Contents : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1898. (82)

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10.

Der  Gemeindevorstand  hat  möglichst  zu  überwachen,  daß  die  unter  Ziffer
2  bis  9  gegebenen  Vorschriften  bei  Typhus-Erkrankungen  befolgt  werden.  Er
hat  zu  diesem  Behufe  den  Haushaltungsvorstand  der  Wohnung,  in  welcher  sich
der  Typhuskranke  befindet,  noch  besonders  auf  die  betreffenden  Bestimmungen
schriftlich,  und  nach  Befinden  unter  Beifügung  eines  Druckexemplars  dieser
Verordnung  hinzuweisen.  Der  deshalb  erforderliche  Bedarf  an  Druckexemplaren
wird  den  Gemeindevorständen  von  dem  Großherzoglichen  Bezirksdirektor  unentgeltlich
  geliefert.

Bei  Armen  hat  der  Gemeindevorstand  für  Beschaffung  der  erforderlichen
Desinfektionsstoffe  aus  Gemeindemitteln  Sorge  zu  tragen.

11.

Die  Polizeibehörden  sind  ermächtigt,  nach  Befinden  gegen  Zuwiderhandlungen
  gegen  die  vorstehenden  Vorschriften  nach  Maßgabe  des  Gesetzes  vom
8.  Mai  1879  über  die  Vollstreckung  der  Entscheidungen  und  Verfügungen  der
Verwaltungsbehörden  einzuschreiten.

Weimar,  den  21.  November  1898.

Großherzoglich  Sächsisches  Staats-Ministerium,
Departement  des  Innern.

v.  Groß.

 

 

Weimar.  —  Hof-Buchdruckerei.