Full text : Amtliche Berichte.

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A.  Allgemeines.

I.  Außere  und  innere  Form  der  Schreiben.

Zu  Briefen  (Gesuchen,  Berichten  2c.)  an  Behörden  nimmt  man
gutes,  starkes,  weißes  Papier  (nicht  eine  ordinäre,  gelbe  Sorte)
in  Folio-Format,  das  sogenannte  Kanzleipapier  (Reichsformat,
33  cm  hoch,  21  cm  breit)  und  zwar  stets  einen  ganzen  Bogen,
bricht  denselben  der  Länge  nach  genau  in  der  Mitte  und  beschreibt
stets  nur  die  rechte  Hälfte.  Die  linke  Seite  trägt  nur  die
Adresse  und  darunter  das  „Rubrum“  (kurze  Inhaltsangabe  des
Schriftstückes);  jedoch  wird  erstere  auch  vielfach  auf  die  rechte
Seite,  2—3  cm  vom  Rande  entfernt,  gesetzt.  Ist  das  Schriftstück
eine  Bittschrift,  so  muß  das  Rubrum  den  Namen  des  Bittenden,
sowie  die  Angelegenheit  der  Eingabe  enthalten,  (siehe  die  Musterbriefe);
  ist  es  ein  Bericht,  eine  Anzeige,  so  kann  die  kurze  Inhaltsangabe
  im  Rubrum  durch  „Betrifft  .  .  .“  eingeleitet  werden.
Sonst  bleibt  diese  Seite  frei,  damit  die  Behörde  ihre  Aktenzeichen,
Vermerke  2c.  darauf  machen  kann.

Datum,  Anrede,  Briefanfang  und  Rand  2c.  genau  an  den
Stellen,  wie  es  die  Musterbriefe  zeigen.

Man  richte  den  Text  des  Briefes  so  ein,  daß  für  die  Unterschrift
  genügend  Platz  bleibt;  nichts  sieht  unschicklicher  aus,  als
wenn  dieselbe  nur  eben  noch  so  am  unteren  Rande  hingequetscht
werden  konnte.  Bleibt  unter  der  Unterschrift  nicht  noch  wenigstens
ein  zweifingerbreiter  leerer  Raum,  so  breche  man  lieber  eine
Zeile  früher  ab,  füge  noch  einige  Worte,  wenn  es  geht,  hinzu,
so  daß  auf  die  nächste  Seite  wenigstens  zwei  Zeilen  kommen,
und  setze  dann  die  Unterschrift  darunter.  Benutzt  man  eine  zweite
und  dritte  Seite,  so  muß  stets  oben  ein  zweifingerbreiter  leerer
Rand  bleiben.  Bei  Bittschreiben  (Gesuchen)  ist  die  eigentliche
Bitte,  resp.  der  Antrag  etwa  1  cm  weit  vom  Bruche  der  Seite
an  einzurücken;  ebenso  rücke  man  das  erste  Wort  des  Schreibens,
sowie  dasjenige  jedes  Absatzes  ein  wenig  ein.

Man  schreibe  den  Brief  so  schön,  so  eigen  und  so  sauber  als
irgend  möglich.
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