Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Elfter Band. (11)

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Man  war  zu  Mannheim  nicht  ganz  abgeneigt,  es  waren
  die  katholischen  Fürsien  von  Loͤwenstein.  Der  Kurfürst
  selbst  würde  sich  nicht  widersetzt  haben,  hätten  nur  die
übrigen  Agnaten  eingewilligt.  Auch  der  Kurfürst  von  Mainz
ließ  sich  zu  einem  Intercessionsschreiben  nach  Wien  bewegen.
Die  gute  Klara  Dettin  hätte  wohl  noch  gar  in  den  kaiserlichen
  Stammbaum  ihren  Namen  hineinbringen  können,
denn  des  damals  regicerenden  Kaisers  Mutter  war  eine  Kurpfälzische
  Prinzessin.

Die  gute  Klara!  Wie  ihr  endlich  doch  die  Nachwelt
vergalt,  was  sie  nach  ihres  Friedrichs  Tede  litt!  Wie  sie
aber  auch  gerade  eben  dieses  Leiden,  das  nach  ihres  Friedrichs
Tode  sie  traf,  desto  riefer  fühlen  mußte,  je  mehr  ihr  die  feinsten
  der  Hosschmeichler,  so  lange  ihr  Kurfürst  noch  lebte,
die  alten  Erinnerungen  ihres  Geburtsnamens  und  ihrer  Herkunft
  allmählig  vergessen  machen  wollten.

Schon  der  Hofkaplan  und  Geschichtschreiber  des  Kurfürsten
  Friedrich,  schon  Matthias  von  Kemnat  hat  wohl
recht  schlau  zu  thun  geglaubt,  daß  er  von  der  Sängerin
Klara  kein  Wort  sagt,  und  er  eben  so  wenig  von  Klara
Dettin  sagt.  Sie  war  bei  ihm  bloß  die  Jungfrau  Klara,
von  Augsburg  geboren,  die  eine  Hofjungfrau  zu  München
gewesen  war.  Gerade  vollends  die  Hofjungfrau  hätte  einen
wohl  irre  führen  mögen,  on  eine  adeliche  Jungfrau  zu  denken.
  Was  zwar  der  Hofkaplan  nicht  geradehin  zu  sagen
wagte,  weil  alle  Welt  noch  wußte,  wie  es  war.

Er  selbst  sagt's  nicht  —  aber  gleich  der  rste,  Eder  nach
ihm  schrieb,  fast  noch  völlig  sein  Jeitgenosse  und  ein  Mann
sonst  in  der  Pfalz  wohl  bekannt,  auch  in  der  Geschichte  dieser
  Zeit  fast  als  klassischer  Schriftsteller  berühmt,  Abt  Johann