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Man war zu Mannheim nicht ganz abgeneigt, es waren
die katholischen Fürsien von Loͤwenstein. Der Kurfürst
selbst würde sich nicht widersetzt haben, hätten nur die
übrigen Agnaten eingewilligt. Auch der Kurfürst von Mainz
ließ sich zu einem Intercessionsschreiben nach Wien bewegen.
Die gute Klara Dettin hätte wohl noch gar in den kaiserlichen
Stammbaum ihren Namen hineinbringen können,
denn des damals regicerenden Kaisers Mutter war eine Kurpfälzische
Prinzessin.
Die gute Klara! Wie ihr endlich doch die Nachwelt
vergalt, was sie nach ihres Friedrichs Tede litt! Wie sie
aber auch gerade eben dieses Leiden, das nach ihres Friedrichs
Tode sie traf, desto riefer fühlen mußte, je mehr ihr die feinsten
der Hosschmeichler, so lange ihr Kurfürst noch lebte,
die alten Erinnerungen ihres Geburtsnamens und ihrer Herkunft
allmählig vergessen machen wollten.
Schon der Hofkaplan und Geschichtschreiber des Kurfürsten
Friedrich, schon Matthias von Kemnat hat wohl
recht schlau zu thun geglaubt, daß er von der Sängerin
Klara kein Wort sagt, und er eben so wenig von Klara
Dettin sagt. Sie war bei ihm bloß die Jungfrau Klara,
von Augsburg geboren, die eine Hofjungfrau zu München
gewesen war. Gerade vollends die Hofjungfrau hätte einen
wohl irre führen mögen, on eine adeliche Jungfrau zu denken.
Was zwar der Hofkaplan nicht geradehin zu sagen
wagte, weil alle Welt noch wußte, wie es war.
Er selbst sagt's nicht — aber gleich der rste, Eder nach
ihm schrieb, fast noch völlig sein Jeitgenosse und ein Mann
sonst in der Pfalz wohl bekannt, auch in der Geschichte dieser
Zeit fast als klassischer Schriftsteller berühmt, Abt Johann