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übertäubt werden kounte, so behauptcten sich die Meinungen
des fruchtbareren Schriftstellers. Die Lateinische Hermeneutik
dieser Zeitalter mußte sje noch mehr begünstigen, und man
hatte bei Augustin immer den Vortheil, Prädestination und
Semipelagianismus aus ihm erweisen zu können, denn wenige
Schriftsteller sind sich so ungleich wie er, und zeigen in
ihren Schriften ein so unverkennbares Gepräge der Zeit und
Veranlassung, bei welcher sie geschrieben wurden.
Außer den Pelagianern kämpfte Augustin mit Manichäern
und Donatisten. Diese zwei Partien waren zu seiner
Zeit in Afrika sehr mächtig, und der Eifer gegen die ersiere
drang ihn um so stürker, da er selbst ehmals ein Manichäer
gewesen war.
S. 42.
Priscillianisten.
Der Manichäismus, oder die Lehre von zwei Grundwesen,
einem guten und bösen, und die gewöhnlich damit verbundene
Moral hatten sich besonders im vierten Jahrhundert im Occident
gar sehr ausgebreitet. Die Kaiser wütheten mit Verfolgungsgesetzen
gegen die Anhänger desselben, und diesen Verfolgungen
zu entgehen, änderten die Manichäer ihre Namen,
was sie meistens auch ohne Betrug beinahe thun mußten,
wenn sie sich etwa von einem neuen vorzüglichen Anführer
benannten. „
So die Priscillianisten in Spanien. Ein berühmter
Spanischer Bischof Priscillian ließ sich von einem Aegpptier
Markus zur Annahme der Manichäischen Hypothesen verleiten:
sein Beispiel schien sehr gefährlich, weil er soust ein
Mann von großen Talenten und großem Ausehen war. Zuerst
vertrieb man ihn mit seinen Anhängern aus Spanien,
und wie er sich auf seiner Flucht durch Gallien auch dort