Contents : Wegweiser für Ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege.

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blätter  kosten  90  Psg.,  alle  übrigen  Propagandaschriften,  Kalender
usw.  ebenfalls  in  den  Preisen  von  10  Pfg.  und  20  Psg.  Außer
dem  Berliner  Tierschutz-Verein,  der  dem  Tierschutz
durch  schriftliche  Propaganda  dient,  besteht  noch  der  Deutsche
Tierschutzverein,  Berlin  W,,  Bellevuestraße  4,  mit
zahlreichen  Zweigvereinen  in  ganz  Deutschland,  der  durch  praktische
  Tätigkeit  den  Tierschutz  fördert,  durch  Einführung  von  Tierasylen,
  Prämien  und  Belohnungen  an  Knechte  und  Leute,  die
aute  Tierpfleger  sind,  durch  Einwirkung  auf  behäördliche  Verordnungen
  aller  Art  in  betreff  des  Tierschutzes  ufw.

Literatur:  Philipp  Klenk,  Lehrer,  „Tierschutz  in  der  Gemeinde
zyt  Srle  4  Preisschrift  des.  Berliner  Tirichud-  Verrs.  1  Sick

90  Pfa.,  3  50  Mie.  da  Gin  eer-Tierschu  b  Bewegung

Sr  Terlim  r  dem  L  ande  Lan.  id  25½  127.  —  9  etcue  iften:
„Ibis,  Deutsch=  Tirrschutzeitung.  Monatsschrift  des  Dentschen  Tierchutzereins.
  —  „Der  Anwalt  der  Tiere“,  nnem  des  Berliner
ierschutz-Vereins.

Das  Gemeindewesen.

Allmende  und  Gemeinheiten.

Die  Allmende  ist  ein  ehrwürdiges  und  koftbares  Ueberbleibfel
der  uralten  deutschen  Dorsgenossenschaft,  welche  jedem,  auch  dem
ärmsten  Dorfeingesessenen,  der  seinen  eigenen  Rauch,  d.  h.  eine
eigene  Haushaltung  hatte,  ein  Anrecht  an  dem  Grund  und  Boden
und  Waldbesitz  der  Heimat  gewährte.  Heute  noch  ein  charak.
teristischer  Bestandteil  der  Gemeindewesen  im  südwestlichen  Deutschland,
  besteht  die  Allmende  in  ihrem  eigentlichen  Teile  jetzt  teils
aus  bedeutenden  Gebirgsweiden,  teils  aus  Acker-  und  Gartenland,
das  seitens  der  Gemeinde  in  Losen  an  die  einzelnen  Bürger  vergeben
  oder  verpachtet  wird.  Der  füddentschen  Allmende  entsprachen
in  Norddeutschland  die  Gemeinheiten,  die  aber  nur  zu  einem
ganz  geringen  Teile  aus  Acker-  und  Gartenland  bestanden,  hauptsächlich
  Gemeindeweiden  waren  und  gemeinfam  von  der  Dorfherde
benutzt  wurden;  ein  Teil  von  ihnen  ist  im  Laufe  der  Zeit  in  das
Eigentum  der  politi  ischen  Gemeinden,  der  Hauptteil  aber  während
des  19.  Jahrhunderts  durch  Teilung  in  Privat-(Einzel-)Besitz
übergegangen.

Bis  zzum  Anfang  des  19.  Jahrhunderts  war  der  Allmendebestand
  im  Deutschen  Reiche,  vor  allem  auch  in  Preußen,  noch
durchaus  reichlich.  Da  kam  in  der  ersten  Hälfte  des  verfloffenen
Jahrhunderts  mit  dem  Aufblühen  der  Landwirtschaft  und  der
landwirtschaftlichen  Wissenschaft  in  Norddeutschland  eine  höchst
ungünstige  einseitige  Beurteilung  der  Gemeindeweide  auf,  und

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