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wird doch Jeder, der unsere Lage und alle hier in Betracht kommenden
Verhältnisse mit unbefangenem Blicke prüft, zugeben müssen, wie es
kaum einem Zweifel unterliegen kann, daß unsere Kinder oder Enkel
diesen gefürchteten (1) Gast bei sich werden einkehren sehen, und darum
wird es uns zur heiligen Pflicht gegen unsere Nachkommen, diese Erentualität
recht scharf ins Auge zu fassen und nach allen Kräften dahin zu
wirken, daß ihr einstiges Eintreten uns (1) nicht unvorberkitet treffe,
daß vielmehr Alles geschehe, um die großen Nachtheile, die sie unzweifelhaft
jetzt für uns im Gefolge hätte, bis dahin auf das möglichst
geringe Maß zu reduciren. Der größte Feind der Gewerbefreiheit
kann den gegenwärtigen gewerblichen Zuständen das Wort nicht reden,
die Klagen sind zu allgemein.“
Mit diesen diplomatischen Wendungen ist so ziemlich ausgedrückt,
was man im gewöhnlichen Leben sprüchwörtlich meint: Wasch' mir den
Pelz und mach' ihn nicht naß! — oder Schwimmen lernen, ohne ins
Wasser zu gehen. — Dieselbe Erscheinung, wie bei der Bewegung des
politischen Lebens, wiederholt sich hier; derselbe Spruch: „das Volk ist
noch nicht reif zur freien Bewegung!“ und: „nur keine Ueberstürzung!
keine Ertreme!“ soll auch hier seine labyrinthischen Kreuz= und Querzüge
durchmachen. Als ob gelehrte Professoren und noch so weise
Regierungen, mit der Staatsuhr in der Hand, den Zeitpunkt so genau
reguliren könnten, wann ein Volk reif und fähig sei, die freie Bewegung
und Selbstständigkeit zu vertragen! Als ob die ein fachen,
offen und natürlich gelegten Verkehrswege schwieriger zu wandeln wären,
als die gekünstelten, mit Schranken der Verordnungen eingezäunten
und verbarrikadirten! der Dunst dumpfer Mauern gesünder, als die
frische, reine Himmelsluft! Die Herren Aerzte sind wahrlich zu ängstlich
für den Patienten, der bei weitem nicht so schwächliche Constitution
hat, wie ihre Diagnose vermeint.
Bei Errichtung der Eisenbahnen, die so tief und so plötzlich in
das ganze wirthschaftliche Leben des Staates eingriffen, hörte man
dieselben Klagen der Vorahnung und ängstlichen Befürchtung, daß die
Landwirthschaft Schaden leide, die Wirthe und Kutscher total ruinirt
und Pferde und Hafer keinen Preis mehr haben werden, daß das
Proletariat entsetzlich anwachse u. dergl. Von all diesen Nachtheilen
hat die Wirklichkeit nichts gezeigt. Die Landwirthschaft hat sich mit
den Eisenbahnen gehoben, die Wirthe treiben ihre Geschäfte so einträglich
wie zuvor, die Kutscher fuhrwerken mehr als je, die Pferde und
der Hafer sind theurer geworden, und Tausende, die dem Proletariat
anheim gefallen wären, haben Brod erhalten; der Wohlstand ist in
der Gesammtheit gestiegen und Jedermann ist jetzt mit den weiland
gefürchteten, durch die ängstlich beschränkte Gespensterseherei der „Bieder-