Wlederum hatten die Franzosen elnen Prestigeerfolg zu duchen — ward
erkenndar, daß Nation und Heer die Schwächeanwandlung des Frübjahrt
rühmllch schnell und gründlich üderwunden hatten. Im Gegensatze mußte die
deutsche O. H. L. erkennen, daß dle Widerstandekraft ihrer Divisienen sich langsam,
doch unverkenndar zum Ende neigte. Was die deiden Feuerschlachten
von 1916 degonnen hatten, das vollendete die Schlammschlacht von 1917.
Die Engländer konnten noch. Marscholl Halg wußte, was er der Zäblgkeit
seiner kerngesunden, sportgestählten und glänzend versorgten Oiotsionen zumuten
konnte. Was dlie Flandernschlacht vom Angrelfer forderte, das war so
recht etwas für den englischen Soldaten. Hler konnte er, dem die Gewandtheit
des Franzosen und der rasche Bllck des Deutschen adging, seine stiernadige
Zähigkeit deweisen und dewies sie. Unoerdrossen reihte er Angriff an Angriff —
wühlte sich langsam immer tiefer in die deutschen — Linien konnte man schon
längst nicht mehr sagen — in den noch von deutschen Männern beberrschten
Streifen der Schlammwüste zwlschen Höhenkamm und Talkessel binein. Und
blied schließlich doch ermattet liegen.
Noch vier weltere Großkampftage stellten die Spannkraft der Verteldigung
auf letzte fürchterliche Proden. Und feder drachte dem Feind an irgendeiner
Stelle einen Fortschritt — der nur noch auf Karten größten Maßstades erkennbar
war. Ader jeder zehrte auch weiter an der hinschwindenden deutschen Kraft.
„Llopd George wollte den Sieg. Und er hatte England in der Hand“ (Luden--dorff).
Der 10. Novemder drachte den letzten Massenaonsturm. Dann mußte
auch Llopd Georgee Slegeswille vor der Zäbigkeit der deutschen Flandernkämpfer
die Segel streichen.
Oas zußere Ergednie der Schlacht stond ulcht entfernt im Derhältule zu
dem deispiellosen Einsatz von Gut und Blut, den die Engländer hatten opfern
müssen. Auf 30 Kilometer Frontbreite war eln Geländegewinn erzielt, der an
einzelnen Stellen die zu 8 Kilometer in die Tiefe ging. Strategisch war nichte
erreicht, taktisch so gut wle nichte: dle Artillerle dee Feindes stak noch im Talkessel,
die Infanterie patte die deherrschenden Höhensdume, das vorderste Ziel
lbres sturen Anlaufene, nicht erkämpft. Der elgentliche Siegespreie, die flondrische
U-Boot-Basis, lag in weiter Ferne.
Die Flandernschlacht war der größte —sie war der letzte deutsche Adwehrsleg.
Ale es nach dem 10. November erkenndar wurde, daß der englische Angriffswille
gedrochen sel, atmete die O. 9. L. auf. Nun schien an der Westfront
endlich die ersehnte und hoch denötigte Winterruhe einzt uzleben. Sle hatte
sich verrechnet. Der Engländer plante noch eine dittere Uberraschung.
6.
Während die Entwicklung lm Osten und dle beutschen Versuche, sie durch
Angriff zu deschleunigen, von der O. H. L.eine rastlose A
während zugleich dle Schutzmauer der deutschen Wosserdastion und noch eine
andere Stelle dee westlichen Verteidigungswalles unter wütenden Anstürmen
krachte und stellenweise einstürzte, fanden Hindendurg und Ludendorff noch
die Kraft, den militärlsch und charckterlich unsicher gewordenen Verdündeten
noch elnmal vorwärte und damit in dle Höhe zu reißen.
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