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4.) wenn Gewerbtreibende im Grenzbezirke
sich nicht in Gemaͤßheit der im
g. 35. des Zollgesetzes getroffenen Anordnungen
uͤber die erfolgte Verzollung,
oder die zollfreie Abstammung
der vorgefundenen Gegenstände ausweisen
können;
5.) wenn unverzollte Waaren aus einer
Anstalt zur Niederlage derselben ohne
vorschriftsmiáßige Deklaration (Anmeldung)
entnommen werden.
Das Daseyn der in Rede stehenden
Uebertretungen und die Anwendung
der Strafe derselben wird in den vorstehend
unter 1 — 5 angeführten Fällen
lediglich durch die daselbst bezeichneten
Thatsachen begründet.
Kann jedoch in den unter 2. und 4.
angeführten Fällen der Angeschuldigte vollständig
nachweisen, daß er eine Contrebande
oder Defraudation nicht habe verüben
können oder wollen, so findet nur eine
Ordnungsstrafe nach §. 17. Nr. 2. statt.
. 7.
Wenn in den im 9. 36. des Zollgesetzes
bezeichneten Fällen der zollordnungsmäßige
Ausweis über die im Binnenlande
transportirten Waaren nicht auf der Stelle
ertheilt werden kann, oder die erforderliche
Vormerkung in den Handelsbüchern fehlt,
oder die verordnete Anmeldung unterblieben
ist, so wird zwar hiedurch der Verdacht
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einer begangenen Zolldefraudation und dem
Befinden nach die vorlaͤufige Beschlagnahme
der ohne die vorgeschriebene Bezettelung
oder Vormerkung in den Handelsbüchern
vorgefundenen Waaren begründet.
Widerlegt sich aber dieser Verdacht bei niherer
Untersuchung, so findet nur eine Ordnungsstrafe
nach g. 17. Nr. 2. state.
S. 8.
Auf die Behauptung, daß die Gegenstände,
woran die Defraudation verübt
worden, zum Durchgang bestimmt gewesen,
soll nur in dem Falle Rücksicht genommen
werden, wenn die Defraudation erst beim
Ausgangsamte und unter solchen Umständen
enrdeckt wird, daß dabei nur eine Verkürzung
der Durchgangszölle beabsschriger
seyn kann. In allen anderen Fällen sind
ohne Rücksicht auf die gedachte Behauptung
die Eingangs beziehungsweise
Ausgangszölle zu entrichten, und ist nach
ihnen die verwirkte Strafe abzumessen.
g. 9.
Wenn ein Frachtfuͤhrer nach Vorschrift
des 9. 6. Nr. 1. lit. a. wegen unrichtiger
Deklaration verurtheilt, derselbe jedoch durch
die ihm von dem Befrachter mitgegebenen
Deklarationen, Frachebriefe, oder andere
schrifetliche Rotizen über den Inhalt der
Colli zu der unrichtigen Deklaration veran-