Full text : Großherzoglich Sachsen Weimar-Eisenachisches Regierungs-Blatt aufs Jahr 1819. (3)

Wir  Carl  Au  guft,
von  Gottes  Gnoden  Großberzeg  zu  Sachsen  =  Weimar  =  Eilenach,  Landgraf  in  Thüringen,  Varsaral
zu  Meissen,  gesürsteler  Graf  zu  Henneberg,  Herr  zu  Blankenhayn,  Neustadt  und  Tautenbur
Wir,  mit  Beirath  und  Justimmung  Unserer  geereucn  Landstände  für  notbwendig  *!•!1•t-•
ben  haben,  in  den  an  Uan  m  un  Unserem  Grohherzogthume  einverleibten,  vormals  Ersurischen
  Umsern  Vieselbach  und  Tonndorf,  von  denen  das  lestere  neuerlich  mit  dem  Aliweimari-=schen
  Julliamue  Berka  verbunden  hrn  ist,  die  zcither  dort  och  bestandene  Preuliische  Procenfsor=2
  abzuschassen  und  on  decen  Stelte  die  in  Unseren  Altweimarischen  Landen  über  gerichtliche  Behandung
  der  remeneneinnn  Aniesen  Geste  treten  zu  lossen,  damtt  die  *  der  Verschiedendeit  der
gerichtlicen  Verjahrungsweise  für  Unserc  neuen  und  ollen  Un:  erthanen  bei  ihren  sich  sortwährend  be-—
  birgrrüchen  Bethütemisen  bervorgchenden  viclsachen  Nachtheile  beseitigt  werden;  so  verordnen
ir,  wie

ö.

In  dem  ganzen  Umsong  der  an  Uns  mrrtn  vormals  Ersfurtischen  Juslimter  zu  Vieselbach
  und  Tonndorf,  deaten  let  *  jeen  mit  dem  Justigomte  Berka  vereimgt  ist,  so  *  in  ren
Patrimonialgerichts=  On##n  Ilsseroda  und  Haina  sollen  alle  bikter  daselbst  gutmge  Köninl.  Preußiz

  und  Luuze  roceß  Vorschrisken  mit  dem  1.  April  1810  gänzlich  abgeschafft  seyn  und  %  gesekliche
  Kra##  u  P,ünen  verlicren,  so  weit  nicht  die  nachsolgenden  Bestimmunzen  dierunter  besoneere
Ausnahmen  mechen

e  Stelle  d  bisbiigen  rsranchr  in  gedachten  Aemtern  und  Pakrimonialgerichten
terien  wrrs  1.  April  dieses  J  ,
in  7—5  zehe  sponen  Fürstenthume  in  Ansehung  des  gerichtlichen  Verfah--end
  ge!  itenden  geseblichen  Verordnungen  und  Bestimmungen,  namentlich  die  alte
a  erechachung  5  da  1622  und  die  Verordnungen  Verbesseg
  der  Pro  en  Lom

—  cesses  vob-  zrshen  b-  aiun  ,  Ichfl  den  zu  deren  Ergänzung  ergngenen

einzelnen  Procehvorschn  leenn  Pnnlen  aß  die  ganze  denmalen  in  Ansehung  des  Proteßgangs
  beltebende  Gesegebung  Unfers  Ahinkhischen  Fürslenthumo  vom  isten
April  dieses  Jahres  an  in,  besagern,  vormals  Ersurtischen  Acmiern  und  den  dahin  cin

bezirkten  Patrimonialgeri  lür  cingesührt  und  promulgirt  geachtet  und  bei  Behandlung
  entstehender  deresbnen  urda  allenthalben  besolgt  und  zur  Anwendung  gebracht
werden  sollen.

K
Ille  bereits  vor  dem  #sten  April  1810  —i  gewesene  Rechtsürestigkeit#en  werden  jedoch,  sowohl
  in  erster,  als  welterer  Sstewsr  noch  nach  den  zur  Zeit  ihrer  Emstehung  güliig  gewesenen  Pro-(eggeseen
  behandelt  und  entschicden

8.  4.

Da-  gehen  kommen  bei  gerichtsicher  Verfolgung  1%%  drsenicen  Rechtsverhältnisse,  die  iwar  am
sten  *  1810  schon  cristenr,  jeroch  noch  nin!  vor  Gericht  anhäüng  9  seyn  wirden,  lediglich  die
jert  ainorhs  nn  rtn  Pwrß  Vosanin  7  Anwendung.

as  in  den  vorbenaunten  vormals  Erfur:  aen  Gebietétheilen  eingest  brte  Koͤniolich  Mupische
#ercch  und  alle  bo.  dermalen  dort  gelzende  ge#-#sc  und  siatukaresene  Vorschnsten,
ang  nicht  betressen,  bleiben  sernerwen  ¾  Krast  und  Guteigseit  und  1#6  sind  daher  *5rn
#en  %ene  die  znd  anu  dem  ##rn  Apml  18/0  cräsfnat  werden,  imar  hinsichtlich  dar  Form  des
Concurs:  Verfahrens  die  in  untan  Fuͤrslenthume  M  gueeen  geseollnn  hierigen  ##A#b
dung  zu  bringen,  iedoch  übrigens  die  Bestimmungen  des  Preußit  aen  Landredts  cPiandrechte  und
ber  den  Vomug  der  verschiedenen  Forderungen  iernerhia  *#  albten,  vo  d  b  v*.  .¾  alion  der  Gianbiger
  lediglich  hiernach  und  nicht  nach  den  Vorschristen  der  alten  Chursachsichen  Proteß  Oronung  ersolge-