Full text : Amtliche Berichte.

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der  einen  Seite  den  Anprall  der  Zugmaschine,
  auf  der  andern  den  auf  den
Wagenpark  auszuhalten  hatte.  An  dieser
Maschine  sind  sämtliche  Puffer  abgebrochen
und  beide  Pufferbohlen  eingedrückt,  auch
sind  sonst  manche  Eisenteile  zerbrochen  und
verbogen.  Ein  Wagen  wurde  durch  den
Anprall  von  den  Schienen  heruntergeworfen.
Bei  demselben  sind  die  meisten  Fensterscheiben
  eingedrückt,  und  die  Puffer  teils
abgebrochen,  teils  verbogen.  Die  anderen
Wagen  sind  weniger  beschädigt.  Bei  den
Was  en  IV.  Klasse  sind  außerdem  die
Eischplatlen,  welche  die  Plattform  bilden,
krumm  gebogen.  14  Passagiere  haben
leichte  Verletzungen  erlitten.  Schwere  Gesundheitsstörungen
  waren  bisher  nicht  festzustellen.
  Die  schwerste  Verletzung  ist  ein
Beinbruch,  den  eine  Dame  erlitten  hat.
Ein  Teil  der  Verletzten  konnte  die  Reise
mit  dem  bereit  gestellten  neuen  Zuge  fortsetzen,
  ein  Teil  wurde  in  Tragkörben  nach
dem  Lazareth  geschafft.  Einige  Passagiere
waren  in  Ohnmacht  gefallen,  doch  konnten
sie  schnel  zur  Besinnung  gebracht  werden.
Auf  die  Kunde  von  dem  Unglücksfalle
wurde  sofort  ein  Rettungszug  abgelassen.
Diesem  gelang  es  leicht,  die  in  einander
gefahrenen  Wagen  von  einander  frei  zu
machen  und  die  entgleisten  Personenwagen
wieder  auf  die  Schienen  zu  bringen.  Um
3  Uhr  nachmittags  war  diese  Arbeit  bereits
beendet,  und  da  der  Oberbau  keinen  Schaden
gelitten  hatte,  so  konnte  gegen  4  Uhr  der
Betrieb  in  der  gewohnten  Weise  wieder
aufgenommen  werden.

Albert  Timm,
Stations-Vorsteher.