und Hinzpeter waren meist mit von der Partie. Auf diesen Wanderungen
haben wir so recht Land und Leute kennen gelernt — anders
als das heutige Reisepublikum, das mit dem Auto in 70 Kkm-Geschwindigkeit
durch die Landschaft eilt.
So entsinne ich mich noch einer Fahrt über Brandenburg nach
Magdeburg, wo wir General v. Blumenthal besuchten. Wir be—
sichtigten in Brandenburg den Dom, dann den Marienberg, auf dem
in fslawischer Zeit ein Triglawtempel gestanden haben soll. Mein
Bater hatte es nicht gern, wenn ihm allzu viel erklärt wurde, und
versuchte in solchen Fällen, durch Scherze den Redefluß lästiger
Führer zu unterbrechen. Hier aber hatte er keinen Erfolg, denn als
er in der bewußten Absicht die auswendig gelernten Erklärungen
unseres Begleiters mit der Frage unterbrach, ob es keine Bhotographie
des Götzen Triglaw gäbe, erhielt er zur allgemeinen Heiterkeit
die prompte Antwort: es solle sofort eine beschafft werden —
und dann ging die Belehrung unaufhaltsam weiter! Im Magdeburger
Dom bewunderten wir zunächst den schönen Sarkophag der
Gemahlin Kaiser Ottos I., Editha, einer englischen Brinzessin. Dann
wurden uns zu unserer nicht geringen Freude die erstaunlichsten
Reliquten gezeigt, als da sind eine Sprosse der Jakobsleiter, eine
Börse des Riesen Goliath, sowie ein Stück der ägyptischen Finsternis.
Leider konnten wir letztere nicht unmittelbar sehen, sondern nur den
Kasten, in dem sie verwahrt wurde, denn wäre er geöffnet worden,
hätte ste den größten Schaden anrsichten können.
Mehrmals sind wir nach Lehnin gefahren, wo das alte Zisterzienserkloster
damals noch in Trümmern lag. Mein Vater hatte für
diesen Bau lebhaftes Interesse und sorgte dafür, daß die Ruine
stilgerecht ausgebaut wurde. Die Restaurierung ist dann auch gut
gelungen.
Ein andermal ging die Fahrt nach Rheinsberg. VBon Friesack
aus besuchten wir das Schlachtfeld von Fehrbellin, wo General
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