Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1864. (55)

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(Nr.  5894.)  Statut  des  Entwasserungsverbandes  des  großen  und  kleinen  Wons-Sees  und
des  Niedtlitzer  Bruches  in  den  Kreisen  Johannisburg  und  dötzen.  Vom
B.  Mai  1864.

Wi  Wilhelm,  von  Gottes  Gnaden,  König  von  Preußen  2c.

verordnen  auf  Grund  des  Gesetzes  vom  11.  Mai  1853.  (Gesetz-Samml.  vom
Jahre  1853.  S.  182.),  nach  Anhörung  der  Betheiligten,  was  folgt:

.  1.
Unter  der  Benennung:
„Entwässerungsverband  des  großen  und  kleinen  Wons-Sees
  und  des  Niedtlitzer  Bruches“,

wird  eine  Genossenschaft  mit  Korporationsrechten  gebildet.

Genossen  des  Verbandes  sind  alle  Grundbesitzer,  welche  von  den  Anlagen
desselben  Vortheil  haben.

Der  Verband  hat  seinen  Gerichtsstand  bei  dem  Kreisgerichte  zu  Lötzen.

g.  2.
Der  Zweck  des  Verbandes  ist:

a)  den  Buwellno-See,  den  Ublick-See  und  den  großen  Wons-See  um  etwa
sechs  Fuß  zu  senken  und  den  kleinen  Wons-See  völlig  trocken  zu
legen,  und  zwar  durch  Ankauf  und  Abbruch  der  Stauwerke  der  Przykop=Mühze,
  sowie  durch  Aufrdumung  der  Seeverbindungen,  bezüglich  Anlegung
  von  Hauptgräben  zwischen  dem  Weynowo=  und  Buwellno-,  dem
Buwellno=  und  Ublick-,  dem  Buwellno=  und  großen  Wons--,  dem  großen
  und  kleinen  Wons--See;

b)  das  Niedtlitzer  Bruch  zu  entwässern  durch  Anlegung  eines  Hauptgrabens
  vom  kleinen  Wons-See  bis  zur  Jagodnen-Paprodtker  Grenze.

Zur  Erreichung  dieses  Zweckes  sind  die  im  Wittigschen  Kostenüberschlage
vom  12.  Juni  1862.  verzeichneten  Hauptgräben  und  Brücken  von  dem  Verbande
  auszuführen  und  zu  unterhalten.  Abänderungen  dieses  Planes,  die  im
Laufe  der  Ausführung  nothwendig  erscheinen,  dürfen  nur  mit  Genehmigung  des
Ministers  für  die  landwirthschaftlichen  Angelegenheiten  vorgenommen  werden.

Da  bei  der  Entwässerung  des  Buwellno-Sees  sämmtliche  Genossen  des
Verbandes  becheiligt  sind,  so  haben  sie  auch  alle  zu  den  Kosten  für  Ankauf  und
Abbruch  der  Stauwerke  der  Przykop-Mühle  und  für  die  sonstigen  zur  Senkung
des  Buwellno-Sees  dienenden  Anlagen  beizutragen.

Die  Kosten  für  die  Räumung  des  den  Ublick=  und  Buwellno-See  verbindenden
  Flüßchens  tragen  nur  Fiskus  und  die  durch  die  Senkung  des  Ablick-Sees
  vortheilenden  Adjazenten.

Die