Gie stellte eine Verbindung der hundertfach bewährten Grundsätze der Ftledensreglemente
mit den umwälzenden Erfahrungen des Krieges der Kriege dar.
Oiese Erfahrungen lehrten vor allem das elne: daß der Schwerpunkt des
Angriffe beute in der Nieberzwingung der Kriegemaschine durch die Kelegsmaschine
llegen mußte. Ehe sie erreicht war, durfte das kostbarste Angriffswerkzeug,
der sterdliche Leib des Infanteristen, nicht in dle Schlacht geworfen
werden. Und auch später mußte man sparsam mit dem Soldaten umgehen —
durfte ihn nichtin dicken Gewalthaufen gegen ungebrochene Maschlnenwirkung
oder auch nur gegen lhre noch widerstandsfähigen Trümmer elnsetzen. Mehr
als je Im Frleden geahnt, dildete die „lichte“, die mit weiten Abständen auseinandergezogene
Schützenlinie die Trägerin des Angriffe. Aut führte sie jetzt
neben dem Mehrladegewehr die neue Waffe des „leichten“ Maschlnengewehre.
Ihr gesellten sich nicht wenlger als drel „Begleltwassen“ zu. Das schwere
Maschinengewehr, das früber der Schitemline selber r nach bem Bedürfnie
des Gefechte beigegeben worden war, hatte nun, in M
und sogar besonderen, äaußerhald der Negimeniewerbäde stehenden Maschinenzusammengeballt,
die desondere Aufgabe
der uieberlampfung felndlicher Infanterle aus rückwärtigen, überhöhenden
Stellungen durchzuführen und damlt den Angriff der Infanterie zu unterstützen.
Der leichte Minenwerfer, fahrbar gemacht, mußte eingrelfen, wenn der
Infanterle stärkere Widerstandszentren sich entgegenstellten.
Dle größte Deränderung der Klelntaktik des Angriffs aber dedeutete dle
Zuteilung oon „8 tt “ an die Bataillone. Sie hatten
zur unterstützung des dselel zu wirken an Stellen, wo das Vorbereltungefeuer
der Artillerlemasse noch ulcht genügend gewirkt hatte. Der Bataillonskommandeur
war so eln Diolstonskommandeur im kleinen geworden
Und dle in die Luftreglon erstreckten sich die Hllfswaffen des Infanterlesturms.
Besondere Schlacht waren gebildet worden, die
mit Maschinengewehren und lelchten Bomben ganz unmittelbar in das Gefecht
selber elnzugreisen und, dicht über dem Boden fllegend, gegen die feindlichen
Gefechtolinten der Infanterie, dle kämpfenden Batterlen, schließlich auch gegen
barrende Reserven, amnmarschlerende Kolonnen und Tralns zu wieken hatten.
Der unkundige Lefer versuche sich aus diesen Andeutungen ein Bild der
Schrecknisse und der Verwicklungen des Frühjsabre#angriffe 1918 zu runden.
Aber selbst dleser zum raffinlertesten Kunstwerk verzwelgte Infanterleangriff
mußte rettungelos zusammenbrechen, wenn ihm nicht dle der Abermaterlalschlacht
entstammende Massenwirkung der leichten, schweren und schwersten
Artlllerle dle Wege gebahnt hatte. Oer deutsche Artlllerieaufmarsch stellte
etwa hundert Geschütze auf einen Kilometer der Angriffefront, auf je 10 Meter
also elns, derelt. Das waren nur Bruchteile des Artilierleelnsatzes, mit dem die
Entente ihre Angriffeschlachten eröffnet hatte. Immerhin handelte es sich um
unvorstellbare Massen an Geschützen und Munltion. Dadel entstand für eine
Schlacht, dle auf Uberraschung aufgedaut sein sollte, eine neue Schwlerigkeit:
die Artillerle hatte sich früher auf die in Betracht kommenden Zlele unter Fllegerbeobachtung
„einschleßen“ können. Das fiel bel der Uberrumpelungeschlacht weg.
So mußte das Schleßverfahren durch eine Unsumme techulscher Neuerungen
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