Tal über Lexy auf Romaln mit viel
Schneid unternommen. Demgegenüber hatte General v. Teichmann starbe
Teile seiner Brigade aus ihrer bieherigen Sturmvorbereitung heraus nach
31