Metadata : Volksvergiftung 1914-1918.

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zeichnet  war  die  Einladung  vom  Vorstand  der  Fraktion  der  Sozialdemokratischen
  Arbeitsgemeinschaft  Ditt  mann,  Haase,  Ledebour
und  Vogtherr.

Am  23.  März  1917  sandte  Kaiser  Karl  von  Osterreich  an  seinen
Schwager,  den  Prinzen  Sixrtus  von  Parma,  einen  Brief  mit  der  Bestimmung,
  ihn  dem  Präsidenten  Poincaré  zwecks  Einleitung  von
Friedenssprechungen  zu  übermitteln.  Dieser  Brief  ist  ein  schlagender
  Beweis  für  die  historische  feindliche  Einstellung  des  Ultramontanismus
  gegen  Deutschland,  denn  in  ihm  erklärte  Kaiser  Karl,  der
vollständig  unter  ultramontanem  Einfluß  stand,  binter  dem
Rücken  seines  Außenministers  Czernin,  daß  er  mit  allen  Mitteln
und  unter  Anwendung  seines  ganzen  persönlichen  Einflusses  bei
seinen  Verbündeten  „die  gerechten  Rückforderungsansprüche  Frankreichs
  mit  Bezug  auf  Elsaß-Lothringen  unterstützen  werde“.  Man
sieht  daraus,  daß  der  Ultramontanismus  ein  Feind  war,  dessen  Gefährlichkeit
  gar  nicht  hoch  genug  eingeschätzt  werden  kann.

Am  30.  März  hielten  Haase  und  Ledebour  im  Reichstag  ihre
beiden  großen  Oppositionsreden,  die  im  Ausland  allgemeines  Aufsehen
  erregten  und  der  feindlichen  Propaganda  willkommenes  Material
  boten  (Faksimile  18  u.  19).

Am  5.  April  1917  tagte  in  Gotha  eine  Reichskonferenz  der  Gruppe
„Internationale“  und  vom  6.  bis  9.  April  1917  zu  Osiern  die  Reichskonferenz
  der  „Sozialdemokratischen  Arbeitsgemeinschaft“,  die  sich
nunmehr  als  selbständige  Partei  unter  dem  Namen  „Unabhängige
Sozialdemokratische  Partei  Deutschlands“  konstituierte.  Das  Hauptreferat
  hatte  Haase.  ÜUber  „die  Organisation  der  Opposition“  sprach
Dittmann,  der  unter  anderem  ausführte:

„Die  Reaktion  wird  scharf  einsetzen,  und  wir  werden  manchmal
  nur  in  der  Stille  arbeiten  können,  bohren,  wühlen,  arbeiten
und  agitieren  müssen  wir  so  intensiv  wie  nur  möglich,  damit,
wenn  die  Parteigenossen  aus  dem  Felde  heimkehren,  sie  unsere
Organisationen  bereits  so  gestaltet  vorfinden,  daß  sie  nicht  bei
der  Mehrheit  eintreten.  So  wenig  wir  je  wieder  mit  Scheidemann
  zusammenkommen  können,  so  müssen  wir  doch  alles
daransetzen,  die  Massen  für  uns  zu  gewinnen  und  den  Boden
für  den  sozialistischen  Klassenkampf  vorbereiten.  “