Krieg, vor deinem Eisenthrone
Manch ein zuckend Herz zerbrach;
Dem Geliebten und dem Sohne
Sließen fromme Tränen nach.
Tief im Schweigen wirst du betten
Manchen, der uns teuer war;
Kber du zerbrichst die Ketten
Dor der Götzen Drunkaltar.
Die verspielte Seit zu richten,
Läßt du wahre Größe sehn;
Feigst du, wie in heil'gen flichten
Stille helden sterben gehn.
Krieg, von dessen roten Kerzen
Rings die Nacht ihr Licht gewann,
Jornerwachte Menschenherzen
Beten deine Größe an;
Der du mitleidslos die Werber
Müden Sriedenswahnes zaust
Und, ein lächelnder Derderber,
Tapfern neue Grenzen baust;
Der du mordest ohne Milde,
Ob auch Dölkerglück zerschellt,
Bis du auf dem reinen Schilde
hebst den neuen herrn der Welt!
Kus: Rudolf Presber, „Der Tag der Deutschen.“
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