dessen zusammenfassende Regelung nunmehr auf das Armee-Oberkommando
überging. Da die frühzeitig marschbereit gestellten Grenzschutztruppen
sehr dünn und weitläufig vertellt standen, die Franzosen aber große
KRavallerltemassen zusammengezogen hatten, so war die Lage angesichte
der Möglichkeit eines frühzeitigen Ravallerieelnbruchs zur Störung unserer
Aueladungen zunächst sehr gespannt. Ein blutsunges, schimmerlosee Kerlchen
von chasseur à cheval wurde als Gefangener gerade vorgeführt.
Zahllose Meldungen gaben ein widerspruchevolles Bild, aber tatsächlich
hatten wir nichts zu befürchten. Mit stärberen Rräften wurde die Grenze
von der französischen Kavallerte wohl im Gefühl ihrer während des
ganzen Krieges hervorgetretenen Schwerfälligbeit nirgends überschritten.
Der Feind bewahrte eine fast ängstliche Jurückhaltung.
Ich bezog mit meinem Generalstabschef und Gefolge Quartier im
schönen Gebäude des Landratsamtes, wo der Zausherr, Landrat von Miquel,
sich bald als besondere tüchtiger, tatkräftlger und umsichtiger Mann erwies.
Die Mobilmachung und innere Grganisation des großen Befehleund
Verwaltungekbörpers des Armee-Oberkommando,s selbst erfolgte weiter
rückwärteê am Sitze des Generalkommandos des VIII. A. R. in Coblenz unter
Leitung des sorgsamen und rastlos tätigen Ober-Quartiermeistere, Generals
Rogalla von Bieberstein, und meines ausgezeichneten, in allen Lagen bewährten
ersten Generalstabsoffiziers, Majors v. Zepmann. ODileser verlegte
die Operatlonsabtellung möglichst bald in dae vorzüglich geelgnete
Sivilkasino Saarbrücken vor, wo nach und nach der ganze Stab straff in
der Zand des Armeechefs zusammengefaßt wurde.
Don den übrigen Generalstabeoffizieren hebe ich besonders zwel hervor,
die Ulasore Matthias und Shrhardt. Matthias, der die Geschäfte
des Ib versah, war der Typ des bel Tag und Macht unermüdlich tätigen,
routinierten Generalstabsoffiziers, ernst und zuverlässig. Ehrhardt, die
rechte Jand des Ober-Quartiermeistere, ein vielseitig gebildeter Offizier,
voll warmherziger Fürsorge für das Wohl der Truppe. Durch mannigfache
Zeziehungen zu Industriekreisen und in der RKaufmannschaft war
er über die Verhältnisse in der Heimat stete gut unterrichtet. Im Kaufe
des Feldzugs trat mir dieser treue und aufrechte Mann auch menschlich
nahe.
Der erste Adjutant, Major Voigt, zeichnete sich durch Gewandtheit
und nie versagende Hersonalkenntnis aus. Den zweiten Adjutantenposten
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